Ätherwind

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ätherwind

Beitragvon galactic32 » Mo 6. Sep 2010, 20:51

Ernst hat geschrieben:Was denn nun? Keinen Wind oder keine Windstille.

Beides.
Ein ÄtherWind wäre im Mond-Erde-LASER-LAUFZEIT-MESSEN aufgefallen?

Ernst hat geschrieben:In der genannten Größenordnung (CMB Dipol) mit Sicherheit.

Wenn ja, Wie?
Also ich hab so meine Ahnung,wie es nicht auffällt.
Allerdings mit Längen-Definition nach dem ÄtherModell .
Müßte erst verstehen wie eine Längen-Definition nach dem Emitter-Modell verstanden werden will.

Gruß
galactic32
 
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Re: Ätherwind

Beitragvon Harald Maurer » Di 7. Sep 2010, 00:33

Zum Thema LLR (Lunar Laser Ranging) muss erwähnt werden, dass mit dieser Methode von Daniel Y. Gezari (NASA/Goddard Space Flight Center, Laboratory for ExoPlanets and Stellar Astrophysics and American Museum of Natural History, Astrophysics Department) experimentell gezeigt wurde, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht invariant ist, sondern vom bewegten Beobachter abhängt. Damit liegt eine Verletzung der Lorentz-Invarianz in erster Ordnung vor. Die LG bezieht sich offenbar auf ein bevorzugtes Bezugssystem.

"Abstract:
The speed of laser light pulses launched from Earth and returned by a retro-reflector on the Moon was calculated from precision round-trip time-of-flight measurements and modeled distances. The measured speed of light (c) in the moving observer’s rest frame was found to exceed the canonical value c = 299,792,458 m/s by 200±10 m/s, just the speed of the observatory along the line-of-sight due to the rotation of the Earth during the measurements. This result is a first-order violation of local Lorentz invariance; the speed of light seems to depend on the motion of the observer after all, as in classical wave theory, which implies that a preferred reference frame exists for the propagation of light. However, the present experiment cannot identify the physical system to which such a preferred frame might be tied."

(Deutsch: Die Geschwindigkeit der von der Erde aus gestarteten und von einem Reflektor auf dem Mond zurückgeschickten Laserlichtimpulse wurden mittels Präzision Round-Trip-Time-of-flight-Messungen und modellierten Distanzen berechnet. An der gemessenen Lichtgeschwindigkeit (c) im Ruhesystem des bewegten Beobachters
wurde festgestellt, dass der kanonische Wert c = 299.792.458 m / s überschritten wird mit 200 ± 10 m / s, entsprechend der Geschwindigkeit der Sternwarte auf dem Line-of-sight aufgrund der Rotation der Erde während der Messungen. Dieses Ergebnis ist eine Verletzung der lokalen Lorentz-Invarianz in erster Ordnung, die Lichtgeschwindigkeit scheint von der Bewegung des Beobachters abzuhängen, wie in der klassischen
Wellen-Theorie, was bedeutet, dass ein bevorzugtes Bezugssystem für die Ausbreitung
des Lichtes vorhanden ist. Allerdings kann das vorliegende Experiment das physikalische System nicht identifizieren, an das ein derart bevorzugtes Bezugssystem gebunden sein könnte.)

Originalartikel hier:
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0912/0912.3934.pdf

Das Gezari-Experiment ist ziemlich neu (Dez.2009 bzw. Juni 2010) und hat sich offenbar noch nicht herumgesprochen!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 09:41

Hallo Ernst !

Harald Maurer hat berichtet:
.......experimentell gezeigt wurde, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht invariant ist, sondern vom bewegten Beobachter abhängt. Damit liegt eine Verletzung der Lorentz-Invarianz in erster Ordnung vor. Die LG bezieht sich offenbar auf ein bevorzugtes Bezugssystem
.

Ich neige eher dazu, Meßergebnisse nicht a priori abzulehnen. Ich bin eher dafür, die Interpretationen genau anzusehen.
Wenn neue Meßergebnisse vorliegen, ändert sich natürlich die Faktenlage.

Wenn kein Wind spürbar ist, heißt es noch lange nicht, dass es keine Luft gibt.

Die Ansicht Chiefs von spürbarem Aether-Gegenwind bei GPS-Satelliten scheint also richtig zu sein.

Die Erklärung Ljudmils für die Invarianz als künstliche Rechenvereinfachung wird damit auch bestätigt.

Mit Gruß Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Britta » Di 7. Sep 2010, 09:53

Harald Maurer hat geschrieben:Damit liegt eine Verletzung der Lorentz-Invarianz in erster Ordnung vor. Die LG bezieht sich offenbar auf ein bevorzugtes Bezugssystem.

Hm, hier mal die 'Ausrüstung', die für dieses Experiment benutzt wurde.

http://www.youtube.com/watch?v=8hDoFWHghwI

:lol:
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Di 7. Sep 2010, 11:45

Harald Maurer hat geschrieben:Zum Thema LLR (Lunar Laser Ranging) muss erwähnt werden, dass mit dieser Methode von Daniel Y. Gezari (NASA/Goddard Space Flight Center, Laboratory for ExoPlanets and Stellar Astrophysics and American Museum of Natural History, Astrophysics Department) experimentell gezeigt wurde, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht invariant ist, sondern vom bewegten Beobachter abhängt. Damit liegt eine Verletzung der Lorentz-Invarianz in erster Ordnung vor. Die LG bezieht sich offenbar auf ein bevorzugtes Bezugssystem.


