LG konstant

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 30. Jan 2014, 06:21

McDaniel-77 hat geschrieben:

ich versteh' auch nicht, warum diese Diskussionen immer wieder ins lächerliche abdriften. Das Thema handelt davon, ob die Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Dazu kann ich anführen, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant ist, sondern abhängig vom Medium. In Wasser ist Licht mit nur 75% c unterwegs. In Glas mit rund 50% c. Könnte man jetzt nicht einen einfachen Versuch konstruieren, bei dem Licht durch einen unbewegten und einen bewegten Glasklotz geschickt wird.

Wird das Licht mit dem Glas mitbewegt oder nicht?


ähnliche Fragen um die schon experimentell nachgewiesene verlangsamte Geschwindigkeit des Lichts in einem Medium habe ich mir schon seit vielen Jahren gestellt, und zwar speziell um die Behauptung, dass das Licht zwar im Medium langsamer als c ist, jedoch beim Austritt aus dem Medium weiter mit c läuft.

Diese für mich unbeantwortete Frage habe ich damals im alten Forum von Herrn Friebe im Thread Lichtgeschwindigkeit in einer Flüssigkeit gestellt, und zwar gezielt wie man experimentell gemessen hat, dass das Licht im Medium langsamer als c jedoch beim Austritt aus dem Medium weiter mit c läuft.

Es sieht jedoch so aus, dass man experimentell nie die Austrittgeschwindigkeit des Lichts nach Durchquerung eines Mediums gemessen hat, zumindest konnte mir damals kein Teilnehmer ein durchgeführtes Experiment nennen.

Der Teilnehmer Sammylight hat sogar zur Messung der Austrittgeschwindigkeit des Lichts aus einer Flüssigkeit eine einfache Versuchsanordnung vorgeschlagen: http://www.ekkehard-friebe.de/friebefor ... 4#post7694

20.02.2007 – Zitat von Sammylight:

Ob das Licht "langsamer" aus einem Medium austritt als es eintritt, wäre vielleicht folgendermaßen messbar: Ich stelle einen Behälter mit Wasser in den Strahlengang zur Messung der Lichtgeschwindigkeit. Einmal stelle ich den Behälter ganz an den Anfang, so dass das Licht nach verlassen des Behälters noch eine lange Strecke in Luft zurücklegen muss. Dann messe ich ein zweites mal, diesmal jedoch positioniere ich den Behälter mit Wasser sehr nahe am Detektor. Das Licht muss in diesem Fall nach verlassen des Behälters nur noch eine kurze Strecke in Luft zurücklegen.

Wenn das Wasser das Licht bremst und diese kleinere Geschwindigkeit auch nach verlassen des Wassers bestehen bleibt, messe ich unterschiedliche Laufzeiten.

1. Experiment

Quelle ............................... Wasser .... Detektor

Gemessene Laufzeit zum Beispiel 50 Nanosekunden

2. Experiment

Quelle .... Wasser ............................... Detektor

Erwartete Laufzeit müsste größer 50 Nanosekunden sein, wenn das Licht nach dem Wasser langsamer ist.


Was hältst Du von dieser Versuchsanordnung?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Do 30. Jan 2014, 06:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LG konstant

Beitragvon Jondalar » Do 30. Jan 2014, 06:38

McDaniel-77 hat geschrieben:Hi fallili und Jondalar,

der Herr Carot schickt Mikrowellen durch ein Kupferrohr und behauptet, dass die Signallaufzeit durch das Rohr verkürzt wird. Das Signal erfährt zwar eine starke Dämpfung, aber am anderen Ende kommt angeblich noch was an.

Jetzt frage ich mich doch, warum der nicht einfach nach dem binären System Daten überträgt. 111011001 und schon hätte er die Dezimal-Zahl 473 übertragen, eine echte Informationsübertragen. Dazu braucht er doch nur einen Impulsgeber für die Mikrowelle.

Jondalar,

ich versteh' auch nicht, warum diese Diskussionen immer wieder ins lächerliche abdriften. Das Thema handelt davon, ob die Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Dazu kann ich anführen, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant ist, sondern abhängig vom Medium. In Wasser ist Licht mit nur 75% c unterwegs. In Glas mit rund 50% c. Könnte man jetzt nicht einen einfachen Versuch konstruieren, bei dem Licht durch einen unbewegten und einen bewegten Glasklotz geschickt wird.

Wird das Licht mit dem Glas mitbewegt oder nicht?

