Hannes hat geschrieben:Die Sache mit der Rakete ist doch einfach. Sie wird durch das Triebwerk beschleunigt. An wen oder was greifen nun die Trägheitskräfte an? Nicht an der Rakete selbst, denn dann würde sie gar nicht beschleunigt werden, [Blödsinn entfernt]
Warum sollte die Rakete nicht beschleunigen ? Die Trägheitskräfte greifen erst NACH dem Angreifen der Raketenkraft. Vorher ist von Trägheit nichts zu merken.
Die Rakete stößt sich praktisch an der Trägheit der ausgestoßenen Moleküle ab.
Das Problem beginnt schon mit der Vorstellung einer Kraft: Man versucht, sie in zwei Kräfte zu zerlegen. Bei der Beschleunigung einer Rakete entsteht der Vortrieb dadurch, dass sich die Rakete an den ausgeschleuderten Molekülen der Abgase abstößt. Ist daher eigentlich EINE Kraft, die sowohl auf die Abgase als auch auf die Rakete wirkt. (entsteht durch die Ausdehnung der Brenngase)
Wieviel Kräfte sind denn da am Werk, wenn ein Rakete beschleunigt wird?
Wenn ich es richtig sehe, gibt es doch eine Kraft, die die Rakete beschleunigt während deren gleichzeitig auftretende Reactio die Abgase beschleunigt.
Damit hätten wir also zwei Kräfte, die Actio und deren Reactio.
Wenn die Trägheitskraft nun keine Scheinkraft ist, was macht die dann und wo greift sie an.
Griffe die Trägheitskraft der Rakete an der Rakete an, dürfte die Rakete doch, nachdem die Trägheitskraft ihre volle Wirkung entfaltet hat, doch gar nicht mehr beschleunigen.
Schließlich ist die Trägheitskraft ja genauso groß, wie die Kraft die die Rakete beschleunigt .... aber mit entgegengesetztem Vorzeichen.