julian apostata hat geschrieben:Also, irgendwie sind Haralds Rechenmethoden einfach nur grauenerregend.
Meine Rechenmethode ist die LT ! Und die ist wirklich grauenerregend!
Die Koordinatenursprünge beider Systeme fallen zusammen:
Erde misst Myon in 10 km Entfernung, also
x=10 km, t=0
Und nun wende die komplette LT an! Dann wird sich ergeben, dass das Myon in seinem System auf der Koordinate
x’=288,71844561km entstehen wird! Und zwar 0,00096248323412 s später, nachdem sich die Erde in Bewegung Richtung Myon setzt. Und nur Einstein weiß, warum sie das tun sollte, obwohl noch kein Myon existiert! Und auch keines existieren wird. Weil das Myon sich nicht bis zu x'=288,71844561km mit der Erde mit bewegen wird.
Ich erkläre mal den Unterschied:
Auf der Erde steht ein 10 km hoher Turm. Dieser Turm ruht im Koordinatensystem der Erde, an seiner Spitze befindet sich ein Teilchen, das zur Zeit t=0 fallen gelassen wird und nun mit v=-0,9994 c zum Turmboden saust und nach 0,000033376435381 s dort ankommt. Die Ausgangswerte für die LT für das Ereignis Ankunft am Turmboden sind:
x=0, t=0,000033376435381 s
Das Ergebnis aus der LT ist:
x’= 288,71844561km, t'=0,0009636392543225 s
Das Teilchen wurde im System S' fallen gelassen zur Zeit t'=0,00096248323412 s und kommt bei t'=0,0009636392543225 also nach 0,0000011560202025 s an, hat also mit v=0,9994 c eine Strecke von 346,3582 km zurückgelegt. Aha, die Strecke samt Turm hat sich für das Teilchen verkürzt, werden wir sagen, also Längenkontraktion der SRT hat zugeschlagen! Im System S' hat sich das auf der Koordinate x’= 288,71844561 km abgespielt.
Jetzt lassen wir den Turm weg, und da ruht auch kein Teilchen, sondern es rast eines bereits auf die Erde zu, und als es 10 km weit entfernt ist, legen wir fest, es sei in diesem Moment t=0 und das Teilchen kommt nach 0,000033376435381 s am Erdboden an. Die Ausgangswerte für die LT sind demnach dieselben wie vorhin:
x=0, t=0,000033376435381 s
und es wird nicht überraschen, dass auch das Transformationsergebnis dasselbe sein wird wie vorhin!
Worin besteht aber nun ein Unterschied?
Im ersten Fall ist das Teilchen am Turm befestigt, bewegt sich mit der Erde zur Koordinate x’= 288,71844561 km mit und kann daher dort problemlos auch 0,00096248323412 s später im System S' fallen gelassen werden. Und damit könnte man auch ZD und LK bestätigen, wenn es gar nicht am Turmboden ankommen könnte, aber es dennoch tut.
Im zweiten Fall kommt das Teilchen bereits samt seinem Bezugssystem daher gesaust und wir messen den Raum dazwischen zur Zeit t=0 gerade mit 10 km. Das Teilchen ist nirgendwo befestigt und bewegt sich mit der Erde daher nicht mit bis zur Koordinate x’= 288,71844561 km. Da ist das Teilchen also
nicht, und kann daher auch nicht nach 346 m am Erdboden ankommen. Denn Erde und Teilchen sind längst aneinander vorbei gerauscht!
Wer den Unterschied nicht erkennt, wird mit dem mathematischen Resultat aus dem zweiten Szenario die ZD und LK als bestätigt sehen und das ist freilich ein Irrtum, denn da gibt es ja keinen Turm, auf welchem ein Myon gewartet hätte, bis es zwecks Messung fallen gelassen wird! Das Resultat aus der LT träfe also nur im ersten Szenario zu!
Das Märchen von der ZD bei Myonen kann daher mit der LT nicht verifiziert werden. Und einfach ZD oder LK anzunehmen, wie man's braucht, geht schon gar nicht! Die SRT besteht aus der LT. Und diese zeigt, dass diese ZD und LK an den Haaren herbeigezogen sind, bzw. falsch berechnet werden, indem man einfach diese 10 km der Kontraktionsformel unterwirft und andererseits einfach eine ZD postuliert.
Das Myon, das auf die Erde fällt, ist geradezu exzessiv beschleunigt. Das ist eine Absolutbewegung. Zerfällt es dadurch langsamer, handelt es sich daher um einen Absoluteffekt.
Grüße
Harald Maurer