Ernst hat geschrieben:Die LG relativ zum Spiegel ist
|Vektor(c+v-vr )|<>|c|.
Wenn Du aus dem Faktor vr schließt, dass sich die LG verändert, musst Du auch folgern,
dass sich dementsprechend auch der Richtungsvektor verändert! Muss auch so sein, damit die Spiegel getroffen werden. Wird die LG in der einen Richtung schneller, wird auch die Strecke dementsprechend länger, wird sie langsamer, verkürzt sich die Strecke um den gleichen Faktor. Weil die Strahlrichtung nicht dieselbe bleibt wie ohne diesen Faktor. Das kommt sich auf dasselbe raus, als wenn man gleich vereinfacht mit c+/-v rechnet, denn die beiden Streckenveränderungen kompensieren sich mit den Geschwindigkeitsveränderungen.
Auch aus dem Coriolis-Effekt ist nichts zu gewinnen. Er verändert die Zeitpunkte der Reflexionen nicht. Diese Zeitpunkte im rotierenden Syststem mit
scheinbar krummen Lichtbahnen stimmen stets mit den Zeitpunkten im Laborsystem mit den geraden Lichtbahnen überein.
Man denke an das bekannte Lichtuhr-Beispiel. Beurteilt man sie nach Emissionstheorie, macht es keinen Unterschied, ob sie sich bewegt oder ruht. Weil sich die veränderte Laufrichtung des Lichts durch die gleichsam veränderte Geschwindigkeit aufhebt. Diese Lichtuhr tickt daher immer gleich schnell. Nach SRT tut sie das nicht, weil es c+/v hier nicht gibt, und sich zwar der Richtungsvektor verdreht, die Geschwindigkeit aber c=const bleibt. Nach Deiner These kann das im Sagnac-Apparat nicht der Fall sein. Hier gilt der Faktor vr für beides, Geschwindigkeit und Richtung! Da wird nichts schneller und nichts langsamer - und es gibt keinen Sagnac-Effekt.
Also bitte Deine These
vollständig durchdenken, und Du solltest feststellen, dass auch mit diesem Faktor vr nichts zu holen ist.
Grüße
Harald Maurer
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