All hat geschrieben:
weil das Universum grundsätzlich unbestimmt ist. Alle Teile die wir als absolut betrachten sind künstlich gestaltete Grundlagen die uns Zusammenhänge offenbaren sollen.
Was ist demnach Wissen?
Wenn du also nach Lösungen suchst, suchst du immer nur nach einer Lösung innerhalb eines Systems. Du isolierst dich damit selbst.
Mechanisch nutzen kannst du das Universum aber. Das ist aber auch alles was wir tun. Mehr nicht.
Ja, da bewegen wir uns dann schon wieder in der Metaphysik, bzw der reinen Philosophie. Ich weiss nicht, wie weit Harald das jetzt durchgehen lässt, aber wir können schon auch mal philosophieren

Der klassische Satz "Ich weiss, dass ich nichts weiss" liefert ein ähnliches Paradox wie die RT. Wenn ich etwas weiss, dann weiss ich nicht nichts, also ist der Satz in höchsten Masse unlogisch und inkonsequent. Nimmt man diese philosophische Grundlage als Basis, kann es gar kein Wissen geben. Wissen überhaupt setzt eine Sicherheit voraus, die wir - aus von Dir genannten Gründen - gar nicht haben und auch nicht haben dürfen. Wir bewegen uns in der gesamten Wissenschaft ja immer nur in Näherungen und Annahmen, das ist streng genommen kein Wissen sondern das sind Gebäude aus Vermutungen und Messungen. Wissen würde voraussetzen, dass etwas nicht nur so beschrieben ist, sondern auch unumstösslich als Tatsache erkannt wurde. So etwas gibt es aber eben nicht.
Ja, das Betrachten von systemischen Zusammenhängen aus dem System heraus birgt immer unlösbare Probleme. Aber dabei isolierst Du Dich eben nicht, dann könntest Du ja aus dieser Isolation heraus doch wieder gültige Aussagen treffen. Gerade, weil Du Dich innerhalb eines Systems nicht isolieren KANNST, kannst Du eben nicht "neutral" und korrekt messen und erkennen.
Letzteres ist völlig korrekt. Daher bin ich auch nicht ein fanatischer Gegner der RT. So lange die Dinge funktionieren, muss man nicht die ganze Welt umkrempeln - es genügt, wenn man Dinge so weit beschreiben kann, dass sie reibungslos und reproduzierbar funktionieren. Da, wo eine Theorie versagt, muss eine andere gefunden werden, da wo sie funktioniert ist sie automatisch legitim. Es gibt für viele Ereignisse mehrere Theorien die sie beschreiben, im Sinne der Wahrheit und des WIssens hat aber keine den Vorzug alleingültig zu sein. Ich kann fliessendes Wasser als gleichmässige Bewegung eines flexiblen Körpers, aber auch als eine kontinuierliche Ansammlung von Einzelmolekülen beschreiben - das Ergebnis ist immer, das Wasser fliesst. Wie ja schon beschrieben, sind ausnahmslos alle Theorien keine ToE, somit wären dann alle zu verdammen und in die Tonne zu treten.
Herzliche Grüße