Chief hat geschrieben:Abgrenzung von der Zentripetalkraft
Das Kraftzentrum liegt für Ellipsen-, Parabel- und Hyperbelbahnen in einem der Brennpunkte der Bahn und ist vom Zentrum der (lokalen) Bahnkrümmung zu unterscheiden. Beide Punkte stimmen nur für Kreisbahnen miteinander überein, für die dann die Zentralkraft mit der Zentripetalkraft der Bahn übereinstimmt. Für die genannten allgemeinen Bahnen ist die zum Brennpunkt gerichtete Zentralkraft in eine Normalkomponente zum Zentrum des (lokalen) Krümmungskreises und eine Tangentialkomponente in Bahnrichtung aufzuteilen. Letztere Komponente sorgt z. B. dafür , dass ein Planet sich am Perihel schneller bewegt als am Aphel.
Und wo soll da von einer Zentrifugalkraft die Rede sein?
Es geht um die Abgrenzung der Zentralkraft von der Zentripetalkraft bei elliptischen Bahnen. Die Zentralkraft zeigt zum Kraftzentrum (zu einem Brenpunkt der Ellipse), die jeweils resultierende Zentripetalkraft hingegen zum Zentrum der jeweiligen Bahnkurve. Beide Kräfte zeigen nach innen. Eine Zentrifugalkraft kommt hier nicht vor!
Ernst hat geschrieben:Die Gravitation allein verursacht die Beschleunigung und damit die Änderung der Geschwindigkeit und damit die Entstehung der Bahnkurve.
Korrekter: Die Gravitation allein verursacht die Zentripetalbeschleunigung und damit die Änderung der Richtung und damit die Entstehung der Bahnkurve. (Die Geschwindigkeit bleibt bei Kreisbahn gleich).
>Highway hat geschrieben:Was hast du an meiner Lösung auszusetzen?
Sie hat nichts mit der von Ernst gegebenen Aufgabe zu tun. Du setzt eine 2. Masse ein, welche die 1. beschleunigt, offenbar durch einen Stoß. Das ergibt aber bei der 1. Masse keine beschleunigte Weiterbewegung, sondern eine inertiale. Ich frage mich, was eigentlich die
Kurven in Deinem Diagramm darstellen, denn eine konstante Beschleunigung liegt in Deiner Lösung nicht vor. Diese meint aber Ernst, wenn er Anfangsgeschwindigkeit = 0 setzt und fragt, welche Geschwindigkeit
nach 10 s vorliegt! D.h. die Aufgabe von Ernst beinhaltet eine
konstante Beschleunigung, die Kraft F=100 N liegt über die ganze Strecke an der Masse an (daher auch Ernsts Vergleich mit einem PKW). Ernst fragt also nach der konstanten Beschleunigung einer Masse von 1 kg, die
über die Strecke mit F=100 N beschleungt wird. Eine 2. Masse hat damit nichts zu tun, weil es gleichgültig ist, wie die Kraft F=100 N zustande kommt (Motorkraft bei einem Pkw z.B. oder Gravitation bei Fallbeschleunigung). rmw hat die Aufgabe richtig erkannt und einige Formelchen hingeschrieben, die richtig sind und natürlich keine Trägheitskraft enthalten.
Grüße
Harald Maurer