Die perfekte Energiebilanz

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Kurt » So 24. Mär 2013, 10:20

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wozu brauchst du ein IS?


Über das Postulat, dass c in allen IS konstant ist, kann ich mir ableiten, wie ein Photon an einem Elektron gestreut wird.


Soso, über ein Postulat.
Wie gross ist denn das Photon dass am Elektron gestreut wird bzw. dies direkt trifft?
Es muss doch so klein und unscheinbar sein dass es ungestört bis in die inneren Schichten des Atoms durchdringen kann und genau ein einziges Elektron trifft.

Wie funktioniert die Erzeugung dieses Dings?


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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Harald Maurer » So 24. Mär 2013, 11:20

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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Kurt » So 24. Mär 2013, 12:33

Harald Maurer hat geschrieben:Einige Links zum Compton Effekt als Doppler Effekt:

Der Comton Effekt hat mit Doppler nichts zu tun, die Fehler der Auslegung von dem was da passiert liegen weit tiefer.
Aber auch viel einfacher.


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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » So 24. Mär 2013, 14:54

Von Haralds Links schauen wir uns erst mal das da an.

http://wissen-glaube.homepage.t-online.de/compton-effekt.htm

reflektierte Frequenz/eingestrahlte Frequenz=wurzel[(c-v)/(c+v)]

Diese Formel ist sogar korrekt und lässt sich aus dem Comptoneffekt herleiten.

Jetzt will uns aber der Autor Folgendes weismachen:

Licht trifft auf Elektron und bewirkt, dass es sich mit der Geschwindigkeit v weg bewegt.

Die Rechnung stimmt aber jetzt nur dann, wenn ganz krass gegen die Energieerhaltung verstoßen wird. Denn der Autor geht ja davon aus, dass die Energie des Lichtes kinetische Energie an das Photon überträgt.

Wenn die Energieübertragung allerdings schon stattgefunden hat, wie soll es denn dann möglich sein, dass das Elektron dasselbe Licht wieder mit derselben Frequenz abstößt, mit der es angekommen ist? Außerdem muss ja beim Abstoß auch wieder Impuls an das Elektron übertragen werde, so dass dann auch v wieder nicht stimmt.

Ganz zu schweigen davon, dass er auch noch den relativistischen Dopplereffekt benutzt!

Nein, an diesem Machwerk stimmt ja hint und vorn rein gar nichts.

Nein, so funktioniert die Sache.

Schritt1: Photon wird absorbiert.
Bild

Schritt 2: Photon wird wieder abgestoßen bei Geschwindigkeit u=99/101*c, die allerdings unterhalb von v liegt.

(Hier des Ruhesystem des emittierenden Elektrons)
Bild

Schritt 3: Erst jetzt kann Dopplereffekt angewandt werden bei Geschwindigkeit u=99/101*c.
Die höhere Geschwindigkeit v=9999/10001*c bekommt das Elektron erst, nachdem das Photon wieder weg ist.
Bild
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » So 24. Mär 2013, 14:59

julian apostata hat geschrieben:Von Haralds Links schauen wir uns erst mal das da an.

http://wissen-glaube.homepage.t-online.de/compton-effekt.htm

reflektierte Frequenz/eingestrahlte Frequenz=wurzel[(c-v)/(c+v)]

Diese Formel ist sogar korrekt und lässt sich aus dem Comptoneffekt herleiten.

Jetzt will uns aber der Autor Folgendes weismachen:

Licht trifft auf Elektron und bewirkt, dass es sich mit der Geschwindigkeit v weg bewegt.

Die Rechnung stimmt aber jetzt nur dann, wenn ganz krass gegen die Energieerhaltung verstoßen wird. Denn der Autor geht ja davon aus, dass die Energie des Lichtes kinetische Energie an das Photon überträgt.

Wenn die Energieübertragung allerdings schon stattgefunden hat, wie soll es denn dann möglich sein, dass das Elektron dasselbe Licht wieder mit derselben Frequenz abstößt, mit der es angekommen ist? Außerdem muss ja beim Abstoß auch wieder Impuls an das Elektron übertragen werde, so dass dann auch v wieder nicht stimmt.

Ganz zu schweigen davon, dass er auch noch den relativistischen Dopplereffekt benutzt!

Nein, an diesem Machwerk stimmt ja hint und vorn rein gar nichts.

Nein, so funktioniert die Sache.

Schritt1: Photon wird absorbiert.
Bild

Schritt 2: Photon wird wieder abgestoßen bei Geschwindigkeit u=99/101*c, die allerdings unterhalb von v liegt.