Sagnac-Interferometer: http://www.youtube.com/watch?v=RvV2FAMHI5Q

Liegt es an eben diesem Effekt, dass Licht mit dem Glas mitbewegt wird?

Wenn Licht im Vakuum mit c unterwegs ist, dann geht es nicht schneller, weil man Vakuum (Nichts, Raum, die Abwesenheit von Materie/eines Mediums) nicht bewegen kann.



Hallo Daniel,

bei Carôt kann ich schlecht mitreden, weil sein Versuchsaufbau nicht bekannt ist. Nachdem, was man darüber weiss, würde ich das auch auf Messfehler schieben. Vermutlich misst er tatsächlich die Gruppengeschwindigkeit, die durchaus solche Werte erreichen kann. Ich kann dazu aber nicht wirklich eine Aussage treffen, so lange nicht genau bekannt ist, wie sein Versuch aufgebaut ist, wie und was er da misst, und vor Allem, so lange er kein echtes Signal (mit Informationen) benutzt. In der Theorie halte ich superluminare Geschwindigkeiten durchaus für möglich, aber ob das mit einem Kupferrohr, dessen Enden man nur "verstopft" wie in einem Gartenschlauch, der das Wasser dann durch den höheren Druck auch beschleunigt, so funktioniert wage ich zu bezweifeln.

Naja, das Lächerlichmachen von Themen und/oder Beiträgen hat mMn zwei Gründe. Einmal sind manche Beiträge wirklich abstrus und grenzen an Satire, andererseits können viele Leute einfach nicht nachgeben und etwas eingestehen, da muss man dann entweder ausfallend oder eben lächerlich werden. Wie Du siehst, halte ich mich da inzwischen auch ziemlich heraus. Ernsthafte und zielführende Diskussionen sind ohnehin nur möglich, wenn man sachlich und offen rangeht. Keiner von uns hat die absolute Wahrheit, aber manche glauben, sie hätte sie. Das macht eine Diskussion von vorne herein unmöglich. Ich habe meine zwei (drei) Beispiele nun oft genug gestellt und keiner geht wirklich darauf ein. Da muss ich dann nicht weiterbohren.

Zur Sache - ja, da stime ich Dir zu. Wenn wir uns mal ins IS Glasstab begeben, darin einen halbdurchlässigen Spiegel montieren, der das Licht in zwei Strahlen aufteilt, können wir auch superluminare v messen. Wenn der eine Strahl weiter im Glasstab läuft, während der zweite in der Luft weiterläuft, werden wir am Ende des Glasstabes den zweiten Strahl zuerst messen - im IS-Glasstab den Strahl also "getunnelt" haben.

Mit dem bewegten Stab sieht es schon ein wenig anders aus. Wir stellen uns - natürlicherweise - so einen Stab immer als festen Körper vor, daher kommt dann die Idee, dass das Licht da mitbewegt wird. Wenn Du Dir den Stab aber als das vorstellst, was er ist, wird die Sache wieder relativiert. Das Licht wird im Medium ähnlich weitergeleitet, wie es auch gespiegelt wird. Das Licht durchdringt also nicht das Medium Glas wie ein Löffel den Honig, sondern das Licht wird Glasatom für Glasatom absorbiert und wieder emittiert - dazwischen befindet sich quasi auch nur ein "Vakuum". Jetzt kommt es darauf an, wie man das "Glaszwischenatomvakuum" betrachtet.

Siehst Du das Vakuum physikalisch/verdinglicht, dann würde bei genügend großer v das Licht schneller als c unterwegs sein. Siehst Du das Vakuum als Nichts, dann wird das Licht immer langsamer als c sein, weil es zusätzlich ja immer wieder absorbiert/emittiert werden muss. D.H. selbst wenn der Stab sich mit c bewegt, ist das Licht darin immer langsamer als c.

Im Bezug auf einen unbewegten Stab wird das Licht aber im bewegten Stab natürlich schneller am Messpunkt eintreffen, so lange die Lichtquelle mit dem Stab mitbewegt wird ;). Der Versuch ist ja an sich ein wenig "schwammig", wenn Du Dir vorstellst, wie Du das denn geneu messen willst. Entweder Du hast eine feste Strecke mit fester Lichtquelle und festem Messgerät, oder Du misst einfach nur, wie schnell sich das Licht jeweils in den Stäben bewegt. Im zweiten Fall wird die gleiche v heraus kommen, im ersten Fall kommt es eben darauf an, wie Du das Licht in den Stab einbringst.

