Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mo 19. Mär 2012, 17:53

Hallo Mikesch !
Hannes hat geschrieben:
Trägheitskraft als Beharrungskraft Beharrungskraft definieren ist hingegen imstande, die einem Körper innewohnende Bewegungsenergie in andere Energieformen (z.B Wärmeenergie) umzusetzen.

Du brauchst dir nur vor Augen zu halten, welche Bewegungsenergie in einem Meteoriten enthalten ist. Was da Scheinkraft sein soll,müsstest du mir erklären.
Immer noch komplett falsch, wenn die Kräfte ausgeglichen sind, gibt es für den Körper keinen Grund aus seiner Translationsbewegung in eine Rotationsbewegung zu gehen.

Die Kräfte sind erst dann ausgeglichen, wenn die Rotationsbewegung erreicht ist.
Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Bell » Mo 19. Mär 2012, 18:51

Hannes hat geschrieben:
Die Sache mit der Rakete ist doch einfach. Sie wird durch das Triebwerk beschleunigt. An wen oder was greifen nun die Trägheitskräfte an? Nicht an der Rakete selbst, denn dann würde sie gar nicht beschleunigt werden, [Blödsinn entfernt]

Warum sollte die Rakete nicht beschleunigen ? Die Trägheitskräfte greifen erst NACH dem Angreifen der Raketenkraft. Vorher ist von Trägheit nichts zu merken.
Die Rakete stößt sich praktisch an der Trägheit der ausgestoßenen Moleküle ab.

Das Problem beginnt schon mit der Vorstellung einer Kraft: Man versucht, sie in zwei Kräfte zu zerlegen. Bei der Beschleunigung einer Rakete entsteht der Vortrieb dadurch, dass sich die Rakete an den ausgeschleuderten Molekülen der Abgase abstößt. Ist daher eigentlich EINE Kraft, die sowohl auf die Abgase als auch auf die Rakete wirkt. (entsteht durch die Ausdehnung der Brenngase)

Wieviel Kräfte sind denn da am Werk, wenn ein Rakete beschleunigt wird?

Wenn ich es richtig sehe, gibt es doch eine Kraft, die die Rakete beschleunigt während deren gleichzeitig auftretende Reactio die Abgase beschleunigt.

Damit hätten wir also zwei Kräfte, die Actio und deren Reactio.

Wenn die Trägheitskraft nun keine Scheinkraft ist, was macht die dann und wo greift sie an.

Griffe die Trägheitskraft der Rakete an der Rakete an, dürfte die Rakete doch, nachdem die Trägheitskraft ihre volle Wirkung entfaltet hat, doch gar nicht mehr beschleunigen.

Schließlich ist die Trägheitskraft ja genauso groß, wie die Kraft die die Rakete beschleunigt .... aber mit entgegengesetztem Vorzeichen.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mo 19. Mär 2012, 19:16

Hallo Bell !

Wieviel Kräfte sind denn da am Werk, wenn ein Rakete beschleunigt wird?

Wenn ich es richtig sehe, gibt es doch eine Kraft, die die Rakete beschleunigt während deren gleichzeitig auftretende Reactio die Abgase beschleunigt

Es ist die Wärmeausdehnung der Brenngase.

Damit hätten wir also zwei Kräfte, die Actio und deren Reactio.

ja, denn sie wirkt auf Rakete und Abgase.
Wenn die Trägheitskraft nun keine Scheinkraft ist, was macht die dann und wo greift sie an.

Die Trägheitskraft der Abgasmoleküle bewirkt als reactio den Antrieb der Rakete.
Griffe die Trägheitskraft der Rakete an der Rakete an, dürfte die Rakete doch, nachdem die Trägheitskraft ihre volle Wirkung entfaltet hat, doch gar nicht mehr beschleunigen.

Warum denn nicht ?
Schließlich ist die Trägheitskraft ja genauso groß, wie die Kraft die die Rakete beschleunigt .... aber mit entgegengesetztem Vorzeichen.

Die Trägheitskraft entsteht erst nach dem Angriff der Beschleunigungskraft,siehe Newton.
Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Bell » Mo 19. Mär 2012, 19:47

Hannes hat geschrieben:
Griffe die Trägheitskraft der Rakete an der Rakete an, dürfte die Rakete doch, nachdem die Trägheitskraft ihre volle Wirkung entfaltet hat, doch gar nicht mehr beschleunigen.

Warum denn nicht ?
Schließlich ist die Trägheitskraft ja genauso groß, wie die Kraft die die Rakete beschleunigt .... aber mit entgegengesetztem Vorzeichen.

Die Trägheitskraft entsteht erst nach dem Angriff der Beschleunigungskraft,siehe Newton.

Wie habe ich mir das vorzustellen Hannes?
Wenn eine Rakete 10 Minuten lang beschleunigt wird, wirkt die Trägheitskraft erst ab der 11. Minute? ... oder wie?
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mo 19. Mär 2012, 20:09

Wie habe ich mir das vorzustellen Hannes?
Wenn eine Rakete 10 Minuten lang beschleunigt wird, wirkt die Trägheitskraft erst ab der 11. Minute? ... oder wie?

Wie würdest du dir das vorstellen ?
Wenn eine Lokomotive einen Zug anzieht, wirkt doch die Trägheitskraft des Zuges sofort. Sonst bräuchte ich keine Lok. Nur muss die Zugkraft stärker sein,sonst bewegt sich nichts. Oder wie stellst du dir das vor ?
Hannes
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Reaktion

Beitragvon rmw » Mo 19. Mär 2012, 20:14

Bell hat geschrieben:Was bewirkt eine Massentragheitskraft denn dann?

