Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » Sa 21. Mär 2009, 14:17

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich habe gesagt:

a) Wenn ich auf der Erdoberfläche ruhe, dann ist meine Relativgeschwindigkeit zum Lichtstrahl c.

b) Wenn ich mich auf der Eroberfläche zum Lichtstrahl bewege, dann ist meine Relativgeschwindigkeit zum Lichtstrahl
c + v (v ist meine Geschwindigkeit auf der Erdoberfläche).

Sie haben geschrieben:
Wenn ich z.B. am Straßenrand stehe und ein Auto mit Scheinwerfern auf mich zufährt, dann ruhe ich relativ zum Lichtstrahl.

Das heisst nichts anderes, als dass die Relativgeschwindigkeit zwischen ihnen und dem Lichtstrahl Null ist. Und das ist offensichtlich nicht der Fall.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 21. Mär 2009, 14:39

contravariant hat geschrieben:
Sie haben geschrieben:
Wenn ich z.B. am Straßenrand stehe und ein Auto mit Scheinwerfern auf mich zufährt, dann ruhe ich relativ zum Lichtstrahl.

Das heisst nichts anderes, als dass die Relativgeschwindigkeit zwischen ihnen und dem Lichtstrahl Null ist. Und das ist offensichtlich nicht der Fall.



Ich habe geschrieben: viewtopic.php?f=6&t=32&start=1140#p3012


Wenn ich z.B. am Straßenrand stehe und ein Auto mit Scheinwerfern auf mich zufährt, dann ruhe ich relativ zum Lichtstrahl.
Wenn ich mich auf das Auto zu bewege, dann bewege ich mich relativ zum Lichtstrahl. Einverstanden?
[…]
Wieder kann man nur paarweise die Relativgeschwindigkeiten zwischen den 3 Objekten ermitteln:
[…]
Beobachter/Lichtstrahl:

- Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden c.
- Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche sich bewegt ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden c + v


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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Ernst » Sa 21. Mär 2009, 15:09

Lieber Ljudmil,

scharo hat geschrieben: dort handelt es sich um Corioliskraft und - s.o. - sie existiert nur bei vR, somit hat sich der Autor das Suffix erspart.

Das ist kompletter Unsinn.

Du würdest nicht so einen hanebüchenen Unfug schreiben, würdest Du wenigstens mal in Wiki lesen, :
Wikipedia hat geschrieben:Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass die Corioliskraft nur bei radialen Bewegungen, also bei solchen, die entweder vom Mittelpunkt weg oder zu ihm hin gerichtet sind, wirkt. Tatsächlich wirkt sie bei beliebigen horizontalen Bewegungen auf der Drehscheibe, steht jeweils senkrecht auf der Bewegungsrichtung und hat jeweils den gleichen Betrag.


Oder mal speziell unter Physik nachliest:
http://www.systemdesign.ch/index.php?title=Corioliskraft:

Richtung der Corioliskraft
Die Corioliskraft wird oft am Beispiel der auf einem Drehteller rollenden Kugel eingeführt. Vom Bezugssystem Drehteller aus gesehen, wirken dann drei Kräfte (die Zentrifugalkraft, die Corioliskraft und eine Haftreibung) in horizontaler Richtung auf die Kugel ein. Auf einer entsprechend komplizierten Bahn bewegt sich die Kugel von der Mitte des Tellers weg. Dieses Experiment führt zusammen mit einer mangelhaften Herleitung zur völlig unsinnigen Aussage, dass die Corioliskraft nur bei einer Radialbewegung auftritt (vergl. dazu Motorrad auf Karussell).

Motorrad au einem Krussel!!!

Der „kreuz“ bedeutet nur Vektorprodukt und hat mit senkrecht nichts zu tun.

Das ist mathematischer Analphabetismus. Der Produktvektor steht senkrecht auf den beiden Vektorfaktoren. Also F_c steht senkrecht auf v und senkrecht auf ω .

Trigemina hat geschrieben:Wie du die SRT und klassische Mechanik interpretierst, hast du schon mehrfach zum Entsetzen der übrigen Diskutanten illustriert.