Hast Du eine stationäre Lichtquelle und willst wissen, ob das Licht im bewegten Stab eine vorgegebene Strecke schneller durchläuft als das Licht im stationären Stab, dann hast Du gleich ein großes Problem. Der stationäre Stab muss dann ja länger sein als der bewegte und damit alleine schon braucht das Licht länger als durch den kurzen, bewegten Stab.

Ich weiss nicht, ob ich das jetzt klar ausgedrückt habe, aber frag ruhig, wenn Du mir nicht folgen kannst ;)

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: LG konstant

Beitragvon Jondalar » Do 30. Jan 2014, 07:05

Jocelyne Lopez hat geschrieben:ähnliche Fragen um die schon experimentell nachgewiesene verlangsamte Geschwindigkeit des Lichts in einem Medium habe ich mir schon seit vielen Jahren gestellt, und zwar speziell um die Behauptung, dass das Licht zwar im Medium langsamer als c ist, jedoch beim Austritt aus dem Medium weiter mit c läuft.



Hallo Jocelyne,

sehr interessant dazu sind - finde ich - drei Videos über Primer Fields. Wenn Du Zeit und Lust hast, schau Dir doch alle drei an.

Zur Fragestellung hier genügt aber der dritte Teil ab ca 12 min (bei ca 14 gehts genau um diese Frage).

HIER

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: LG konstant

Beitragvon McDaniel-77 » Do 30. Jan 2014, 07:41

Liebe Jocelyne und lieber Jondalar,

würde das Licht nach Austritt aus dem Medium langsamer sein, als vorher, dann würde man das ganz einfach mit der von dir zitierten Versuchsanordnung herausfinden können.

Ich hätte noch einen Versuchsaufbau:

Man schickt einen Laser-Strahl in und entgegen der Fließrichtung von Wasser. Gäbe es eine Interaktion von Licht mit Wasser, wie sie bei der Absorptions-Emissions-Theorie propagiert wird, dann müsste die Lichtgeschwindigkeit gegen den "Strom" vermindert sein. Wird ein Laserstrahl vom Wasser mit gerissen oder nicht?

Irgendwie würde ich mich wundern, wenn es nicht so wäre, schließlich müsst der Laser-Strahl gegen den Strom durch mehr Elementarladungen hindurch, als mit dem Strom.

Das gleiche könnte man auch mit einer rotierenden Glasscheibe testen. Beim Durchgang der in Rotation befindlichen Scheibe müsste das Licht plötzlich an einem anderen Punkt auftreffen, weil es während es durch die Scheibe dringt mitgerissen wird. Ist das so?

Wer führt eigentlich Messungen zur Lichtgeschwindigkeit durch?

In der Realitätstheorie wird Licht als EM-Welle verstanden, Photonen existieren nicht und sind nur eine Modellvorstellung. Je mehr Elementarladungen miteinander in Verbindung stehen, desto langsamer ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit. Schneller als ohne Widerstand, also im Vakuum, geht es nicht. Daher ist Licht immer nur maximal mit c unterwegs.

Da Licht nicht beschleunigt werden kann, selbst wenn die Lichtquelle sich bewegt (c+v=c), kommt es in der logischen Folge einfach nur zu Doppler-Effekten.

Ich lasse mich gerne durch ein Experiment überzeugen oder umstimmen, momentan sage ich:

- Licht bewegt sich maximal mit der Vakuumlichtgeschwindigkeit c
- Eine Geschwindigkeitsaddition c+v gibt es nicht, deshalb entstehen Doppler-Effekte

Grüße!

McDaniel-77

P.S.: Vielleicht funktioniert aus diesem einfachen Grund auch das Michelson-Morley-Experiment nicht.
Zuletzt geändert von McDaniel-77 am Do 30. Jan 2014, 07:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 30. Jan 2014, 07:43

Jondalar hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:ähnliche Fragen um die schon experimentell nachgewiesene verlangsamte Geschwindigkeit des Lichts in einem Medium habe ich mir schon seit vielen Jahren gestellt, und zwar speziell um die Behauptung, dass das Licht zwar im Medium langsamer als c ist, jedoch beim Austritt aus dem Medium weiter mit c läuft.



Hallo Jocelyne,

sehr interessant dazu sind - finde ich - drei Videos über Primer Fields. Wenn Du Zeit und Lust hast, schau Dir doch alle drei an.

Zur Fragestellung hier genügt aber der dritte Teil ab ca 12 min (bei ca 14 gehts genau um diese Frage).

