Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Zentrifugalkraft

Beitragvon rmw » Mi 21. Mär 2012, 20:13

Ernst hat geschrieben:Als Startbedingung wird ein Ort s_0 und eine Geschwindigkeit v_0 vorgegeben und dann wird ausschließlich mit der Beschleunigungswirkung der Gravitation gerechnet

Mit einer Bewegungsgleichung schon, die allerdings die Geschwindigkeit beinhaltet. Von der Geschwindigkeit ist zufälligerweise die Zentrifugalkraft abhängig.
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Re: Gleichung

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mär 2012, 20:39

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:In F=m*a sind ja gemäß der Gleichung F und m*a zwei gleiche Vektoren, folglich von gleichem Betrag und gleicher Richtung.

Jetzt fängst du mit der Geschichte wieder an.
Die Massenträgheitskraft und die aufzubringende Beschleunigungskraft sind betragmäßig gleich groß und entgegengesetzt gerichtet. Der Betrag beider errechnet sich daher aus F=m.a.
Deine Interpretation dieser Gleichung macht keinen Sinn.

Woher hast du das denn?

Die Gleichung, mit der man seit Newton in der Mechanik rechnet, lautet unbestritten

Vektor F = Vektor m*a

Das sind zwei gleiche Vektoren mit demzufolge gleichen Betrag und gleicher Richtung.

Wie kommst du da auf Beträge, die an irgendwelchen entgegengesetzten Kräfte wirken sollen?

Und bitte stell doch mal eine einfache Rechnung dazu ein.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mi 21. Mär 2012, 20:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zentrifugalkraft

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mär 2012, 20:47

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Als Startbedingung wird ein Ort s_0 und eine Geschwindigkeit v_0 vorgegeben und dann wird ausschließlich mit der Beschleunigungswirkung der Gravitation gerechnet

Mit einer Bewegungsgleichung schon, die allerdings die Geschwindigkeit beinhaltet. Von der Geschwindigkeit ist zufälligerweise die Zentrifugalkraft abhängig.

Die Gravitation allein verursacht die Beschleunigung und damit die Änderung der Geschwindigkeit und damit die Entstehung der Bahnkurve. v und s werden als Startbedingung vorgegeben und danach berechnet man nur die Änderungen der Parameter infolge der Wirkung der Gravitationskraft. Contravariant hat's ja vorgerechnet.
Kein Mensch rechnet sowas mit zusätzlichen "Trägheitskräften", die es ja auch im unbeschleunigten BS gar nicht gibt.

Wenn Du aber sowas mit deiner zusätzlichen "Trägheitskraft" rechnen willst, bitte tu das. Das wäre ja allemal interessanter, als immer nur Behauptungen.
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Re: Gleichung

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mär 2012, 20:52

Highway hat geschrieben: Weil das a) in seinen Büchern nicht vorkommt und b) eigenes Denken nicht vorgesehen ist.

Ja, dann schreib mal mit den beiden anderen Superhirnen neue Bücher mit Eurem eigenen Denken. Könnte Millionen belustigen.

Der eine Autor Guido scheitert ja bereits an der einfachsten Mechanikaufgabe. Allerdings konnte da ja noch rmw die Ehre retten.
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Re: Gleichung

Beitragvon contravariant » Mi 21. Mär 2012, 21:08

Highway hat geschrieben:Immer nur lamentieren macht auf die Dauer ja auch keinen Spaß. Guck es dir nochmal genau an.

Das hat mit lamentieren nun nicht so viel zu tun. Du betrachtest in deiner Rechnung ja nicht die Orte der Massen, sondern rechnest in Relativkoordinaten (s_g = s_1 + s_2). Implizit verwendest du allerdings auch, dass die Bewegungen der beiden Massen unabhängig sind. Siehe: viewtopic.php?f=6&t=411&start=3860#p39715
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Re: Zentrifugalkraft

Beitragvon contravariant » Mi 21. Mär 2012, 21:19

Highway hat geschrieben:Keine Ahnung. Irgend einen Kreis, weiß der Himmel zu welchem Bezug. Hauptsache man hat was gerechnet, schöne bunte Bildchen produziert und Physik dran geschrieben. So geht das heute. :mrgreen:

Du gibst zu, dass du nicht weißt, was und wie ich es gerechnet habe. Aber du bist natürlich abolut sicher, dass es falsch ist. Hast du telepathische Fähigkeiten?
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Mi 21. Mär 2012, 21:39

Chief hat geschrieben:Abgrenzung von der Zentripetalkraft

Das Kraftzentrum liegt für Ellipsen-, Parabel- und Hyperbelbahnen in einem der Brennpunkte der Bahn und ist vom Zentrum der (lokalen) Bahnkrümmung zu unterscheiden. Beide Punkte stimmen nur für Kreisbahnen miteinander überein, für die dann die Zentralkraft mit der Zentripetalkraft der Bahn übereinstimmt. Für die genannten allgemeinen Bahnen ist die zum Brennpunkt gerichtete Zentralkraft in eine Normalkomponente zum Zentrum des (lokalen) Krümmungskreises und eine Tangentialkomponente in Bahnrichtung aufzuteilen. Letztere Komponente sorgt z. B. dafür , dass ein Planet sich am Perihel schneller bewegt als am Aphel.

Und wo soll da von einer Zentrifugalkraft die Rede sein?
Es geht um die Abgrenzung der Zentralkraft von der Zentripetalkraft bei elliptischen Bahnen. Die Zentralkraft zeigt zum Kraftzentrum (zu einem Brenpunkt der Ellipse), die jeweils resultierende Zentripetalkraft hingegen zum Zentrum der jeweiligen Bahnkurve. Beide Kräfte zeigen nach innen. Eine Zentrifugalkraft kommt hier nicht vor!
Ernst hat geschrieben:Die Gravitation allein verursacht die Beschleunigung und damit die Änderung der Geschwindigkeit und damit die Entstehung der Bahnkurve.