Im gegebenen Fall eine Gegenkraft auf deine Hand aus feritg. In völlig gleicher Weise wie ein Körper durch sein Gewicht als Kraft auf deine Hand wirkt.
Im ersten Fall hast du eine Beschleunigung im zweiten aber nicht. Das sind physikalische Tatsachen, ob du es nun verstehst oder nicht.

Bell hat geschrieben:Mich würde da vorallem interessieren, wie man die resultierende Kraft bestimmt. Denn die ist ja scheinbar entscheidend für die Beschleunigung des Körper

Die Resultierende der von außen angreifenden Kräfte bewirkt die Beschleunigung, die Massenträgheitskraft ist die Reaktion darauf. Aber das erkläre ich dir nicht gerade zum erstem Mal.
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Beschleunigung

Beitragvon rmw » Mo 19. Mär 2012, 20:27

Bell hat geschrieben:Griffe die Trägheitskraft der Rakete an der Rakete an, dürfte die Rakete doch, nachdem die Trägheitskraft ihre volle Wirkung entfaltet hat, doch gar nicht mehr beschleunigen.

Sicher darf sie sich beschleunigen. Es ist eine physikalische Tatsache dass die Massenträgheitskraft betragsmäßig der angreifenden Beschleunigungskraft entspricht. Ob du Tatsachen nun akzeptieren willst oder auch nicht bleibt dir selbstverständlich überlassen.
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Re: Beschleunigung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Mär 2012, 22:03

rmw hat geschrieben: Ob du Tatsachen nun akzeptieren willst oder auch nicht bleibt dir selbstverständlich überlassen.

Wenn Du hier von Tatsachen sprichst, dann sind es sicherlich keine. Wie du schon an anderer Stelle bewiesen hast. Tatsache ist, daß deine Aussagen nicht zutreffen.

Auf den Stein in Deiner Hand wirkt die Kraft von deiner Hand. Diese einzige Kraft auf den Stein bewirkt dessen Beschleunigung.

Die Reaktionskraft wirkt auf deine Hand. Die beschleunigt dich in die entgegengesetzet Richtung. Aber Diese kraft wirkt auf Dich und nicht auf den Stein.

Eine "Trägheitskraft" existiert folglich nicht, wie auch allen mit den Grundzügen der Mechanik Vertrauten bekannt ist.

Alles schon hundertmal erklärt.

Ganz einfach. Aus. Ende.
.
.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Bell » Mo 19. Mär 2012, 23:11

Hannes hat geschrieben:
Wie habe ich mir das vorzustellen Hannes?
Wenn eine Rakete 10 Minuten lang beschleunigt wird, wirkt die Trägheitskraft erst ab der 11. Minute? ... oder wie?

Wie würdest du dir das vorstellen ?
Wenn eine Lokomotive einen Zug anzieht, wirkt doch die Trägheitskraft des Zuges sofort. Sonst bräuchte ich keine Lok. Nur muss die Zugkraft stärker sein,sonst bewegt sich nichts. Oder wie stellst du dir das vor ?

Gut, halten wir also fest: die Trägheitskraft wirkt sofort ... genauso habe ich mir das auch vorgestellt.

Es stellt sich -soweit es die Trägheitskarft angeht- also nicht erst nach einiger Zeit ein irgendwie geartetes Gleichgewicht ein, sondern die Trägheitskraft tritt gleichzeitig mit der beschleunigenden Kraft auf.

Nun ist sie Deiner Ansicht nach aber kleiner, als die beschleunigende Kraft, weil sonst ja, wie Du richtig feststellst, gar keine Beschleunigung mehr stattfände.

Wie berechet man denn die Trägheitskraft? Und ist es nicht so, dass die Beschleunigung entsprechend der Trägheitskraft sofort vermindert wird?

Muss dann nicht gelten: a=(f_beschleunigung - f_trägheit)/m statt a=f/m?
Zuletzt geändert von Bell am Mo 19. Mär 2012, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beschleunigung

Beitragvon Bell » Mo 19. Mär 2012, 23:29

rmw hat geschrieben:
Bell hat geschrieben:Griffe die Trägheitskraft der Rakete an der Rakete an, dürfte die Rakete doch, nachdem die Trägheitskraft ihre volle Wirkung entfaltet hat, doch gar nicht mehr beschleunigen.

Sicher darf sie sich beschleunigen. Es ist eine physikalische Tatsache dass die Massenträgheitskraft betragsmäßig der angreifenden Beschleunigungskraft entspricht. Ob du Tatsachen nun akzeptieren willst oder auch nicht bleibt dir selbstverständlich überlassen.

Nun, da hast Du natürlich recht ... die Massenträgheitskraft entspricht betragsmäßig der beschleunigenden Kraft.

Und genau dies beweist, dass die Trägheitskraft eine Scheinkraft und keine wirklich Kraft ist.
Wäre sie eine wirkliche Kraft, würde sie sich mit der beschleunigenden Kraft zu 0 saldieren ... und es fände keine Beschleunigung statt. Da sie eine Scheinkraft ist, passiert nichts und die Rakete wird entsprechend der beschleunigenden Kraft beschleunigt.
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