Guten Abend Spacerat,ich möchte zu erst noch etwas zum Doppler-Effekt klarstellen. Weder bei Schall, die Kettenreaktion von EM-WW zwischen Atomen und Molekülen, noch bei der nackten EM-WW (EM-Strahlung), hat die Bewegung des Senders etwas mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit zu tun. Ein Überschallflugzeug mit einer Hupe vorne dran hört man nicht hupen, erst wenn es vorbei geflogen ist, hört man das Flugzeuggeräusch und die Hupe mit Doppler-Verzerrungen.
Für EM-Strahlung gilt dasselbe, allerdings wissen wir nicht, was passiert, wenn tatsächlich absolute Geschwindigkeiten in den Bereich der Lichtgeschwindigkeit gelangen. Wie gesagt, das schnellste was wir so packen sind rund 300 km/s.
Die absolute Geschwindigkeit zu messen ist eine Kunst, ein geeignetes Experiment ist nicht so einfach zu konstruieren, da unsere Messtechnik ja ebenfalls von der Geschwindigkeit beeinflusst. Das zu Messende und das Messende basiert auf der EM-WW. Das ist als ob man die Länge eines Meterstabes mit dem selben Meterstab abmessen will, das funktioniert nicht so einfach.
Du liegst richtig mit der Abhängigkeit vom Medium, also EM-Strahlung ist in Wasser nur mit 75% c unterwegs. Allerdings ist die Ursache aller Wechselwirkungen die EM-WW. Es gibt keine anderen Wechselwirkungen. Die EM-WW reagiert allen Anschein nach maximal mit c, wenn keine Störeffekte dazu kommen. Deshalb ist die absolut höchste Geschwindigkeit auch c, denn alles was man irgendwie beschleunigen kann, wird ursächlich durch EM-WW beschleunigt und die EM-WW wirkt eben nur mit c.
Hypothetische RotationMan kann einen Körper nicht mal ansatzweise mit absolut hoher Geschwindigkeit rotieren, selbst die stabilsten Materialien zerbersten bereits bei Winkelgeschwindigkeiten, welche letztlich nur zu einer Rotationsgeschwindigkeit am Rand des Material im m/s-Bereich liegen - Trennscheiben, CDs.
- CD Exploding 23000 rpm
https://www.youtube.com/watch?v=SrwKDLmNyhEEine CD zerspringt schon, wenn sich die Außenkante mit nicht mal 150 m/s bewegt!
Spacerat hat geschrieben:
Sonnenuhren sind afaik maximal nur Minuten genau, man kann von einem Tag auf den nächsten nicht mal genau jenen Zeitpunkt bestimmen, wann denn nun die Sonne wieder genau im Zenit steht.
Anders herum wird ein Schuh draus, wenn die Sonne am höchsten steht ist es mittags um 12:00 Uhr. Es spielt keine Rolle was irgendeine störungsanfällige Atomuhr oder eine Pendeluhr anzeigt. Zehn Jahre sind vergangen, wenn die Erde zum elften Mal in Folge um die Sonne bewegt hat. Es spielt absolut keine Rolle was irgend ein hypothetischer Zwilling in seinem gestörten Raumschiff beobachtet hat, wenn er wieder zurück kommt, sind 10 Jahre vergangen. Zeit ist also ursächlich an Bewegung gekoppelt, in unserem menschlichen Weltbild an die Bewegung der Erde im Sonnensystem. Ein Monat ist z.B. dann vorbei, wenn der Mond wieder als Vollmond zu sehen ist.
Allerdings ist es so, dass sich die Erde um über 360° drehen muss, bis genau ein Tag vorbei ist, denn die Erde bewegt sich noch auf der Bahn um die Sonne. Also sagen wir 361° pro Tag, dann entspricht 1° etwa 239,33518 Sekunden.
Martin Grusenick's Experiment ist sehr interessant:https://www.youtube.com/watch?v=7T0d7o8X2-EAber damit ich dazu Genaueres sagen kann, müsste man die Ausrichtung der Apparatur kennen, zu welcher Tageszeit und wo auf der Erde er das Experiment durchgeführt hat. Dann müsste man das Experiment am Äquator wiederholen und in einem Flugzeug das gegen die Erddrehung flieg und auf der ISS und auf der Drehachse der Erde. Schon würde man eine plausible Erklärung finden.
Gelänge eine simple Einweg-Lichtgeschwindigkeits-Messung, dann wäre es relativ einfach die absolute Geschwindigkeit zu messen.
Liebe Grüße, es macht Spaß mit Dir zu diskutieren!
McDaniel-77