Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Sa 15. Mai 2010, 22:12

Harald Maurer hat geschrieben: Dein Bild entspricht keinesfalls meiner Aussage. Du zeichnest elliptische Sphären.

Hallo Harald,
Ich zeichne keine Ellipsen. Das sind Kreise, die leider mein Grafikprogramm verzerrt. Ich wies schonn darauf hin. Du hast es sicher überlesen.

Dein Bild entspricht keinesfalls meiner Aussage.

Doch, ich hab Deine Konstellation in mein Bild eingetragen:

therwirkung5.jpg
therwirkung5.jpg (36.6 KiB) 4560-mal betrachtet


Wenn die Photonen von dort kommen, wo Du es zeichnest (Deine "Sichtachse") dann haben sie in den von Dir gezeichneten Wellenfronten eben nicht dieselbe Laufstrecke oder Zeit hinter sich. Das heisst, da könnten gar keine Wellenfronten entstehen.

Natürlich ist die Front der Sphäre gleichzeitig vorhanden. Die Laufstrecken und damit die Geschwindigkeiten der einzelnen Punkte der Sphäre sind natürlich unterschiedlich. Das ist doch im Äther selbstverständlich.

Ich werde es jetzt dabei belassen und das Thema abhaken. Wer's nachvollziehen kann, soll*s tun, wer nicht, soll es lassen. Es wird ohnehin niemand von seiner eingefahrenen Schiene abweichen.

Ich bin von meiner Schiene abgewichen. Du weißt, ich war anfangs Deiner Meinung und denke nun, daß meine durch die Diskussion veränderte Auffassung die Sache trifft.
Wenn das so ist, dann ergibt sich kein unterschiedlicher Effekt bei allen Theorien.
Daß Du an dieser Stelle nicht weiter machen möchtest, respektiere ich.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Sa 15. Mai 2010, 22:53

Highway hat geschrieben:Der Äther sei ruhend, der Jupiter und die Messbasis (rote Linie) bewegt sich von rechts nach links durch den Äther. Die Messbasis muss immer lotrecht zur Verbindung Mittelpunkt Messbasis t0 liegen, sonst gibts an den jeweils 7km entfernten Messpunkten keine Gleichzeitigkeit. Bezogen auf dein Beispiel: Das Fernrohr muss 90 Grad zur Messbasis montiert sein und dann, wenn die beiden äusseren Punkte der Messbasis den Kreis berühren, auf den Entstehungspunkt der Welle in t0 schauen.


Hallo Highway, an Deiner Zeichnung ist gar nichts richtig. Denn mit v=c klappt das überhaupt nicht:

v=c.jpg
v=c.jpg (21.03 KiB) 4547-mal betrachtet


Jupiter und Erde stehen sich gegenüber und bewegen sich parallel von rechts nach links (die beiden roten Punkte) . Wenn sie das mit c tun, kann das Licht des Jupiter die Erde nie erreichen, denn dann müssten seine Photonen Überlichtgeschwindigkeit haben!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » So 16. Mai 2010, 05:23

Highway hat geschrieben: Das funktioniert nämlich nur dann, wenn v=0. Für alle anderen möglichen Lösungen muss die Messbasis angewinkelt werden und der Mittelpunkt der Messbasis (der Punkt S') kann nicht mehr Jupiter (genauer dem ursprünglichen Emissionspunkt, weil Jupiter ist schon nicht mehr an der Position) gegenüber stehen.

Jupiter und Basis bleiben fest an ihrem Ort. Was wandert, ist die Sphäre. Harald hat recht. Wenn die Verbindungslinie Jupiter-Erde senkrecht zur Richtung des Ätherwindes steht, erreichen die Sphären bei v=c die Erde nie. Ist v=0, muß die Basis horizontal ausgerichtet werden, damit sie senkrecht zur Front steht. Ist wie im realen Fall v>0 und v<c, muß die Basis in Ätherwindrichtung geneigt werden, damit sie senkrecht zur Front steht. Diese von Harald untersuchte Konstellation habe ich ja in mein Bild eingefügt.

@Harald,
Deine Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Du hast doch in Deiner Autofahrt selbst dargestellt, wie die "Autophotonen" an der Basis aus einer anderen Richtung eintreffen, wie die Wellenfront. Und das deckt sich mit meiner nachträglichen Darstellung Deiner Konstellation in meinem Bild.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » So 16. Mai 2010, 07:18

So, ich habe jetzt ein anderes Grafikprogramm, welches hoffentlich "meine Kreise nicht mehr stört". ;)
Da nun noch einmal die Situation beim Experiment:
Die Sichtachse (Weg der roten Photonen) ist gegenüber der Wellennormalen geneigt.

