Mal vor allem eine Antwort auf Lübeckers langen Beitrag - einzelne Sätze werd ich aus dem Beitrag, falls nötig, wieder nur in rot kopieren.
Ich möchte damit anfangen, das mich die Situation im "Kontakt-Beispiel" eben sehr beschäftigt.
So wie es aussieht, erzeuge ich eine Situation in der eben zwei Ereignisse für ruhenden UND bewegten Beobachter gleichzeitig sind. Mir ist völlig bewusst, dass, sofern diese wirklich so wäre, in weiterer Folge daraus eindeutig hervorgeht, dass c nicht invariant ist.
Die meisten Kritiker hier sind damit mal zufrieden und reagieren nach dem Standpunkt "hab ich doch schon immer gesagt, dass die SRT Blödsinn ist".
Ich find das aber nicht so einfach.
Das Postulat der Invarianz von c ist meiner Meinung nach sehr ernst zu nehmen.
Die Kritiker schreiben immer - Einstein postuliert halt dass c invariant ist - und schon kommt so ein "Blödsinn" wie die SRT zustande.
So einfach ist (bzw. war) das aber nicht.
Einstein hat da nicht "einfach mal nur schnell postuliert" sondern die Meßergebnisse haben GEZEIGT dass c invariant ist.
In dieser Situation hat Einstein diese Meßergebnisse ERNST genommen, gesagt, dass man nicht weiter an dieser Invarianz zweifeln kann und das man diese Invarianz daher ZU RECHT als Postulat festlegen kann.
Alles weitere, was dann daraus abgeleitet wurde (die SRT) ist daher völlig folgerichtig - wenn auch die Ergebnisse die Kritiker hier nicht überzeugen (oder von den Kritikern günstigen Falles nicht verstanden - im schlechten Fall bewusst falsch interpretiert werden).
Dieses Kontaktbeispiele bringt mich in eine wissenschaftlich vergleichbare Lage.
Wenn ICH nachweisen kann, dass die Kontakteschlüsse sowohl für Ruhend als auch Bewegt GLEICHZEITIG sind, dann kann ich dies Gleichzeitigkeit auch "als Postulat" festlegen - und in weiterer Folge darauf aufbauend dann die Invarianz von c widerlegen.
Und ob die Kontaktschlüsse wirklich gleichzeitig sind, halte ich, trotz meiner bisherigen "Beweise" noch immer für sehr fraglich.
Ich bin aber davon überzeugt, dass es ein Problem der ART sein müsste. Der entscheidende Moment in diesem Experiment ist der Zeitraum zwischen dem Zeitpunkt wo die variablen Kontakte noch ruhen und dem Zeitpunkt wo die variablen Kontakte nach der Beschleunigung wieder in konstante Bewegung übergegangen sind.
Hier ist die einzige Möglichkeit dass "irgendwas" passiert ist, weil wir aus einem ruhendem System ein bewegtes System gemacht haben.
Und daher halte ich die folgenden Fragen von Lübecker für die wichtigsten:
Die Frage ist also, was passiert, wenn der Zug zwischen den Enden herausgeschnitten wird und die Enden alleine auf den Schienen jedes für sich alleine fahren und beschleunigt werden. Beschleunigung in der SRT ist wirklich sehr interessant, geht da nämlich auf die ART zu. Die Idee zur Frage ist ja folgende, ein Schlitten wird alleine für sich beschleunigt und berührt zu einem Zeitpunkt den Kontakt. Wie sieht das klassisch gerechnet aus, und wie nach der SRT, ergibt sich da für „punktförmige “ Objekte etwas anderes? Genau das wollte ich ja mit meinem Beispiel zeigen. Es gibt keinen "Zug" - es sind Einzelschlitten die eben eigentlich wesentlich "einfacher" zu diskutieren sein sollten. Aber wie man sieht sind auch dabei schon schwer zu verstehende Probleme aufgetreten.
A) Wenn die SRT stimmt, dann muss genau da etwas passieren was ich noch nicht verstehe und das gilt es herauszufinden.
B) Wenn da "nix passiert" und die Gleichzeitigkeit weiterhin besteht, dann stimmt die SRT nicht.
Ich würde die Chanzen für die beiden Möglichkeiten auf A = 1 zu B =10 hoch "minus knapp vor unendlich" einschätzen

Aber eben nicht 1: NULL und daher interessiere ich mich für dieses Problem weiter.