Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Zeitdilatation und Längenkontraktion - das Salz in der Suppe

Beitragvon Yukterez » Do 26. Nov 2015, 22:08

Ernst hat geschrieben:In der SRT ist bislang die Geschwindigkeit und nicht die Abstandsänderung von Belang.

Abgesehen davon dass bei dir anscheinend beide Autos auf dem selben Breitengrad fahren hat du den Sagnac-Effekt, der in diesem Fall dafür sorgt dass beide Autos der selben ZD unterliegen, vergessen.

Auf die Sprünge helfend,

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Zeitdilatation und Längenkontraktion - das Salz in der Suppe

Beitragvon Yukterez » Do 26. Nov 2015, 22:19

Bild hat geschrieben:Hat Sagnac-Effekt etvas mit v zu tun?

Wenn du solche Dinge verstehen wolltest hättest du dich nicht seit deiner frühesten Kindheit täglich betrinken dürfen.

Befürchtend dass deine Intelligenz mittlerweile schon zu hoch dafür ist,

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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon julian apostata » Fr 27. Nov 2015, 09:37

Probieren wir's mal mit einer einfachen Analogie. Lassen wir den Punkt auf der Ellipse wandern. Dann ändern sich ständig d1 und d2, nicht aber d1+d2.

Bild

Und hier ein ganz primitves Applet (nicht von mir). Kommt der Aufforderung nach (bewege mich). d1+d2 bleibt 4, egal was man tut. Ist übrigens eine gute Übung für Geogebraneulinge, sowas selber zu programmieren.

http://tube.geogebra.org/material/simple/id/1930073

Und so ist es auch auf einem Geoid. Ständig ändern sich gravitative und kinematische Zd(wenn wir von Nord nach Süd wandern), aber nicht deren Summe. Das wusste die SRT schon bevor man es messen konnte und von euch kommt noch immer nichts zum Thema.

Und zu behaupten, wir hätten keine Begründung...

Spacerat hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Wieso sollten die Uhren auf Meereshöhe unterschiedlich ticken? Das müsst ihr Relativisten doch erklären und nicht die Kritiker!


...ist keine Begründung dafür, warum unterschiedliche physikalische Bedingungen für Gleichtakt bei Meeresuhren sorgen sollten.

Und nein, der Abstand zwischen Melbourne und Berlin ändert sich nicht, wohl aber haben beide Orte verschiedene Rotationsgeschwindigkeiten, na und? Worüber quatscht ihr denn die ganze Zeit?
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Re: Des Rätsels Lösung

Beitragvon Ernst » Fr 27. Nov 2015, 10:20

Spacerat hat geschrieben:]Da ist gar nichts Identisch! Bei den Autos ist die Abstandsänderung eben nicht 0, zu keiner Zeit, auch nicht für nur einen einzigen Moment -

Doch, selbstverständlich ist dort die Abstandsänderung dA/dt=0.
Aber die Abstandsänderung ist uninteressant. Es geht um die momentane Geschwindigkeitsdifferenz. Nur die ist für die ZD verantwortlich.
Nicht, daß ich annehme, daß du weißt, worum es überhaupt geht.
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Zuletzt geändert von Ernst am Fr 27. Nov 2015, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon fallili » Fr 27. Nov 2015, 10:32

julian apostata hat geschrieben:
Und so ist es auch auf einem Geoid. Ständig ändern sich gravitative und kinematische Zd(wenn wir von Nord nach Süd wandern), aber nicht deren Summe. Das wusste die SRT schon bevor man es messen konnte und von euch kommt noch immer nichts zum Thema.

Da blick ich jetzt nicht durch. Die Änderung der gravitativen ZD ist sicher minimal, weil die Erde halt doch zumindest fast eine Kugel ist. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Pol und Äquator ist hingegen groß.
Also wenn da ein exakter Ausgleich zwischen gravitativer und kinematischer Zd erfolgt, dann kann sich das meines Erachtens nur auf die Unterschiede beruhend auf den Abstand zum Erdmittelpunkt und unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit beziehen. Und ich würde es eher für einen Zufall halten, wenn sich das in Nord-Süd Richtung wirklich gegenseitig exakt aufhebt.

