Hallo Jocelyne !
Es ist schon möglich, dass bei Oberflächenwellen die obere Wasserschicht nicht nur auf der Stelle hin-und her schwingt, sondern dass sie auch dabei ein bisschen wegtransportiert wird, wie bei einer Strömung, also eine Mischung der Ausbreitungsformen Welle/Strömung in der oberen Wasserschicht.
ja, mit dem Messen ist das so eine Sache:
Ich muss das anwenden, was ich vorhin gesagt habe: Ich muss vereinfachen.
Wenn sich da mehrere verschiedene Bewegungen überlagern, weiß ich nicht mehr, wo ich meinen Maßstab anlegen soll. Ich muss also Bedingungen schaffen, die einzelnen Teilbewegungen messen zu können. Die Oberflächenwellen z.B sind nicht einfache Vor-und Rückbewegungen der Wasserteilchen, sondern Kreisbewegungen der Wassermoleküle. wenn da noch Wasserströmungen, Windkräfte dazukommen, kann das schon kompliziert werden. Ausserdem ist die Ausbreitung der Wasserwellen zusätzlich durch die Frequenz bestimmt. Kleine Wellen mit höherer Frequenz bewegen sich langsamer, je größer die Welle wird, umso größer die Ausbreitungsgeschwindigkeit.
Bei elektromagnetischen Wellen dürfte es sich auch nicht um reine Longitudinalbewegung des elektromagnetischen Potentials handeln. Auch hier ist eine Kreisbewegung denkbar.
Und ist der Wind keine Energie?
Und wie können Oberflächenwellen eine konstante Geschwindigkeit von 20 cm/s bzw. 12 m/s haben, wenn ihre Geschwindigkeit abhängig von der Windstärke ist?
Jede Welle braucht eine Anstoßenergie, die aus einem einzelnen Impuls bestehen kann oder auch aus gleichmäßigen Impulsen.Chaotische Impulse sind in der Natur eher die Regel.
Wasserwellen können von einem Erdbeben angestoßen werden oder von den Turbulenzen einer Luftströmung oder nur von einem Körper, der ins Wasser geworfen wird. Jede Welle wird daher andere Eigenschaften haben.
Jetzt muss man wieder vereinfachen, um sich ein "Bild" machen zu können.
Wenn man alles durcheinanderbringt, wird man nicht messen können.
Mit Gruß
Hannes