Ich weiß nicht, warum Ihr Sagnac immer als Beweis gegen die SRT aufzählt?
Da werden zwei Lichtstrahlen. einmal im Uhrzeigersinn und einmal gegen den Uhrzeigersinn, "im Kreis" geschickt.
Während die Lichtstrahlen unterwegs sind, dreht sich der Empfänger ein Stück weiter was zur Folge hat, dass der Weg für einen Lichtstrahl länger und für den anderen kürzer wird.
Ich finds absolut normal und logisch, dass daher ein Lichtstrahl früher als der andere ankommen wird und entsprechende Interferenzmuster auftreten werden aus denen man dann direkt auf die Rotationsgeschwindigkeit schließen kann.
Die Frage, wie sich die Geschwindigkeit des Lichts in Relation zum Empfänger verhält wird dabei überhaupt nicht tangiert.
A) Die "Nichtrelativisten" werden sagen: Wenn sich der Spiegel mit v wegbewegt, muss das Licht mit einer Relativgeschwindigkeit von c-v am Spiegel eintreffen (und umgekehrt für den anderen Lichtstrahl).
Das selbe sagt die "Nichtrelativisten" ja auch, wenn ein Lichtstrahl von der Erde aus zu einem mit v davonfliegendes Raumschiff geschickt wird. Da wird dann beim Raumschiff eine Relativgeschwindigkeit von c-v fürs Licht angenommen.
B) Die "Relativisten" werden sagen: c ist invariant und die beiden Strahlen im Interferometer werden daher auch in Relation zum Spiegel nur immer mit c unterwegs sein (wie eben auch beim Raumschiff das Licht mit c ankommt)
Wer da recht hat wird beim "normalen" passiven Sagnac-Interferometer gar nicht so einfach unterscheidbar sein - die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Spiegel wird ja gar nicht gemessen.
Dann gibt's als Weiterentwicklung noch die Ring-Laser-Gyroskope bei denen auch eine Frequenzverschiebung der Strahlen messbar wird und dabei treten Schwebungsmuster auf. Und dort sieht man dann sehr wohl, ob diese Schwebungsmuster mit der relativistischen Dopplerverschiebung übereinstimmen oder nicht (sie stimmen damit überein).
Kann man z.B. für den Einstieg unter
http://www.phydid.de/index.php/phydid-b/article/viewFile/300/340 nachlesen.