Da spricht sie mir aus der Seele.
Natürlich haben diejenigen, die ein Fachgebiet gelernt haben, die Fachleute eben, ein besseres Wissen als die mehr oder weniger Laien. Und so haben Trigemina, Marco, Joachim eben ein besseres Wissen zur SRT als Du und ich. Zum Entsetzen der meisten schreibst Du dagegen, die Relativisten und sogar Einstein haben die SRT nicht verstanden.
Geauso haben die Fachleute der Technischen Mechanik auf ihrem Fachgebiet ein höheres Wissen als manche spezialisierten Physiker und als Laien. Zum Entsetzen der Fachleute hier schreibst Du dgegen, die Ingenieure hier hätten die Corioliskraft nicht verstanden.

Na Glückwunsch, du bist der einzige, der die SRT und die Technische Mechanik beherrscht.

Das ist ganz einfach physikalischer Autismus.

Ljudmil, ich will Dich damit beileibe nicht beleidigen. Du weißt, daß ich Dich persönlich schätze. Aber all das ist jetzt mein objektives Empfinden.

Ich breche daher jegliche fachliche Diskussion mit Dir hiermit ab.

Liebe Grüße
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am So 22. Mär 2009, 11:54, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Coriolis und Privatphysik

Beitragvon Faber » Sa 21. Mär 2009, 16:10

scharo hat geschrieben:Der „kreuz“ bedeutet nur Vektorprodukt und hat mit senkrecht nichts zu tun.

Das Kreuzprodukt, das auch Vektorprodukt genannt wird, ist ein Produkt zweier Vektoren A und B. Das Vektorprodukt ist seinerseits ein Vektor, dessen Richtung sowohl senkrecht zu A als auch senkrecht zu B ist. Die Orientierung ergibt sich mithilfe der Rechte-Hand-Regel. Der Betrag entspricht der Fläche des Parallelogramms, das von A und B aufgespannt wird. Das Vektorprodukt ist der Nullvektor, wenn A und B parallel sind.

Allem Anschein nach verwechseln Sie das Kreuzprodukt mit dem Punktprodukt, das auch Skalarprodukt genannt wird und das ein Produkt zweier Vektoren A und B ist. Das Skalarprodukt ist ein Skalar. Es ist die Summe der Produkte der kartesischen Komponenten der beiden Vektoren. Das Skalarprodukt verschwindet, wenn A und B senkrecht zueinander stehen.

Grundlegendes zur Vektorrechnung hier.

Gruß
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Ernst » Sa 21. Mär 2009, 16:23

Bruno hat geschrieben:oder verwendest du hier ein Privatalphabet?

Ja

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » Sa 21. Mär 2009, 16:27

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Wenn ich z.B. am Straßenrand stehe und ein Auto mit Scheinwerfern auf mich zufährt, dann ruhe ich relativ zum Lichtstrahl.[1]
Wenn ich mich auf das Auto zu bewege, dann bewege ich mich relativ zum Lichtstrahl. Einverstanden?
[…]
Wieder kann man nur paarweise die Relativgeschwindigkeiten zwischen den 3 Objekten ermitteln:
[…]
Beobachter/Lichtstrahl:

- Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden c.[2]
- Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche sich bewegt ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden c + v


Jocelyne Lopez

Nichts anderes habe ich behauptet. Und [1] ist falsch und widerspricht auch [2]. Ausserdem sollten sie mal erklären, warum das Licht sich ausgerechnet im System der Erdoberfläche mit c bewegt.
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Re: Coriolis und Privatphysik

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 21. Mär 2009, 17:47

Hallo,

scharo hat geschrieben:
Auf der rotierende Erde hat die Corioliskraft im allgemeinen eine Horizontal- und eine Vertikalkomponente. Wenn die Bewegung auf der Oberfläche erfolgt, [b]wirkt die Corioliskraft am Pol nur horizontal, am Äquator nur radial


diese Aussage ist so nicht richtig. Die Corioliskraft wirkt am Pol in horizontaler Richtung viel stärker als am Äquator, aber auch am Äquator gibt es die Corioliskraft in horizontaler Richtung.

