Expansion des Universums

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Expansion des Universums

Beitragvon Hannes » Sa 22. Mär 2014, 08:54

Daniel,
Alle beobachtbaren Phänomene lassen sich widerspruchsfrei mit der elektromagnetischen Wechselwirkung erklären. Es ist ohnehin vermessen zu behaupten, es gäbe noch andere Kräfte - schließlich ist die EM-WW die einzige Wirkung, welche uns und all unsere Technologie mit der Wirklichkeit verbindet. Die Realität ist die EM-WW - that's it!

An deinen 7 Punkten habe ich kaum etwas auszusetzen. Entspricht auch meiner Meinung.
Jetzt würde mich noch interessieren, wie du weiterdenkst.
Ich weiß, das geht nicht so schnell. So ganz einfach ist das nicht. Da muss man schon bei der möglichen Zusammensetzung des Protons anfangen.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » Sa 22. Mär 2014, 15:53

Hannes,

leider wissen wir nichts über den Aufbau der Elementarladung. Angeblich besitzt sie einen Spin, aber was ist das in der Realität? Dreht sich ein Elektron um die eigene Achse oder nicht.

Der makroskopische Magnetismus (und die Elektrostatik) gibt uns zumindest eine bipolare Struktur vor. Es gibt Anziehung und Abstoßung. Das ist essentiell für das funktionieren eines stabilen Systems - die Bildung einer Galaxie oder die Stabilität unseres Sonnensystems. In der Gravitationskosmologie wird die Fliehkraft als Gegenkraft zur Anziehungskraft verstanden. Die Fliehkraft ist aber nichts anderes als Trägheit und keine echte Kraft. Wohingegen die elektromagnetischen Anziehungs- und Abstoßungskräfte tatsächlich auftreten.

Wie ich schon ab und zu erzählt habe, leben wir aus unbekanntem Grunde in einer Elektronen-Welt. Protonen sitzen im Atomkern und finden sich direkt nur im Wasserstoff-Plasma. Elektronen bewegen sich in Kupferdrähten, fliegen durch Beschleunigerröhren und zeichnen das Fernsehbild auf die Mattscheibe. In Experimenten kommt dann heraus, dass das Elektron scheinbar nicht so träge ist, wie ein Proton. Um diesen Befund tatsächlich aufzuklären, müsste man anstatt Elektronen, Protonen verwenden. Elektrische Ströme durch Protonen erzeugen usw. das ist nicht möglich, da die Realität eben so ist, wie sie ist - Atome bestehen aus Elektronen und Protonen, der elektrische Part wird quasi immer vom Elektron übernommen.

Bezogen auf die Geometrie eines Elektrons könnte ein Proton tatsächlich anders aufgebaut sein, aber ändert das was am Verständnis über die Funktionsweise der Realität? Elektronen und Protonen ziehen sich an, bilden Atome, beide Teilchen sind je eine Elementarladung, nur die Polung, der Spin, irgendwas ist genau umgekehrt, vielleicht Spiegelverkehrt (Chiralität)?

In fragwürdigen Experimenten an fragwürdigen Maschinen, wurden fragwürdige Ergebnisse postuliert, nämlich dass ein Proton aus 3 Quarks bestünde und ein Elektron aus Elektron besteht. Die Frage nach dem "Was kann so eine Maschine Namens ATLAS-Detektor eigentlich messen?" liefert sofort die Antwort: Nichts anderes als elektromagnetische Wechselwirkungen, einen elektrischen Strom wenn man so will.



Lieber All,

ebenso! Manchmal muss ich einfach den Humor mit rein bringen und in gewisser Weise schimpfen. Sympathische Leute, wie Herr Prof. Harald Lesch, hören es sicher nicht gerne, wenn sie als Astro-Schwurbler bezeichnet werden. Umgekehrt muss ich mir aber auch viel gefallen lassen und das beruht dann auf Gegenseitigkeit. Schließlich muss man Spaß verstehen und darf das alles nicht als persönliche Angriffe missverstehen. Es gibt natürlich auch unhöfliche Zeitgenossen, die andere direkt anfeinden. Da muss man drüber stehen, bis das Fass voll ist ;-).


