Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Fr 4. Nov 2011, 18:48

Chief hat geschrieben: Nein, das Licht bewegt sich konstant relativ zum Träger.

Also wir sind hier nicht im Äther.

... Die Betrachtung des Sagnac-Effektes erfolgt im Laborsystem...

Nein, alles befindet sich im bewegten System (Lichtquelle, Beobachter usw.)

Ja, alles befindet sich darin. Aber ich schrieb, "die Betrachtung", meint die Analyse, erfolgt im Laborsystem. Sieh Dir Deine eigenen erklärenden Animationen an. Oder jegliche anderen. Alle Analysen des Effektes erfolgen im Laborsystem. Meine natürlich auch.

Die Emitterthese ist konform mit MM und Sagnac...

Du hast gerade gezeigt dass das nicht stimmt.

Da mußt Du irgendwie träumen.

Die Äthethese aber nicht mit MM...

Wieso nicht?

Wegen Nullresultat und damit Kompatibilität mit Emitter und Diskrepanz zu Äther.

Gruß
Ernst
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Re: Sagnac meets Emission

Beitragvon Ernst » Fr 4. Nov 2011, 20:02

Chief hat geschrieben: Die LG relativ zum Spiegel ist dann |Vektor(c+v-v)|=|c|.

Nee. Die LG relativ zum Spiegel ist

|Vektor(c+v-vr )|<>|c|.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Fr 4. Nov 2011, 21:33

Chief hat geschrieben:Die Animation hier zeigt Verhältnisse im rotierenden System.

Ja, richtig. Gekrümmte Lichtausbreitung. LG ungleich c. Man kann auch in diesem System den Effekt ausrechnen; es ergibt sich dann selbstverständlich der gleiche Effekt, als wenn man im Laborsystem rechnet. Aber es ist ungleich mühsamer und ich kenne niemanden, der das versucht hätte. Warum auch? Man rechnet weit eleganter und einfacher im Laborsystem. Und so habe ich es natürlich auch getan.

Kompatibilität zum mitbewegten Äther hast Du nicht erwähnt.

Das ergibt zwar auch Kompatibilität mit MM und Sagnac. Aber die Sternenabberation steht dem entgegen.
Die Aberration kann schnell mit der Emission erklärt werde. Wieder Punktsieg für die Emitterthese.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Nov 2011, 00:06

Ernst hat geschrieben:Die LG relativ zum Spiegel ist

|Vektor(c+v-vr )|<>|c|.


Wenn Du aus dem Faktor vr schließt, dass sich die LG verändert, musst Du auch folgern, dass sich dementsprechend auch der Richtungsvektor verändert! Muss auch so sein, damit die Spiegel getroffen werden. Wird die LG in der einen Richtung schneller, wird auch die Strecke dementsprechend länger, wird sie langsamer, verkürzt sich die Strecke um den gleichen Faktor. Weil die Strahlrichtung nicht dieselbe bleibt wie ohne diesen Faktor. Das kommt sich auf dasselbe raus, als wenn man gleich vereinfacht mit c+/-v rechnet, denn die beiden Streckenveränderungen kompensieren sich mit den Geschwindigkeitsveränderungen.
Auch aus dem Coriolis-Effekt ist nichts zu gewinnen. Er verändert die Zeitpunkte der Reflexionen nicht. Diese Zeitpunkte im rotierenden Syststem mit scheinbar krummen Lichtbahnen stimmen stets mit den Zeitpunkten im Laborsystem mit den geraden Lichtbahnen überein.
Man denke an das bekannte Lichtuhr-Beispiel. Beurteilt man sie nach Emissionstheorie, macht es keinen Unterschied, ob sie sich bewegt oder ruht. Weil sich die veränderte Laufrichtung des Lichts durch die gleichsam veränderte Geschwindigkeit aufhebt. Diese Lichtuhr tickt daher immer gleich schnell. Nach SRT tut sie das nicht, weil es c+/v hier nicht gibt, und sich zwar der Richtungsvektor verdreht, die Geschwindigkeit aber c=const bleibt. Nach Deiner These kann das im Sagnac-Apparat nicht der Fall sein. Hier gilt der Faktor vr für beides, Geschwindigkeit und Richtung! Da wird nichts schneller und nichts langsamer - und es gibt keinen Sagnac-Effekt.
Also bitte Deine These vollständig durchdenken, und Du solltest feststellen, dass auch mit diesem Faktor vr nichts zu holen ist.

Grüße
Harald Maurer

.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Nov 2011, 11:29

Chief hat geschrieben:Ernst führt seinen Effekt auf die winzige rotationsbedingte Winkeländerung zurück welche etwa v/c proportional ist. Insbesondere bei kleinen Rotationsgeschwindigkeiten ist dieser Effekt extrem klein. Im Vergleich zum normalen Äther-Sagnac kann dieser Effekt vernachlässigt werden.
Wie relevant ist denn die Gegebenheit, daß halt die "Photonenhälften" einfach bereits aufgrund ihrer Reisezeit und des Weiterdrehen's des Sensor's in Überlagerung geraten ?
Hypothesenunabhängig?

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Nov 2011, 13:08

galactic32 hat geschrieben:Wie relevant ist denn die Gegebenheit, daß halt die "Photonenhälften" einfach bereits aufgrund ihrer Reisezeit und des Weiterdrehen's des Sensor's in Überlagerung geraten ?
Hypothesenunabhängig?