Die Corioliskraft wirkt wegen der Kugelform der Erde je nach Entfernung vom Äquator
unterschiedlich stark. Sie ist am Äquator am geringsten und am Pol am stärksten. Der Grund:
Entfernt man sich ein Stück vom Äquator weg, dann ändert sich der Erdumfang und damit die
Oberflächengeschwindigkeit der Erde nur wenig. Die Corioliskraft wirkt nur schwach. Das
andere Extrem findet sich am Pol. Entfernt man sich die gleiche Strecke vom Pol, dann ist die
Veränderung des Erdumfangs am größten, die Corioliskraft wirkt am stärksten. Zwischen
diesen beiden Extremen gestalten sich die Übergänge gleitend.


http://www.darc.de/distrikte/l/texte/Corioliskraft.pdf

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 21. Mär 2009, 18:26

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wenn ich z.B. am Straßenrand stehe und ein Auto mit Scheinwerfern auf mich zufährt, dann ruhe ich relativ zum Lichtstrahl.[1]
Wenn ich mich auf das Auto zu bewege, dann bewege ich mich relativ zum Lichtstrahl. Einverstanden?
[…]
Wieder kann man nur paarweise die Relativgeschwindigkeiten zwischen den 3 Objekten ermitteln:
[…]
Beobachter/Lichtstrahl:

- Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden c.[2]
- Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche sich bewegt ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden c + v


Nichts anderes habe ich behauptet. Und [1] ist falsch und widerspricht auch [2].


Ähh????

Das Licht bewegt sich zur Erdoberfläche mit c.
Ein Beobachter ruht auf der Erdoberfläche.
Ein Beobachter bewegt sich auf der Erdoberfläche mit v.

Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Lichtstrahl:

a) In dem Fall wo der Beobachter zur Erdoberfläche ruht (d.h. Geschwindigkeit zur Erdoberfläche = 0), dann Relativgeschwindigkeit zwischen Lichtstrahl und Beobachter: c + 0 = c.

b) In dem Fall wo der Beobachter sich zur Erdoberfläche bewegt (d.h. Geschwindigkeit zur Erdoberfläche = v), dann Relativgeschwindigkeit zwischen Lichtsstrahl und Beobachter: c + v.

Wo ist Dein Problem?


contravariant hat geschrieben:
Ausserdem sollten sie mal erklären, warum das Licht sich ausgerechnet im System der Erdoberfläche mit c bewegt.


Weil es per Konvention festgesetzt wurde, nachdem man c experimentell immer auf der Erdoberfläche gemessen hat (auf einer Laborstrecke von ein paar Metern). Die Lichtgeschwindigkeit wurde nie anders gemessen als auf der Erdoberfläche, ich kann nichts dafür.

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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Ernst » Sa 21. Mär 2009, 20:05

Bruno hat geschrieben:Ist das ein Scherz, oder ist das ernst gemeint?

Ist diese Frage ernst oder Scherz?
Seine Erde im Zentrum und darum rotierende Sonne. Wer weiß? :D
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » Sa 21. Mär 2009, 20:28

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ähh????

Das Licht bewegt sich zur Erdoberfläche mit c.
Ein Beobachter ruht auf der Erdoberfläche.
Ein Beobachter bewegt sich auf der Erdoberfläche mit v.

Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Lichtstrahl:

a) In dem Fall wo der Beobachter zur Erdoberfläche ruht (d.h. Geschwindigkeit zur Erdoberfläche = 0), dann Relativgeschwindigkeit zwischen Lichtstrahl und Beobachter: c + 0 = c.

b) In dem Fall wo der Beobachter sich zur Erdoberfläche bewegt (d.h. Geschwindigkeit zur Erdoberfläche = v), dann Relativgeschwindigkeit zwischen Lichtsstrahl und Beobachter: c + v.

Wo ist Dein Problem?

Dass sie weiter oben behaupten, dass im Fall a) der Beobachter relativ zum Lichtstrahl ruht.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Weil es per Konvention festgesetzt wurde, nachdem man c experimentell immer auf der Erdoberfläche gemessen hat (auf einer Laborstrecke von ein paar Metern). Die Lichtgeschwindigkeit wurde nie anders gemessen als auf der Erdoberfläche, ich kann nichts dafür.

Auch das ist falsch. Aus sowohl experimentellen alsauch theoretischen Beobachtungen ist bekannt, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine Konstante ist, die in jedem Inertialsystem gleich ist. Das wurde nicht "festgelegt".
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