Nun einige logische Interpretationen der Beobachtungstatsachen, welche zur irrsinnigen Urknall-Hypothese führten:


- Rotverschiebung: Hat nichts bzw. kaum etwas mit tatsächlichen Fluchtgeschwindigkeiten zu tun. Licht wird prinzipiell ins Rote verschoben, das kennt man auch schon lange aus der Physik. Sobald EM-Strahlung mit Materie in Wechselwirkung tritt, wird "Energie", Wirkung, Bewegung übertragen. Wenn ein Röntgen-Strahl auf Plasma trifft, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Plasma angeregt und eben kein Gamma-Strahl emittiert, sondern viel wahrscheinlicher Röntgen-Strahlung geringerer Härte oder UV-Strahlung. Licht wird im kosmischen Maßstab prinzipiell ins Rote verschoben.

- CMB-Radiation: Bei der Mikrowellenstrahlung handelt es sich nicht um eine Hintergrundstrahlung, sondern um die zum Teil rot verschobene Strahlung weit entfernter Sterne und Galaxien und zum anderen um das was es ist, Mikrowellenstrahlung. Wir sitzen nicht im Vakuum, das Weltall ist voll mit Plasma in unterschiedlichsten Qualitäten, es soll sogar Wasserstoff, Staub und viele andere Elemente im interstellaren und intergalaktischen Medium geben. All das emittiert und absorbiert EM-Strahlung.

Ich glaube das war's oder gibt's noch andere Fehlinterpretationen von Beobachtungstatsachen, welche zur Urknall-Hypothese führten?

Grüße

McDaniel-77
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Yukterez » Sa 22. Mär 2014, 17:50

McDaniel-77 hat geschrieben:an der Urknall Hypothese ist alles falsch, das ist es was mich daran stört.

Alles falsch ist immer gut. Dann liegt es garantiert an der Urknalltheorie, und nicht an deiner Interpretation derselben.

McDaniel-77 hat geschrieben:Eine Entstehung aus dem Nichts ist perse unlogisch und widerspricht der geltenden Physik. Um dieses Debakel zum umgehen, wird die geltende Physik für den Urknall einfach außer Kraft gesetzt. Urknall hat mit Physik nichts zu tun.

In der Physik gilt immer noch die Thermodynamik: die Zukunft ist die Zeitrichtung, in der die Entropie zunimmt. Dass es nicht weniger Entropie als gar keine geben kann wird dir hoffentlich klar sein! Über eine Entstehung aus dem Nichts sagt die Standard-UT gar nichts aus.

McDaniel-77 hat geschrieben:Aus der Rotverschiebung auf eine scheinbare Fluchtgeschwindigkeit, aufgrund der Doppler-Interpretation, zu schließen, mag ja noch entschuldbar sein, weil man damals noch keine Radio-Astronomie zur Verfügung hatte.

Das klingt aber schon lustig, wenn du gleichzeitig behauptest, der Durchmesser von Sternen werde anhand des Strahlensatzes ermittelt.

McDaniel-77 hat geschrieben:Wir sind nicht im Zentrum des Universums! Aber die Urknall-Hypothese macht uns das glauben, dass wir im Zentrum des Universums wären

Jetzt wird es aber chiefmäßig.

McDaniel-77 hat geschrieben:Ein Urknall-Universum würde bedeuten, dass wir uns im inneren eines Schwarzen Lochs befinden. Wenn das Universum früher kleiner war, war die Gravitation noch stärker, d.h. das Schwarze Loch war massiver, schwärzer, es muss das dunkelste Schwarze Loch gewesen sein, was man sich als durchgedrehter Astro-Schwurbler nur vorstellen kann.

Diese Argumentation kommt mir irgendwoher bekannt vor.

McDaniel-77 hat geschrieben:Alpha Centauri ist mit mindestens 22 Pixeln Breite vom VLT auflösbar, weil das VLT eine Auflösung von 0,001 Bogensekunden zustande bringt. 22 Millibogensekungen liegen deutlich über der Auflösungsgrenze des VLT.

Dann kannst du dir ja denken, was es bedeutet, wenn der Stern auf deinem Foto 130px breit ist, und jene Sterne mit 2px nur einen bis drei px auseinanderliegen.