Bemerkenswert! Daraus weiter zitiert:
The observed speed of light measured by an observer moving at speed vO seems to follow the simple relation cO = c ± vO.
......
The most straightforward analysis and interpretation of two-way lunar laser rangingmeasurement of c presented here suggests that light propagating between the Earth
and the Moon obeys a classical rather than special relativistic addition of velocities law.


Gruß
Ernst
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 14:57

Hallo Ernst !
The observed speed of light measured by an observer moving at speed vO seems to follow the simple relation cO = c ± vO.
......
The most straightforward analysis and interpretation of two-way lunar laser rangingmeasurement of c presented here suggests that light propagating between the Earth
and the Moon obeys a classical rather than special relativistic addition of velocities law.


Du hättest schon übersetzen können, denn jeder kann nicht englisch,
besonders, wenn es sich um Spezialausdrücke handelt:

Die beobachtete Lichtgeschwindigkeit,gemessen von einem Beobachter mit
Geschwindigkeit v0 scheint der einfachen Gleichung c0=c+-v0 zu entsprechen.
........
Die wahrscheinlichste Analyse und Interpretation der Zweiweg- Laser-Entfernungsmessung des Mondes mit c ergab hier Hinweise,dass die Lichtausbreitung zwischen Erde und Mond eher einem klassischen als einem
relativistischen Geschwindigkeitsadditions-gesetz gehorcht.

Sollte ich mich bei der Übersetzung geirrt haben, biite um Korrektur !

Was sagt dieses Statement auf gut deutsch nach deiner Meinung ?

Mit Gruß Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Di 7. Sep 2010, 16:21

Hannes hat geschrieben: Was sagt dieses Statement auf gut deutsch nach deiner Meinung ?

Daß die SRT versagt. Die Einwände sind aber ernst. Es wäre im Sinne eines Äthers auch seltsam, wenn die Abweichung gerade der Umfangsgeschwindigkeit der Erde entspräche und ein anderer Ätherwindeinfluß nicht überlagert ist. Ich würde eher erwarten, daß man aus solchem Experiment im Falle eines Äthers die 30 km/s des Erdorbits herausmessen könnte. Dabei könnte man die Erdumfangsgeschwindigkeit vernachlässigen und hätte keine nennenswerte Relativgeschwindigkeit (in Richtung der Verbindungslinie) Erde/Mond. Damit hätte man ein einziges IS und könnte die Konfusion bzgl. der zwei IS im vorliegenden Experiment ausklammern.
Ich denke aber, daß allein die vorliegenden LLR Ergebnisse ausreichen, einen Ätherwind auszuschließen.

Gruß
Ernst
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Re: Ätherwind

Beitragvon Harald Maurer » Di 7. Sep 2010, 16:26

In O ist zwar die Station unbewegt, jedoch der Reflektor bewegt sich und schneidet den Lichtweg entsprechend ab. Mag komisch klingen, aber das war's. Wirklich.


Nein, war's nicht! Denn das Licht ist unabhängig von der Quelle! Die Bewegung der Quelle (diesfalls der Reflektor) kann
die Laufstrecke daher nicht verkürzen! Die Bewegung des Beobachters aber schon. Und deshalb hat Gezari c+v gemessen.
Die Argumente von Gezari in 4.3.2. sind schon in Ordnung.

Denn wenn sich aufgrund der Bewegung in einem System die optische Weglänge ändert, muss dies ohne Ausnahme auch in allen anderen Inertialsystemen der Fall sein


Ja, wenn das Relativitätsprinzip gültig wäre. Gezari zeigt aber, dass es eben nicht gültig ist, wenn er folgert, dass es ein bevorzugtes Bezugssystem für die Lichtausbreitung geben müsse!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Di 7. Sep 2010, 16:58

Hallo Artie !

Ich bin verwundert, das du es selbst nach der Übersetzung nicht verstehst.


Hast du nicht genau gelesen, dass ich Ernst um seine Meinung gefragt habe ?
Das setzt nicht voraus, dass ich meine eigene Übersetzung nicht verstanden hätte.
Er hat jedoch meine Meinung bestätigt.

Auch galactic kann sich auf den Kopf stellen.
Kein Ätherwind gemessen --> ruhender Äther kann ausgeschlossen werden.


Ich denke aber, daß allein die vorliegenden LLR Ergebnisse ausreichen, einen Ätherwind auszuschließen.

Ätherwind ist bewegter Äther
Hab ich doch gesagt: Warum soll kein ruhender (zu Erde-Mond) vorhanden sein?
Wenn kein Wind weht, kannst du auch nicht sagen;Da ist keine Luft !

Und weil Gezari falsch liegt, gibt es auch keinen Aufschrei dass die SRT jetzt widerlegt sein.


Außerdem finde ich nicht alles an der SRT als "falsch".
Die relativistische Adiition von Geschwindigkeiten, die durch elektromagnetischen Anschub erzeugt werden, kann ich sehr wohl verstehen,denn der Elektromagnetismus erreicht bei c seine Wirkungsgrenze.
Im Universum gibt es aber noch andere Anschubkräfte, die wieder ganz andere Wirkungen hervorrufen.Schau dir die Gravitation einmal genau an !

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Ernst » Di 7. Sep 2010, 17:41

Hannes hat geschrieben: Ätherwind ist bewegter Äther. Hab ich doch gesagt: Warum soll kein ruhender (zu Erde-Mond) vorhanden sein?
Wenn kein Wind weht, kannst du auch nicht sagen;Da ist keine Luft !

LLR widerlegt Ätherwind, mithin absoluten Äther.
Mitgeführter Äther wird schon durch die gemessene Aberration widerlegt.

Gruß
Ernst
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