Gruß
Ernst

therwind4.jpg
therwind4.jpg (55.82 KiB) 4717-mal betrachtet
Zuletzt geändert von Ernst am So 16. Mai 2010, 09:18, insgesamt 1-mal geändert.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 16. Mai 2010, 07:40

Harald Maurer hat geschrieben:Du rechnest mit der Galilei-Transformation. Die eignet sich aber nicht dazu, den tatsächlichen Sachverhalt zu "transformieren". Wie ich gleich zeigen werde.


Dazu, siehe meinen Text unten.

Harald Maurer hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Wenn man die Existenz eines Äthers voraussetzt und ebenso die Gültigkeit der Galilei-Transformation, dann sind im Allgemeinen in einem zum Äther bewegten Bezugssystem der Wellenvektor und der Geschwindigkeitsvektor eines Photons NICHT mehr parallel.

Das ist falsch!
Nun, jetzt lade ich mal alle Teilnehmer dazu ein, mir bei folgendem Gedankenexperiment zu folgen...

Du zeigst mit deinem Bild, dass meine Aussage richtig ist. Damit du das auch sehen kannst, habe ich ein paar Schlüsselelemente hervorgehoben:
sichtachse3.jpg
Haralds Bild bestätigt die Aussage, dass Wellenvektor und Ausbreitungsrichtung i.A. nicht parallel sind
sichtachse3.jpg (47.55 KiB) 4641-mal betrachtet


Harald Maurer hat geschrieben:Die Tatsache, dass Wellenvektor und Wellenfront immer senkrecht zueinander stehen müssen, geht auf dem Umstand zurück, dass die elektromagnetische Welle eine Transversalschwingung ist!

Nur wenn man die Gültigkeit der SRT anerkennt!

Harald Maurer hat geschrieben:Alle bislang gezeigten Erkärungen, insbesondere das Argument mit der Galilei-Transformation, sind falsch. Es ist sehr wohl möglich, aus einer Wellenfront des Jupiter gleichzeitig Signale zu entnehmen und zu senden. Dazu genügt die Ausrichtung nach dem virtuellen Bild des Planeten, denn mit dieser Ausrichtung wurden jedenfalls die Transitdaten ermittelt.

Nein, das wurde eben nicht gezeigt. Welche Transformation verwendest du jetzt als Annahme für dein Experiment? Von der angenommen Transformation hängt es nämlich ab, wie die Gleichzeitigkeit für das Eintreffen der Wellenfront definiert ist. Und die Gleichzeitigkeit ist grundlegend für dein Experiment.


Harald Maurer hat geschrieben:Was die Lorentztransformation sagt, ist ebenso nichtssagend wie das, was die Galilei-Transformation sagt. Wir haben doch soeben gesehen, dass die Galilei-Transformation nicht in der Lage ist, die Sitation adäquat zu transformieren. Die LT sagt nichts über die Grundannahmen aus, und die sind eben unterschiedlich: bei Lorentz bezieht sich die konstante LG auf das Medium, bei Einstein auf jedes beliebig definierbare IS. Welche Grundanahme zutrifft, lässt sich prinzipiell mit der Methode, die im Jupiter-Experiment angewandt wurde, eindeutig feststellen.

Nein, das geht eben nicht. Die Grundannahmen sind für beide Theorien SRT und LET identisch. Die Begründungen, warum diese Grundannahmen für die jeweilige Theorie gewählt wurden, sind unterschiedlich.
fb557ec2107eb1d6
 
Beiträge: 1662
Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » So 16. Mai 2010, 09:42

Chief hat geschrieben: Man müsste beide Aberrationswinkel messen und die Ausrichtung entsprechend korrigieren, aber das dürfte außerordentlich schwierig sein.

Das geht nicht. Und selbst wenn man ihn hätte, würde es nichts nutzen. Wird die Basis tangential zur Front ausgerichtet, steht die Sichtachse schräg. Dann mißt man bei vorhandenem Ätherwind eine Zeitdifferenz, welche aus der Ätherdrift herrührt. In diesem Fall der schrägen Sichtachse liefern aber SRT und Emission eine gleiche Zeitdifferenz, was wohl nicht näher erklärt werden muß. Was ist darin nur so schwer nachzuvollziehen?
Nochmal das Bild entsprechend Haralds Konstellation:
Die Weg der roten Photonen ist identisch mit der Bewegung des Autos in Haralds Bild. Qualitativ alles 1:1. Die Photonen/Autos fahren schräge in die Wellenfront.
Was will man daran bezweifeln?
Bild
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » So 16. Mai 2010, 10:04

Hallo Ernst und fb557ec2107eb1d6 !

