Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Doppler-Effekt

Beitragvon McDaniel-77 » Do 10. Jul 2014, 23:09

Eben Yukterez!

Yukterez hat geschrieben:Es sei denn wir würden uns relativ zum Hubbleflow sehr schnell bewegen, aber 0.5c reichen noch lange nicht aus um aus der Mikrowellenstrahlung eine Gammastrahlung zu machen...

Selbst bei 99 % c würde sich die Wellenlänge nicht um 10-12 Zehnerpotenzen verschieben!
Wiki Quatsch hat geschrieben:Doppler-Effekt und astronomische Rotverschiebung
Auch wenn die zu beobachtenden Auswirkungen von Doppler-Effekt und astronomischer Rotverschiebung identisch sind (Verminderung der beobachteten Frequenz der elektromagnetischen Strahlung eines Sterns oder einer Galaxie), so dürfen beide trotzdem nicht verwechselt werden, da sie gänzlich andere Ursachen haben. Der relativistische Doppler-Effekt ist nur dann Hauptursache für die Frequenzänderung, wenn sich Sender und Empfänger wie oben beschrieben durch die Raumzeit bewegen und ihr Abstand so gering ist, dass die Ausdehnung des zwischen ihnen liegenden Raumes im Verhältnis gering ist. Ab einer bestimmten Entfernung überwiegt bei weitem jener Anteil, der durch die Ausdehnung der Raumzeit selbst hervorgerufen wird, so dass der Anteil des hier diskutierten Doppler-Effekts gänzlich vernachlässigt werden kann.

Aber wie man liest, ist nicht die tatsächliche Fluchtgeschwindigkeit relevant, sondern das Nichts zwischen einer Galaxie und der Erde, das Nichts dehnt sich aus und dehnt dabei die EM-Strahlung, da EM-Strahlung durch Nichts übertragen wird. Dehnt man das Nichts, expandiert die Wellenlänge. :D Logisch, oder!?

So einen hirnverbrannten Unsinn muss man lesen und bekommt das auch noch als wissenschaftlich fundiert aufgetischt, nur weil diese sog. Wissenschaftler von Plasma-Physik, Rotverschiebung, Raman-Effekt, Stokes-Verschiebung, Plasma-Rotverschiebung im Allgemeinen, noch nie etwas gehört haben. Altes vergammeltes und völlig überholtes Wissen wird heute noch als aktueller Stand der Wissenschaft verkauft, weil ansonsten das komplette Luftschloss der Mainstream-Kosmologie nebst Urknall-Kram in sich zusammen fallen würde.

Beste Grüße

McDaniel-77
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon McDaniel-77 » Do 10. Jul 2014, 23:45

Guten Abend Spacerat,

ich möchte zu erst noch etwas zum Doppler-Effekt klarstellen. Weder bei Schall, die Kettenreaktion von EM-WW zwischen Atomen und Molekülen, noch bei der nackten EM-WW (EM-Strahlung), hat die Bewegung des Senders etwas mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit zu tun. Ein Überschallflugzeug mit einer Hupe vorne dran hört man nicht hupen, erst wenn es vorbei geflogen ist, hört man das Flugzeuggeräusch und die Hupe mit Doppler-Verzerrungen.
Für EM-Strahlung gilt dasselbe, allerdings wissen wir nicht, was passiert, wenn tatsächlich absolute Geschwindigkeiten in den Bereich der Lichtgeschwindigkeit gelangen. Wie gesagt, das schnellste was wir so packen sind rund 300 km/s.

Die absolute Geschwindigkeit zu messen ist eine Kunst, ein geeignetes Experiment ist nicht so einfach zu konstruieren, da unsere Messtechnik ja ebenfalls von der Geschwindigkeit beeinflusst. Das zu Messende und das Messende basiert auf der EM-WW. Das ist als ob man die Länge eines Meterstabes mit dem selben Meterstab abmessen will, das funktioniert nicht so einfach. ;)

Du liegst richtig mit der Abhängigkeit vom Medium, also EM-Strahlung ist in Wasser nur mit 75% c unterwegs. Allerdings ist die Ursache aller Wechselwirkungen die EM-WW. Es gibt keine anderen Wechselwirkungen. Die EM-WW reagiert allen Anschein nach maximal mit c, wenn keine Störeffekte dazu kommen. Deshalb ist die absolut höchste Geschwindigkeit auch c, denn alles was man irgendwie beschleunigen kann, wird ursächlich durch EM-WW beschleunigt und die EM-WW wirkt eben nur mit c.

