Highway hat geschrieben:Tontechniker hat geschrieben:Highway hat geschrieben:Das entspricht aber nicht dem hier diskutierten Experiment. Wenn Luftballone platzen, dann passieren auch die tollsten Dinge, sind aber ebenso wenig Gegenstand dieser Diskussion
Es ging doch um die Frage, ob die Mediengeschwindigkeit die Phasenlage einer Welle ändern kann. Und da sind die Entstehung von natürlichem Hall und die Erfahrung mit der Programmierung von Hallalgorithmen und der Reproduktion durch andere Methoden ein Beispiel aus der technischen Anwendung. Es gibt mehrere Methoden, natürlichen Hall künstlich zu reproduzieren, als die modernste gilt der sog. Faltungshall, der theoretisch in der Lage sein soll, alle Eigenschaften eines Raumes mittels eines akustischen "Schnappschusses" darzustellen. Das funktioniert auch sehr gut bei kleinen Räumen, aber bei langen Hallfahnen klingt Faltungshall nicht wie natürlicher Hall und auch nicht wie herkömmlicher algorithmischer Hall. Die Hallfahne klingt statisch und kühl. Im direkten Vergleich hört man, dass der natürliche Raum im Gegensatz zum Faltungshall das Hallsignal moduliert. Die Ursache dafür sind Bewegungen der Luft im Raum, durch die es zu Frequenz- und Phasenveränderungen bei den einzelnen Echos kommt, was in der Summe ein breiteres und lebendigeres Hallsignal ergibt. Diesen Effekt gäbe es nicht, wenn die Luft als Trägermedium keinen Einfluss auf die Frequenz und Phasenlage einer Schallwelle hätte.Dann würde natürlicher Hall so statisch klingen wie seine Reproduktion durch einen Faltungshall.
Hallo Highway,
Diesen Effekt gäbe es nicht, wenn die Luft als Trägermedium keinen Einfluss auf die Frequenz und Phasenlage einer Schallwelle hätte
Selbstverständlich hat die Luft Einfluss.
Denn bei genügend grossem Schallpegel bewegt sie sich ja, sie wird zum bewegtem Medium.
Und da treten all die Umstände auf die bei bewegtem Trägermedium eben bekannt sind.
Das ist in erster Linie Doppler.
Und das führt dann zu allerlei Effekten (Frequenz-und haupsächlich Phasenänderungen usw.) die sehr komplex werden.
Denn innerhalb des Mediums bewegen sich Teile dieses Mediums in Abhängigkeit von den Druckunterschieden die der Schall im Medium verursacht.
Erinnere dich an "Licht überholt Licht", da ist auch eine Bewegung des Bezuges zu einem anderem Bezug die Grundlage dafür.
Wenn ein -akustischer Rückkopplungskompensator- perfekt funktionieren sollte dann mnuss er all diese Umstände berücksichtigen.
Das geht nicht, denn er müsste alle Umstände kennen die zu dem führen was oberhalb beschrieben ist.
Und selbst wenn er alle Infos hätte so ist er doch nicht in der Lage all die "Grausamkeiten" abzustellen.
Denn er müsste jeden selbstständig sich bewegenden Abschnitt des Trägers aktiv kompensieren.
Und diese Bereiche ändern sich ständig, und zwar mit der primaren Anregungsfrequenz und den Echos die daraus hervorgegangen sind.
Ein undurchschaubares Durcheinander das nicht perfekt, also für alle Orte in dem Raum kompensiert werden kann.
Gruss Kurt
