Highway hat geschrieben:Das ist Fall 2, und um den ging es nicht!
Solange die Summe aller 3 beteiligten Massen (Erde, Hammer und Feder) stets dieselbe bleibt, gibt es keinen Unterschied zwischen Fall 1 und Fall 2. Es sei denn, es gibt z.B. den Hammer innerhalb des Systems nicht von Anfang an, sondern dieser wird erst nach Feststellung der Fallzeit einer Feder mit einem Raumschiff herbei geflogen. Doch das war nicht gefragt! Die Fragestellung war, ob es unterschiedliche Fallzeiten gibt, wenn Hammer und Feder gleichzeitig fallen oder hinter einander. Und da gibt es eben keine ungleichen Fallzeiten, weil sich an der Summe der Massen nichts ändert, und daher auch nichts an der Summe der Beschleunigungen zueinander. Ob Hammer plus Feder die Erde stärker beschleunigen und die um diese Massen verminderte Masse der Erde diese die beiden Massen daher schwächer beschleunigt, oder die Erde samt der Masse des Hammers die Feder stärker beschleunigt und dafür die Feder dies gegenüber der Erde schwächer macht, bleibt sich stets völlig gleich. Es kommt immer dasselbe heraus - wie dies bei den Überprüfungen des Äquivalenzprinzips experimentell auch zweifelsfrei abgesichert ist.

Ob nun m1 die Masse der Erde plus Hammer und m2 die Masse der Feder ist, oder m1 die Erdmasse ist und m2 die Masse von Hammer plus Feder ist etc. ist völlig egal. Die Summe m1 + m2 ist stets dieselbe. Also ist a1+a2 auch immer gleich.
Und zu Aristoteles, der noch meinte, schwere Massen würden schneller fallen als leichte, werden wir wohl nicht zurückkehren!
Grüße
Harald Maurer