(Hier des Ruhesystem des emittierenden Elektrons)
Bild

Schritt 3: Erst jetzt kann Dopplereffekt angewandt werden bei Geschwindigkeit u=99/101*c.
Die höhere Geschwindigkeit v=9999/10001*c bekommt das Elektron erst, nachdem das Photon wieder weg ist.
Bild


Ach, da fällt mir noch ein, dass hier wieder eine wunderbare Bestätigung der relativistischen Geschwindigkeitsaddition vor liegt.

Durch Absorbtion erhält das Elektron 99/101*c.

Durch Emission wird nochmal derselbe Betrag hinzu addiert, wobei gilt:

""(99/101)*c+(99/101)*c""=9999/10001*c
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Mo 25. Mär 2013, 09:02

Okay, wo bleibt jetzt die alternative Begründung für den Comptoneffekt? Weil das, was uns Harald unter die Nase reiben will, ist ja wohl nur ein schlechter Witz!

http://worlov.wordpress.com/2011/08/16/deutung-des-compton-effekts-mithilfe-des-doppler-effekts/

Wenn die Leitelektronen von der elektromagnetischen Welle mit der Geschwindigkeit v fluchten


Allein der Satz genügt, um sich den Restmüll gar nicht erst anzutun. Da ist keine Spur einer Begründung zu finden, wie die Geschwindigkeit des Elektrons von seiner Masse und von der eingestrahlten Energie abhängen soll.

Die SRT hat eine einfache Begründung, und zwar die Kollission zweier perfekter Billiardkugeln, die man auch schon in der vorrelativistischen Physik berechnen konnte, indem man einfach eine stimmige Energie und Impulsbilanz vor und nach dem Stoß aufstellt.

Der einzige Unterschied zur klassischen Physik ist lediglich der, dass Impuls und Energie relativistisch ermittelt werden, ansonsten funktioniert die Rechnung vorrelativistisch!

Hier führt er uns wieder vor, dass dem eingefleischten “SRT-Kritiker” keine Peinlichkeit zu peinlich ist.

Chief hat geschrieben:Impulserhaltungssatz verletzt


Nein, Leute, es ist kein Argument zu zeigen, dass man das Ergebnis einer einfachen Addition nicht überprüfen kann.

Chief hat geschrieben:PS: Wie wirkt sich Compton-Effekt auf die kosmologische Rotverschiebung aus?


Überhaupt nicht, warum sollte er das tun?
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Mo 25. Mär 2013, 12:42

Auch in diesem Machwerk braucht man spätestens ab dieser Stelle nicht mehr weiterlesen (Seite 3 oben)

http://vixra.org/pdf/0908.0060v1.pdf

Setzt man nämlich hier wieder den Streuwinkel 180 Grad, so steht da fälschlicherweise:

l’=[(c+v)/(c-v)]*l

Richtig wäre:

l’=wurzel[(c+v)/(c-v)]*l

Mit anderen Worten:

Wenn das Elektron mit 0,6*c flüchtet, dann vervierfacht sich die reflektierte Wellenlänge nicht, nein sie verdoppelt sich nur. Es widerspricht also voll den Beobachtungsergebnissen, was unser Troll da oben behauptet.

Chief hat geschrieben:Soll das heißen dass die Behauptung oben nicht stimmt?


Deine Behauptung stimmt nicht und wenn du addieren könntest, würdest du das selbst erkennen.
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Di 26. Mär 2013, 00:37

Und jetzt klicken wir mal da drauf,

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=379&start=0

Und schauen wir uns mal nur das zweite Bildchen von rechts in der unteren Reihe an.

Bild

Wenn das nun tatsächlich zuträfe, dass die Kraft auf ein elektrisch geladenes Teilchen gemäß dem Gesetz m*a=m*g*wurzel(1-v²/c²) nachließe, welche Gleichungen ergäben sich dann für Weg, Zeit und Beschleunigung im homogenen elektrischen Feld?

Die mathematische Lösung ist da relativ einfach, da ergibt sich ein System aus Stammfunktion, 1.Zeitableitung und 2. Zeitableitung.

g sei die Beschleunigung bei v=0

(1) s=(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]
(2)v=c*sin(g*t/c)
(3)a=g*cos(g*t/c)=g*wurzel(1-v²/c²)

v=g*t/wurzel(1+g²*t²/c²) (relativistisch)
v=g*t(klassisch)

Und jetzt schauen wir uns mal im Plotter an, wann c erreicht (bei g=c/1Stunde)wird bei

Klassische Physik (blau): x
Trollphysik (rot): sin(x)
Relativistische Physik(grün): x/sqrt(1+x^2)

Zusätzlich noch rot eingesetzt ist die wirksame Beschleunigung der Trollphysik, die sich von zunächst voller Beschleunigung auf 0 absenkt (cos(x))

Auf der x-Achse haben wir die Zeit in Stunden auf der y-Achse die Geschwindigkeit (c=1)

Bild

Die klassische Physik schafft das Rennen in 1 Stunde, die Trollphysik in (PI/2) Stunden (trotz 0 Beschleunigung am Ende!) und die relativistische Physik überhaupt nicht.