Hypothetische Rotation
Man kann einen Körper nicht mal ansatzweise mit absolut hoher Geschwindigkeit rotieren, selbst die stabilsten Materialien zerbersten bereits bei Winkelgeschwindigkeiten, welche letztlich nur zu einer Rotationsgeschwindigkeit am Rand des Material im m/s-Bereich liegen - Trennscheiben, CDs.
- CD Exploding 23000 rpm https://www.youtube.com/watch?v=SrwKDLmNyhE
Eine CD zerspringt schon, wenn sich die Außenkante mit nicht mal 150 m/s bewegt!

Spacerat hat geschrieben:Sonnenuhren sind afaik maximal nur Minuten genau, man kann von einem Tag auf den nächsten nicht mal genau jenen Zeitpunkt bestimmen, wann denn nun die Sonne wieder genau im Zenit steht.

Anders herum wird ein Schuh draus, wenn die Sonne am höchsten steht ist es mittags um 12:00 Uhr. Es spielt keine Rolle was irgendeine störungsanfällige Atomuhr oder eine Pendeluhr anzeigt. Zehn Jahre sind vergangen, wenn die Erde zum elften Mal in Folge um die Sonne bewegt hat. Es spielt absolut keine Rolle was irgend ein hypothetischer Zwilling in seinem gestörten Raumschiff beobachtet hat, wenn er wieder zurück kommt, sind 10 Jahre vergangen. Zeit ist also ursächlich an Bewegung gekoppelt, in unserem menschlichen Weltbild an die Bewegung der Erde im Sonnensystem. Ein Monat ist z.B. dann vorbei, wenn der Mond wieder als Vollmond zu sehen ist.
Allerdings ist es so, dass sich die Erde um über 360° drehen muss, bis genau ein Tag vorbei ist, denn die Erde bewegt sich noch auf der Bahn um die Sonne. Also sagen wir 361° pro Tag, dann entspricht 1° etwa 239,33518 Sekunden.

Martin Grusenick's Experiment ist sehr interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=7T0d7o8X2-E
Aber damit ich dazu Genaueres sagen kann, müsste man die Ausrichtung der Apparatur kennen, zu welcher Tageszeit und wo auf der Erde er das Experiment durchgeführt hat. Dann müsste man das Experiment am Äquator wiederholen und in einem Flugzeug das gegen die Erddrehung flieg und auf der ISS und auf der Drehachse der Erde. Schon würde man eine plausible Erklärung finden.

Gelänge eine simple Einweg-Lichtgeschwindigkeits-Messung, dann wäre es relativ einfach die absolute Geschwindigkeit zu messen.

Liebe Grüße, es macht Spaß mit Dir zu diskutieren!

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Zuletzt geändert von McDaniel-77 am Fr 11. Jul 2014, 13:23, insgesamt 2-mal geändert.
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m/s oder ms⁻¹?

Beitragvon Yukterez » Fr 11. Jul 2014, 11:46

McDaniel hat geschrieben:selbst die stabilsten Materialien zerbersten bereits bei Winkelgeschwindigkeiten im m/s-Bereich.

Winkelgeschwindigkeit wird doch in Radianten/sek angegeben, was meinst du mit m/s? Meter/Sekunde oder Radiant/Millisekunde? Letzteres wäre einleuchtender, ist aber wiederum mit dem Bruchstrich unvereinbar. Ich nehme an das ist ein Tippfehler, denn die Oberflächenrotationsgeschwindigkeit kann ja nicht gemeint sein, die ist schon auf der Erde ein paar 100 m/s.

Sicherheitshalber nachfragend,

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Re: m/s oder ms⁻¹?

Beitragvon McDaniel-77 » Fr 11. Jul 2014, 13:18

Ja richtig Yukterez,

Danke für den Hinweis, natürlich wird die Winkelgeschwindigkeit nicht in m/s angegeben, höchstens in °/s.