Der Sagnac-Effekt ist ein Effekt erster Ordnung aus v/c - also ein relativ großer Effekt und kann nur dadurch erklärt werden, indem man die Unabhängigkeit der LG von der Quellengeschwindigkeit annimmt und sich daher während der Reisezeit die Strecken verlängern bzw. verkürzen. In erster Ordnung scheidet die Emissionstheorie daher schon mal aus, weil hier die Streckenveränderungen durch die Veränderungen der LG um denselben Faktor kompensiert werden. Es bliebe daher nur jener kleine von Ernst angedeutete Effekt der Geschwindigkeitsveränderung aufgrund der Beschleunigung der Spiegel zum Rotationszentrum hin. Abgesehen davon, dass sich auch dieser Effekt aufgrund der Abhängigkeit von Geschwindigkeits- und Richtungsvektoren zueinander aufheben müsste, wäre er viel zu klein, um einen Effekt erster Ordnung begründen zu können. Da greifen eben nur jene Hypothesen, die eine Unabhängigkeit der LG von der Quelle postulieren, und das sind Äther, SRT und ART.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon galactic32 » Sa 5. Nov 2011, 14:27

Ist recht,
genau im Emitter-Modell neutralisiert sich wohl eine längere/kürzere Licht-Reise-Strecke dann mit der höheren/niedrigeren Lichtgeschwindigkeit.
(Wie sich materielle Abstände halt (nicht) verändern bleibt mal aussen vor )

Mit Emittereigenschaften des Licht's wäre Wiki's "Theorie" so nicht andenkbar:
Sagnac-Interferometer hat geschrieben:...Im Folgenden ist das Inertialsystem das Bezugssystem, und das Interferometer dreht sich mit der Winkelgeschwindigkeit Ω. Licht läuft auf einer beliebig geformten geschlossenen Bahn der Länge l um. Es wird entsprechend durch Spiegel abgelenkt. Die Zeit, die das Licht benötigt, um die Strecke dl zurückzulegen, beträgt

dt = dl/c

Während dieser Zeit dreht sich die Apparatur um den Winkel Ω*dt . Das Licht muss also unter der Annahme Ω*r << c in Tangentialrichtung ein um
Bild
längeres bzw. kürzeres Wegstück zurücklegen.
Postuliert wird hier aber auch einfachst, daß die materielle Entfernungen, wie die Spiegelabstände untereinander, absolute, also bewegungsunabhängige, Konstanten sein sollen.
...Das Michelson-Gale-Experiment ist aber insofern von großer Bedeutung, als es allen Versuchen, das negative Ergebnis des Michelson-Morley-Experiments durch eine Mitführung des Äthers zu erklären, den Boden entzieht. Es erscheint nämlich widersinnig, dass bei Translation (Michelson-Morley-Versuch) volle Mitführung des Äthers durch die Erde stattfindet, bei Rotation (Michelson-Gale-Versuch) hingegen der Äther relativ zu den Fixsternen ruht.[13]
...
[13]# ↑ Siehe G. Joos, Lehrbuch der theoretischen Physik, 12. Auflage 1959, Seite 450
Es erscheint aber auch nur so.
Ein Ansatz, wie sich bei Bewegung durch den Äther die materiellen Abstände verhalten sollen, wird in solch oberflächlichen "Besprechungen" gar nicht mitbedacht.

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Sa 5. Nov 2011, 20:57

Es ist seit der ersten Messung bekannt, dass die Ergebnisse die Äthertheorie klar bestätigen. Es gibt leider immer noch Leute die dies niemals anerkennen können.

......und die sich zu sagen getrauen: Das ist alles diffuser Unsinn......

Mit Gruß
Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Sa 5. Nov 2011, 21:21

galactic32 hat geschrieben:
...Das Michelson-Gale-Experiment ist aber insofern von großer Bedeutung, als es allen Versuchen, das negative Ergebnis des Michelson-Morley-Experiments durch eine Mitführung des Äthers zu erklären, den Boden entzieht. Es erscheint nämlich widersinnig, dass bei Translation (Michelson-Morley-Versuch) volle Mitführung des Äthers durch die Erde stattfindet, bei Rotation (Michelson-Gale-Versuch) hingegen der Äther relativ zu den Fixsternen ruht.[13]
...


Und dieses Argumentation fällt in sich zusammen weil M+G die Erdenrotation mit ihrer Einrichtung überhaupt nicht gemessen haben können!

Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Sa 5. Nov 2011, 22:59

Harald Maurer hat geschrieben:Also bitte Deine These vollständig durchdenken,

Gut, Danke für Deine Skepsis. Ich habe damit begonnen. Mein erster Entwurf hatte Fehler, welche ich jetzt korrigiert habe:

Sagnac Emitter neu.png
Sagnac Emitter neu.png (10.45 KiB) 3779-mal betrachtet


Erklärung dazu folgt noch

Die LG verändert sich entgegen meinem ersten Entwurf nicht von Spiegel zu Spiegel. Im Laborsystem läuft das Licht zwischen den Spiegeln konstant mit vektor(c+v), nicht mit c+v.
Welche Auswirkungen das hat, insbesondere auch für den gegenläufigen Strahl und den Vergleich beider Strahlrichtungen, werde ich noch ermitteln.

Gruß
Ernst
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