Oben postulierter Zusammenhang funktioniert also nicht, wenn es um eine Erklärung geht, warum c nicht erreicht wird.

Der Sinus macht euch einen Strich durch die Rechnung. Da solltet ihr eure Standardfolklore noch mal gründlich überdenken!
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Di 26. Mär 2013, 11:23

Chief hat geschrieben:1. Was war mit Impulserhaltungssatz (siehe oben)?


Genau das schauen wir uns mal an, wie der Impuls in der Trollphysik ausschaut.

Dort wirkt nämlich eine ständig abnehmende Kraft (nach unten gebogene rote Linie) während der Zeit, in der das geladene Teilchen c erreicht.

Und diese abnehmende Kraft muss man in die Impulsbilanz mit aufnehmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Impuls

An dieser Skizze sieht man, wie der Impuls funktioniert, nämlich indem man einfach die Kraft-Zeitfläche ausrechnet und das ist übrigens auch noch klassische Physik!

Bild

Nun ist diese Fläche gemäß Trollphysik begrenzt, den ab c soll es ja keine Beschleunigung mehr geben, mehr als m*c ist nicht drin.

In der relativistischen Physik dagegen kommt man zu nahezu unendlichen Flächen, weil man unendlich lang beschleunigen muss, ohne c jemals zu erreichen, man kriegt eine unendliche Kraft-Zeitfläche.

Fügt man diesen relativistischen Impuls in den Comptoneffekt ein, so stimmen die Bilanzen…

…die Trollphysik versagt dagegen jämmerlich!
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Mi 27. Mär 2013, 10:34

Highway hat geschrieben:v ist eben nicht g*t du Maulheld!


Dass dieser Blindgänger die Differientialrechnung ( geht übrigens auf Newton zurück) nicht nachvollziehen kann, ist sowieso klar, wenn es eh schon bei einfachen Rechenoperationen hapert.

julian apostata hat geschrieben:Und jetzt klicken wir mal da drauf,

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=379&start=0
g sei die Beschleunigung bei v=0

(1) s=(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]
(2)v=c*sin(g*t/c)
(3)a=g*cos(g*t/c)=g*wurzel(1-v²/c²)


Wer meinen Rechnungen nicht glaubt kann auch Folgendes probieren.

http://www.ableitungsrechner.net/

Die Stammfunktion (also den Weg) eingeben.

(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]

Und dann nur noch (Optionen) Ableitungsvariable t wählen und darunter bis Ableitung 2 eingeben.

Man sieht an der 1. und 2. Zeitableitung, dass die “Trollforderung” (wegen des Zusammenhang Sinus-Kosinus) hervorragend erfüllt ist, also a=g*wurzel(1-v²/c²)

Hier noch mal die “Pseudoableitung” der “Trollforderung”

Bild

Seit Sommer 2011 steht die unwidersprochen im Forum und jetzt auf einmal kommen Chief und Highway daher, wollen die Unschuldslämmer spielen und mit diesem Schwachsinn (jetzt, wo ich die Forderung mathematisch unter die Lupe genommen habe) nichts mehr zu tun haben!


Schaun’mer uns doch noch mal ein Weg-Zeit-Diagramm an, welches sich zwingend aus der “Trollforderung” ergibt.

(blau=klassisch rot=trollig grün=relativistisch)(blau hat nach 1h c erreicht, rot nach 1,57h, grün braucht einen unendlichen Beschleunigungsweg)

x^2/2
1-cos(x)
sqrt(1+x^2)-1
Bild

Analog nun zum Impuls (das geht auch klassisch) ermittelt sich die Energie über eine Weg-Kraft-Fläche.

Diese Fläche ist bei klassisch und trollisch wegen des begrenzten Beschleunigungweges begrenzt und steigt bis c nicht über m*c²/2

Wie soll bei dieser geringen Energie beim Zusammenstoß zweier Protonen ein Teilchen mit über 100 Protonenmassen entstehen (Higgsboson)?

Die SRT kommt hier in keinen Erklärungsnotstand, da der Beschleunigungsweg vor c unendlich wird und damit auch die Weg-Kraft-Fläche.
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