Lieber Ernst,
„Ich halte die Überlegung nicht für richtig. Die Basis kann prinzipiell so ausgerichtet werden (d.h. der Zeitpunkt kann so gewählt werden), daß Gleichzeitigkeit auftritt. Und das ist nach meiner Ansicht der Zeitpunkt des optischen Transits. Einziger vernachlässigbarer Fehler infolge der Krümmung ist die Zeitverzögerung zwischen der Bestimmung des optischen Transits in Basismitte und der Detektion der entsprechenden Signale an den Basisenden.“
Du widersprichst Dir! Genau das ist seine Überlegung. Und herauskommt eben dieser vernachlässigbare Fehler – die Wellenfront kommt aufgrund der Bewegung der Erde rel. z. Raum (die 300kms) nicht gleichzeitig an beide Enden. Von Mitte bis A ist es sowieso uninteressant – was zählt ist zwischen A und B – dt = c/0,5mm. Und wie Harald ausführte, nicht mal das, da die Erde sich in umgekehrte Richtung dreht (habe nicht überprüft – vertraue seiner Aussage).
„Hast Du nur eine Uhr in Raketenmitte, dann weißt du nicht, welche Zeit an der Raketenspitze und am Raketenende vorliegt.“
Und wen interessiert das?
„Und da In S' die Uhren aus Sicht von S ständig an allen unterschiedlichen Orten x eine unterschiedliche Zeit anzeigen, kann/muß ich zur Bestimmung dieser jeweiligen Ortszeit t` in S' sinnvollerweise auch beliebig viele andere Uhren anordnen.“
Sorry, aber das ist frei erdichtet und für nichts nutze. Wenn Du deine unzählige Uhren entlang der Strecke postierst, werden sie in S´ synchron zueinander. Wen interessiert, was eine Uhr, die beim Start 2Ls entfernt war und nach der 2s jetzt 3,6Ls entfernt ist, zeigt?
Gefragt sind einzig und allein die Koordinaten des Ereignisses, die mittels der einen Uhr, die bei t =0 am Startort war, auf 0 gestellt wurde und seitdem mit 0,8c unterwegs ist. „Die unterschiedlichen Zeiten ergeben sich einfach aus der LT der Zeit und das Ergebnis nennt sich RdG.“
Ja, die ergeben sich aus der LT – das bestreitet niemand. Ja, es ist eine RdG im weitesten Sinne. Mit Deiner Erklärung liegst Du aber sehr, sehr weit daneben.
„Im Beispiel geht es um die Zeiten am festen zeitunabhängigen Ort x=2Ls in S. Und wenn ich die messen will, dann stationiere ich dort eine Uhr. Gemessen werden soll an diesem festen Ort die Zeit t', wie sie aus S in S' beobachtet wird. Und zum Zeitpunkt t=0 in S ist die dortige Zeit t' dann - 4s.“
Ich glaube, Du bist der einzige, der weiß, was damit gemeint ist, bzw. machst Du Witze?
Ich kann´s Dir ausrechnen, was eine „unbewegte“ Uhr dort auf x=2Ls in S´ „messen“ wird – das Ergebnis wird Dich überraschen.
„Und zum Zeitpunkt t= 2s ist die Zeit t' am dortigen Ort - 0,6667s.“
Also, die „bewegte“ Uhr ist doch schneller gelaufen, nämlich 3,333s, während in S nur 2s vergangen sind.
„Nochmal die exakte Rechnung:“
Die Rechnung zeigt aber was ganz anderes – die „bewegte“ Uhr ist vor Ort bei der Erde und nicht „dort“ – wieso zeigt sie –4s, wenn sie so eben auf 0 gestellt wurde und nur positiv laufen kann.
„Meine Nachfrage nach dem physikalischen Sinn einer negativen Zeit in Trias Beispiel habe ich damit selbst beantwortet.“
Nicht die Spur davon!
Liebe Grüße
Ljudmil