Ihr habt nicht erkannt, was meine Skizzen beweisen. Sie zeigen, dass bei Ausrichtung anhand des Sichtvektors (der auf das virtuelle Bild des Jupiter zeigt) die Messbasis exakt parallel zur Wellenfront zu liegen kommt! Darauf kommt es an! Denn nur in der schräg gestellten Wellenfront liegen einheitliche Signale über die ganze Ebene vor!

ausrichtung.JPG
ausrichtung.JPG (16.59 KiB) 4944-mal betrachtet


Beide Erklärungen (sowohl die von Ernst als auch fon fb...) hätten den witzigen Effekt, dass man Jupiter gleich 2 Mal sehen würde. Einmal den virtuellen Jupiter und einmal sein Bild, das die senkrecht herunterkommenden Photonen mitbringen würden. Drartiges wurde allerdings noch nie beobachtet.
Also zeichnet doch mal links und rechts die Photonen in denselben Sphärenumfängen dazu, dann werdet ihr erkennen, dass die Wellenfront schräg herunterkommt. Genauso schräg kommt die Messbasis zu liegen.

wellenfront2.JPG
wellenfront2.JPG (25.28 KiB) 4947-mal betrachtet


Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » So 16. Mai 2010, 10:33

Hallo Harald Maurer,

legt denn nun das Licht bei Dir nur die Entfernung Jupiter-Erde zurück oder legt es eine längere Strecke zurück?

Gruß

Sebastian
Sebastian Hauk
 
Beiträge: 1134
Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » So 16. Mai 2010, 10:59

Sebastian Hauk hat geschrieben:legt denn nun das Licht bei Dir nur die Entfernung Jupiter-Erde zurück oder legt es eine längere Strecke zurück?


Das steht nicht von vornherein fest und muss uns auch nicht interessieren. Wenn keine Aberration vorliegt, kommt die Wellenfront, aus welcher wir die benötigten Signale gleichzeitig entnehmen, eben waagrecht herunter, liegt hingegen Aberration vor, kommt sie schräg. Da wir uns am optischen Erscheinungsbild des Jupiter orientieren (so wurden auch die Transitdaten ermittelt) liegt im ersen Fall die Messbasis eben waagrecht und im zweiten Fall eben schräg. Das heisst, wichtig ist nur die parallele Lage der Messbasis zur Wellenfront.
Mit Aberration sind die Lichtstrecken länger als ohne.

aberration11.JPG
aberration11.JPG (6.33 KiB) 4847-mal betrachtet


Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » So 16. Mai 2010, 11:01

Hallo Harald,
Harald Maurer hat geschrieben:Ihr habt nicht erkannt, was meine Skizzen beweisen. Sie zeigen, dass bei Ausrichtung anhand des Sichtvektors (der auf das virtuelle Bild des Jupiter zeigt) die Messbasis exakt parallel zur Wellenfront zu liegen kommt! Darauf kommt es an! Denn nur in der schräg gestellten Wellenfront liegen einheitliche Signale über die ganze Ebene vor!

Daß die Front die eingezeichnete Meßbasis parallel tifft, steht doch außer Frage. Und daß da identische Signale an den Basisendpunkten empfangen werden, auch nicht. Das geht ja aus meinem Bild auch hervor.

Problematisch dagegen ist der Sichtvektor, wie Du ihn nennst; von mir als Sichtachse bezeichnet. Der Jupiter ist natürlich nur an einer Stelle zu sehen. Sichtbar sind doch lediglich die einlaufenden Photonen. Und die Position wird in der Richtung gesehen, aus welcher die Photonen anfliegen. Sie kommen, wie mein Bild und auch Dein Auto zeigt, aus der Richtung der realen Position des Jupiter.
Den Punkt Z in meinem Bild, welchen du mit virtueller Position bezeichnest, ist nicht zu sehen.
Eventuell ist mißverständlich, daß ich dort den Vektor c eingezeichnet habe. Der soll ausdrücken, daß sich die Front der Sphäre mit c ausbreitet. Ich werde diesen Vektor herausnehmen. Der Vektor v an dieser Stelle zeigt, daß sich das Zentrum der Sphäre mit v bewegt.
Das Zentrum dieser einen Sphäre bewegt sich mit v und gleichzeitig wächst ihr Radius mit c.
Hier die korrigierte Fassung:

Gruß
Ernst

therwind5.jpg
therwind5.jpg (55.44 KiB) 4892-mal betrachtet
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 16 Gäste