Außerdem versteh ich die Fragen der "SRT-Gegner" nicht so, dass es um ZD in Nord-Süd-Richtung geht sondern eben auch (oder vor allem) in Ost-West-Richtung. Und da lautet meine Antwort eben, dass im IS Erde Melbourne und Berlin eben keine Relativbewegung zueinander haben und es daher gar meine ZD geben kann.
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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon Ernst » Fr 27. Nov 2015, 10:35

julian apostata hat geschrieben:Probieren wir's mal mit einer einfachen Analogie. Lassen wir den Punkt auf der Ellipse wandern. Dann ändern sich ständig d1 und d2, nicht aber d1+d2.

Ist ja sensationell. :lol:

Und so ist es auch auf einem Geoid. Ständig ändern sich gravitative und kinematische Zd(wenn wir von Nord nach Süd wandern), aber nicht deren Summe. Das wusste die SRT schon bevor man es messen konnte und von euch kommt noch immer nichts zum Thema.

Ja, und auch beim Wandern von Süd nach Nord. Drum hab ich auch Berlin und Melbourne gesetzt, weil beide Wanderwege gleich sind. Und weil daher bei beiden der gravitative und kinematische Anteil gleich ist.
Aber im BS des Erdmittelpunktes. :!: :!: :!:

In der RT sind die Verhältnisse aber immer nur relativ. Was im BS Erdmittelpunkt gilt, gilt nicht im BS Berlin. Im BS Berlin ruht Berlin. Klar, nicht? Da kann also kein kinematischer Anteil vorhanden sein. Das sollte ja wohl jedem Relativisten irgendwie klar sein. Wie es genauso selbstverständlich ist, daß das im BS eines Autos dieses Auto ruht. Zu schwierig?
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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon Ernst » Fr 27. Nov 2015, 10:48

fallili hat geschrieben:Da blick ich jetzt nicht durch. Die Änderung der gravitativen ZD ist sicher minimal, weil die Erde halt doch zumindest fast eine Kugel ist. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Pol und Äquator ist hingegen groß.

Die Aussage der Summengleichheit bezieht sich auf die Form eines Geoids, nicht auf eine Kugelform der Erdoberfläche.

Außerdem versteh ich die Fragen der "SRT-Gegner" nicht so, dass es um ZD in Nord-Süd-Richtung geht sondern eben auch (oder vor allem) in Ost-West-Richtung. Und da lautet meine Antwort eben, dass im IS Erde Melbourne und Berlin eben keine Relativbewegung zueinander haben und es daher gar meine ZD geben kann.

Natürlich gibt es da eine Relativbewegung. Guck doch hin. Relativgeschwindigkeit in der SRT bedeutet vektorielle Geschwindigkeitsdifferenz; und nicht Abstandsänderung.
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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon julian apostata » Fr 27. Nov 2015, 12:26

fallili hat geschrieben:Da blick ich jetzt nicht durch. Die Änderung der gravitativen ZD ist sicher minimal, weil die Erde halt doch zumindest fast eine Kugel ist. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Pol und Äquator ist hingegen groß.


Wenn du halt einfach mal klarer formulieren würdest, was du nicht kapierst, wäre eine Antwort wesentlich einfacher. Jetzt mal eine einfache Verständnisfrage an dich.

Würde die Erde nicht rotieren, so wäre die Energie W notwendig, um 1 kg vom Erdmittelpunkt zum Pol zu bringen.

Wollte man das Kilo zum Äquator bringen, so wären etwa W+107 000 Joule nötig.

Verstehst du

(a) warum zum Äquator mehr Energie ?
(b) warum ausgerechnet 107 000 Joule ?

Nun rotiert aber die Erde, und somit ist der Energiebetrag in beiden Fällen gleich.