Die Urknalltheorie von deinen Einwänden nicht berührt vorfindend,

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Hannes » Sa 22. Mär 2014, 18:57

Hallo Daniel ,
In fragwürdigen Experimenten an fragwürdigen Maschinen, wurden fragwürdige Ergebnisse postuliert, nämlich dass ein Proton aus 3 Quarks bestünde und ein Elektron aus Elektron besteht. Die Frage nach dem "Was kann so eine Maschine Namens ATLAS-Detektor eigentlich messen?" liefert sofort die Antwort: Nichts anderes als elektromagnetische Wechselwirkungen, einen elektrischen Strom wenn man so will.

Die besten Maschinen können uns Eines nicht abnehmen: Das Denken.
Warum sollen wir den Meßergebnissen nicht vertrauen?
Wir müssen nur alles richtig interpretieren.
Auch die beste Mathematik muss richtig interpretiert werden.
Woraus besteht denn ein Proton ? Die Quantenphysik sagt es bereits:
Die "Quarks" sind Leptonen so wie Elektronen und Positronen.
Was unterscheidet sie voneinander ? Wahrscheinlich nur Ladung und Drehsinn.
Beides zusammen ergibt die elmag. WW.
Masse ist augenscheinlich gleichzusetzen mit EM-Ladung.
Hannes
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Yukterez » Sa 22. Mär 2014, 20:22

Masse ist augenscheinlich gleichzusetzen mit EM-Ladung.

Na das ist mir ja eine schöne Weltformel.
Vereinheitlichen wir die vier Grundkräfte, indem wir Kraft 4 einfach so zu Kraft 3 machen?
Das Elektron hat die gleiche Ladung wie das Proton, dabei aber weniger Masse.
Das muss man wissen!

Widersprechend,

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Kurt » Sa 22. Mär 2014, 20:26

Yukterez hat geschrieben:muss man wissen!
Widersprechend,


Wissen muss man dass es keine Ladung gibt, es sich bei diesem Ding nur um eine Hilfsvorstellung handelt.
Alle Erklärungen die auf dieser Fehlannahme basieren basieren auf einem -Hirngespinnst-, denn dieses Ding wurde in Hirnen -erschaffen/gesponnen-.


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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Yukterez » Sa 22. Mär 2014, 22:01

Und wo wurde deine Vorstellung ausgeboren?

Bild, Yukterez
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Hannes » Sa 22. Mär 2014, 22:11

Yukterez,
Vereinheitlichen wir die vier Grundkräfte, indem wir Kraft 4 einfach so zu Kraft 3 machen?
Das Elektron hat die gleiche Ladung wie das Proton, dabei aber weniger Masse.
Das muss man wissen!

Dein Einwurf ist gut und sollte man darüber diskutieren. Ich bin leider auch kein Quantenphysiker. Schade, dass in unserem Forum keine Quantenphysiker mitdiskutieren.
Aber weißt du, wie die Quarks innerhalb des Protonkernes zusammenspielen, sodass nur eine Ladung nach Außen wirksam wird ? Zwei up und ein down-Quark ?
Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am Sa 22. Mär 2014, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Yukterez » Sa 22. Mär 2014, 22:17

Das kann ich dir aus dem Gedächtnis zitieren:

Die Stimme der Vernunft hat geschrieben:Die elektrische Ladung der Quarks ist entweder −1/3 oder +2/3 der Elementarladung. Demzufolge haben die gebundenen Zustände (Baryonen, Mesonen) immer ganzzahlige Ladungen. Experimentell (z. B. Millikan-Versuch) gibt es keine Hinweise auf gebrochene Ladungen isolierter Teilchen. Die drittelzahligen Ladungen der in Hadronen gebundenen Quarks lassen sich aber eindeutig aus Streuexperimenten ableiten.

Zitierend, Yukterez
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Hannes » Sa 22. Mär 2014, 22:30

Yukterez,
Die elektrische Ladung der Quarks ist entweder −1/3 oder +2/3 der Elementarladung. Demzufolge haben die gebundenen Zustände (Baryonen, Mesonen) immer ganzzahlige Ladungen. Experimentell (z. B. Millikan-Versuch) gibt es keine Hinweise auf gebrochene Ladungen isolierter Teilchen. Die drittelzahligen Ladungen der in Hadronen gebundenen Quarks lassen sich aber eindeutig aus Streuexperimenten ableiten.

Ich habe schon seit längerem bemerkt, dass du gut informiert bist.
Die nach außen wirksame Ladung ist genau das, was ich mir vorgestellt habe.
Besten Dank für Deinen Einwurf !
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