Korrekter: Die Gravitation allein verursacht die Zentripetalbeschleunigung und damit die Änderung der Richtung und damit die Entstehung der Bahnkurve. (Die Geschwindigkeit bleibt bei Kreisbahn gleich).
>Highway hat geschrieben:Was hast du an meiner Lösung auszusetzen?

Sie hat nichts mit der von Ernst gegebenen Aufgabe zu tun. Du setzt eine 2. Masse ein, welche die 1. beschleunigt, offenbar durch einen Stoß. Das ergibt aber bei der 1. Masse keine beschleunigte Weiterbewegung, sondern eine inertiale. Ich frage mich, was eigentlich die Kurven in Deinem Diagramm darstellen, denn eine konstante Beschleunigung liegt in Deiner Lösung nicht vor. Diese meint aber Ernst, wenn er Anfangsgeschwindigkeit = 0 setzt und fragt, welche Geschwindigkeit nach 10 s vorliegt! D.h. die Aufgabe von Ernst beinhaltet eine konstante Beschleunigung, die Kraft F=100 N liegt über die ganze Strecke an der Masse an (daher auch Ernsts Vergleich mit einem PKW). Ernst fragt also nach der konstanten Beschleunigung einer Masse von 1 kg, die über die Strecke mit F=100 N beschleungt wird. Eine 2. Masse hat damit nichts zu tun, weil es gleichgültig ist, wie die Kraft F=100 N zustande kommt (Motorkraft bei einem Pkw z.B. oder Gravitation bei Fallbeschleunigung). rmw hat die Aufgabe richtig erkannt und einige Formelchen hingeschrieben, die richtig sind und natürlich keine Trägheitskraft enthalten.

Grüße
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Mi 21. Mär 2012, 22:42

Chief hat geschrieben:Ich rede von der Zentrifugalkraft nach Newton III.

Nach Newton III gibt es keine Zentrifugalkraft. Die Reaktionskraft auf die Anziehungskraft, welche die Erde auf einen Satelliten ausübt ist eine Anziehungskraft, die der Satellit auf die Erde ausübt. Das ist Newton III !
Chief hat geschrieben:Nach "Prof.Dr." Ernst, "contravariant", Trigemina, Poet, Harald und den ANDEREN ist eine Bewegung unter den von Newton beschriebenen Umständen gar nicht möglich (zwei gleich große Kräfte wirken entgegen).

Ja, aber auf zwei unterschiedliche Körper! Was dazu führt, dass jeder der beiden beschleunigt wird! Ziehe ich als Rollschuhfahrer an einem Seil einen anderen Rollschuhfahrer heran, dann zieht der mit gleicher Kraft an mir - was dazu führt, dass wir uns beide zum gemeinsamen Schwerpunkt bewegen. Wieso sollte bei zwei gleich großen entgegen gesetzten Kräften keine Bewegung möglich sein, wenn sie auf zwei unterschiedliche Körper wirken???
Das erinnert mich an einen Witz, in welchem zwei Schnellzüge mit rasender Geschwindigkeit aufeinander zu fuhren und das entsetzliche Unglück nur dadurch verhindert wurde, dass sie das nicht auf demselben Geleise taten!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Kurt » Mi 21. Mär 2012, 23:34

Harald Maurer hat geschrieben:Wieso sollte bei zwei gleich großen entgegen gesetzten Kräften keine Bewegung möglich sein, wenn sie auf zwei unterschiedliche Körper wirken???
Das erinnert mich an einen Witz, in welchem zwei Schnellzüge mit rasender Geschwindigkeit aufeinander zu fuhren und das entsetzliche Unglück nur dadurch verhindert wurde, dass sie das nicht auf demselben Geleise taten!


Der "Witz" bei der ganzen Diskussion um die Kreisbahn und den SAT ist der das keine Anziehung existiert.
Also sind alle darauf aufgebauten "Kräfte" Scheinkräfte, oder besser gesagt Falschkräfte.

Auf den, besser gesagt am SAT, noch besser gesagt auf die Materie des SAT, wirkt eine Wirkung.
Die Eingenbeschleunigung.


Gruss Kurt
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Do 22. Mär 2012, 07:39

Highway hat geschrieben:Natürlich ist das eine konstante Beschleunigung. Was meinst du denn welche "ungleichförmige" Beschleunigung heraus kommen würde, wenn man eine konstante Kraft auf eine konstante Masse einwirken lässt? Die Kurven zeigen den zeitlichen Verlauf des Abstandes der beiden Massen über die Zeit zueinander, für Fallbeispiel 1 und 2 . Danach war ja auch gefragt.

In Ernsts Aufgabe wird nicht nach dem Abstand zweier Massen zueinander gefragt. Eine zweite Masse kommt gar nicht vor. Wie macht es Deine 2. Masse trotz zunehmenden Abstands zur 1. Masse auf diese eine konstante Kraft von 100 N kontinuierlich auszuüben und eine konstante Beschleunigung zu bewirken? Unter konstanter Beschleunigung verstehe ich den Sachverhalt, dass die Masse über die Strecke hinweg immer schneller wird (damit da kein Missverständnis aufkommt). Und wie dies durch eine 2. Masse bewirkt werden könnte, ist mir rätselhaft. Könntest Du dies etwas näher erklären, z.B. um welche Art von Masse bzw. Kraft es sich handelt, die auf die andere eine konstante Beschleunigung (trotz zunehmender Entfernung) bewirkt? Ich verstehe das leider nicht.

Grüße
Harald Maurer
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