Sag mir nun einfach mal, welche Aussagen von mir du nicht kapierst. Dann können wir vielleicht drauf aufbauen.
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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon Ernst » Fr 27. Nov 2015, 13:32

julian apostata hat geschrieben:Würde die Erde nicht rotieren, so wäre die Energie W notwendig, um 1 kg vom Erdmittelpunkt zum Pol zu bringen.
Wollte man das Kilo zum Äquator bringen, so wären etwa W+107 000 Joule nötig.
Verstehst du
(a) warum zum Äquator mehr Energie ?
(b) warum ausgerechnet 107 000 Joule ?
Nun rotiert aber die Erde, und somit ist der Energiebetrag in beiden Fällen gleich.
Sag mir nun einfach mal, welche Aussagen von mir du nicht kapierst. Dann können wir vielleicht drauf aufbauen.

Das ist ja 'ne naive, noch dazu falsche, Deppenerklärung.
Die Erklärung liegt einfach darin, daß sich an der Wasseroberfläche eine bestimmte Form ungleich einer Kugel ausbildet. Ein Geoid. Und diese Form resultiert aus der Gravitation und der Kinetik. Das Geoid ist also das Ergebnis der beiden Einflüsse und bildet deshalb ein an allen Orten gleiches Potential bezüglich des Erdmittelpunktes. Und das bedeutet: gleicher Uhrengang.
Aber nur im verwendeten Bezugssystem Erdmittelpunkt :!: :!: :!:
Jeder Relativist sollte zumindestens ahnen, daß bei der Wahl eines anderen Bezugssystems (z.B. Ort Berlin) das nicht mehr gilt.
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Re: Zeitdilatation und Längenkontraktion nicht notwendig

Beitragvon fallili » Fr 27. Nov 2015, 18:07

julian apostata hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Da blick ich jetzt nicht durch. Die Änderung der gravitativen ZD ist sicher minimal, weil die Erde halt doch zumindest fast eine Kugel ist. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Pol und Äquator ist hingegen groß.


Wenn du halt einfach mal klarer formulieren würdest, was du nicht kapierst, wäre eine Antwort wesentlich einfacher. Jetzt mal eine einfache Verständnisfrage an dich.

Würde die Erde nicht rotieren, so wäre die Energie W notwendig, um 1 kg vom Erdmittelpunkt zum Pol zu bringen.

Wollte man das Kilo zum Äquator bringen, so wären etwa W+107 000 Joule nötig.

Verstehst du

(a) warum zum Äquator mehr Energie ?
(b) warum ausgerechnet 107 000 Joule ?

Nun rotiert aber die Erde, und somit ist der Energiebetrag in beiden Fällen gleich.

Sag mir nun einfach mal, welche Aussagen von mir du nicht kapierst. Dann können wir vielleicht drauf aufbauen.

Ich weiß was ein Geoid ist und ich weiß wie der zustande kommt und welche Auswirkungen das hat.
Was ich nicht weiß ist, wie Du damit einen Zusammenhang zur SRT herstellen willst.
Was Du da beschreibst ist der Ausgleich der Energie um eine Masse an die Oberfläche eines Geoids zu bringen was damit auch aufzeigt, das die Summe aus Gravitation und Rotationsbeschleunigung auf allen Punkten des Geoids gleich sein muss, was damit laut ART auch zu identisch gehenden Uhren führen muss.

Die SRT befasst sich aber (meiner Meinung nach) nur mit den Auswirkungen von Geschwindigkeitsdifferenzen. Und wenn Du mit Deinen Aussagen zum Geoid "beweisen" willst, dass die Uhren auf der Oberfläche eines Geoids gleich gehen, heißt das aber auch logischerweise, dass es keinen Einfluss einer Relativgeschwindigkeit geben kann, was aber nur geht wenn es eben keine Relativgeschwindigkeit gibt.
Oder, wie ich es eben aussage, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Punkten auf der Oberfläche eines rotierenden Körpers Null ist und daher die SRT da gar nix bei der Betrachtung der Situation zu tun hat.
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