Ich korrigiere

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Die Zerreissprobe

Beitragvon Yukterez » Fr 11. Jul 2014, 13:25

°/s geht auch, aber wenn man rad/s = m/m/sek = 1/s nimmt kann man die Winkelgeschwindigkeit einfach mit dem Radius in m multiplizieren und erhält die Oberflächengeschwindigkeit in m/s. Bei ° muss man noch mit π/180 multiplizieren - eine unnötige Arbeit wie ich finde. Aber es stimmt wohl, bei zu hohen Drehgeschwindigkeiten wird die Zentrifugalkraft ab einem gewissen Radius einfach zu hoch, irgendwann zerreisst es auch das beste Eisen.

In Deckung gehend,

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Re: Die Zerreissprobe

Beitragvon Ernst » Fr 11. Jul 2014, 14:09

Yukterez hat geschrieben:°/s geht auch, aber wenn man rad/s = m/m/sek = 1/s nimmt kann man die Winkelgeschwindigkeit einfach mit dem Radius in m multiplizieren und erhält die Oberflächengeschwindigkeit in m/s. Bei ° muss man noch mit π/180 multiplizieren - eine unnötige Arbeit wie ich finde.

Wenn wir schon bei Formalismen sind:
Es heißt nicht Oberflächengeschwindigkeit, sondern Umfangsgeschwindigkeit.
.
.
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Der ewige Besserwisser

Beitragvon Yukterez » Fr 11. Jul 2014, 14:19

Ernst hat geschrieben:Es heißt nicht Oberflächengeschwindigkeit, sondern Umfangsgeschwindigkeit.

Kleiner Tippfehler der im Kontext untergehen sollte, im vorletzten Beitrag schrieb ich ja schon "Oberflächenrotationsgeschwindigkeit". Diese bezieht sich wenn man nichts anderes dazu sagt immer auf den Äquator.

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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon Manamana » Fr 11. Jul 2014, 16:54

Spacerat hat geschrieben:Die SRT macht das im Übrigen auch nicht, bei ÜLG verliert sie lediglich ihren Gültigkeitsbereich und geht in die ART über (so ungefähr jedenfalls mein Verständnis dazu).

Verständnis mangelt also auch hier. Die ART ist mit der SRT "kompatibel" c ist auch dort die Grenze.
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Impuls versus Kraft

Beitragvon Yukterez » Fr 11. Jul 2014, 17:03

Die Geschwindigkeit ist für den menschlichen Körper nicht das Problem, sondern die Beschleunigung; deswegen spricht man auch davon, wieviel g der Pilot ausgesetzt ist wenn es um seine Belastung geht. Das Flugzeug hingegen ist natürlich auch dem direkten Luftwiderstand ausgesetzt, aber im Weltall wäre das egal.

m/sek im Gegensatz zu m/sek² für harmlos haltend,

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Keiner holt ein Photon ein

Beitragvon Yukterez » Fr 11. Jul 2014, 17:16

Spacerat hat geschrieben:Man muss ja nicht unbedingt so "gesundheitsschädigend" beschleunigen, dann dauert es halt länger bis LG erreicht oder überschritten wird.

1g reicht vollkommen: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilatation#Reise_zu_entfernten_Sternen

Spacerat hat geschrieben:Die SRT macht das im Übrigen auch nicht, bei ÜLG verliert sie lediglich ihren Gültigkeitsbereich und geht in die ART über

Sagen wir mal so: im flachen Minkowskiraum der SRT kann niemand der Masse hat auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. In der ART können die Raumzeitkoordinaten, so wie hinter dem Schwarzschildradius eines schwarzen Lochs oder hinter der Hubblegrenze, zwar auf über c relativ zum Beobachter kommen, aber weil eben doch keiner mit über c gegen diesen Strom anschwimmen kann, liegen diese Bereiche auch hinter dem aktuellen Ereignishorizont. Das heißt, es kann sich keiner mit v>c dir annähern, egal wie du es anstellst. Die SRT ist der Spezialfall der ART für solche Fälle, wo Gravitation und universelle Expansion vernachlässigt werden dürfen.

c als absolute Grenzgeschwindigkeit bestätigend,

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