HIER



Ich werde mir die Videos angucken, aber ich bin nicht sicher, ob sie zur Beantwortung meiner Fragen als Laie geeignet sind. Ich denke sehr einfach... ;)

Und diese Frage, ob die Eintrittsgeschwindigkeit des Lichts in einem Medium größer ist als seine Austrittsgeschwindigkeit ist meiner Meinung nach von so großer methodologischen Bedeutung zur Interpretation aller Messungen der Lichtgeschwindigkeit, dass es mich wundert, dass man sie nach meinen Kenntnissen nie eindeutig geklärt hat.

Es ist nämlich so, dass wir zum Beispiel aus methodologischen Gründen nie die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum unverfälscht messen können, das geht grundsätzlich nicht: Ein Vakuumrohr ist nämlich am Eintritt durch eine Glasscheibe verschlossen, was bedeutet, dass wir dabei die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum zwangsläufig nach Durchquerung des Mediums Glas messen, und nicht, wie sie vor dem Eintritt in den Vakuumrohr war. Es ist jedoch schon gut erforscht, dass die Lichtgeschwindigkeit im Medium Glas um 50% gebremst wird. Läuft das Licht im Vakuumrohr nach Durchquerung der Glasverschlussscheibe etwa mit nur 50% seiner Geschwindigkeit vor der Durchquerung? Ist unser gemessener Wert c etwa nur 50% der tatsächlichen Geschwindigkeit des Lichts im freien Vakuum, wenn wir das Licht nicht messen? Passiert bei unseren Messungen der Lichtgeschwindigkeit was bei den Messungen in der Quantendimension passiert, und zwar, dass alleine der Einsatz von Messinstrumenten das beobachtete Objekt verfälscht bzw. zerstört?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 30. Jan 2014, 08:41

McDaniel-77 hat geschrieben:
Liebe Jocelyne und lieber Jondalar,

würde das Licht nach Austritt aus dem Medium langsamer sein, als vorher, dann würde man das ganz einfach mit der von dir zitierten Versuchsanordnung herausfinden können.

Ich hätte noch einen Versuchsaufbau:


Ich habe gehört, dass der RED BULL Boss und Mäzen Dietrich Mateschitz (http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Mateschitz), der schon mit Halton Arp und Alexander Unzicker eine Veranstaltung über die fehlerhafte Relativitätstheorie in seinem Hangar-7 organisiert hatte (siehe hier), zur Konferenz in Salzburg 2nd Rational Physics Conference im April eingeladen wurde.

Du fährst auch selbst hin, oder? Gut, man sollte nicht träumen, aber vielleicht, wenn er kommt, könnte er Lust haben, Dein Experiment zu sponsoren... Aber warum sollte man eigentlich nicht träumen? :)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: LG konstant

Beitragvon fallili » Do 30. Jan 2014, 14:01

Jocelyne Lopez hat geschrieben:ähnliche Fragen um die schon experimentell nachgewiesene verlangsamte Geschwindigkeit des Lichts in einem Medium habe ich mir schon seit vielen Jahren gestellt, und zwar speziell um die Behauptung, dass das Licht zwar im Medium langsamer als c ist, jedoch beim Austritt aus dem Medium weiter mit c läuft.

Diese für mich unbeantwortete Frage habe ich damals im alten Forum von Herrn Friebe im Thread Lichtgeschwindigkeit in einer Flüssigkeit gestellt, und zwar gezielt wie man experimentell gemessen hat, dass das Licht im Medium langsamer als c jedoch beim Austritt aus dem Medium weiter mit c läuft.



Das liegt daran, das die Wellenfront sich in Glas langsamer als mit c ausbreitet, dass aber die Lichtgeschwindigkeit auch in Glas immer c ist.
Die Ausbreitung einer Welle in einem Medium ist nicht so simpel wie es in Anfängerlehrbüchern beschrieben wird. Da muss man sich schon mal mit einem Lehrbuch für Optik befassen um zu verstehen warum die Ausbreitung in Medien so aussieht als wäre c kleiner (was es nicht ist), warum es so was wie optisch aktive Substanzen gibt etc.

Es beweist aber durchaus Deinen kritischen Geist wenn Dir auffällt, dass es komisch wirkt, wenn Licht nach dem Austritt plötzlich "schneller" werden sollte.
Einen Tritt in den Hintern wird das Licht ja wohl kaum kriegen.
Aber wie gesagt - die Lösung liegt darin, dass c auch in Medien niemals kleiner geworden ist und daher auch nicht "schneller" werden muss.
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Re: LG konstant

Beitragvon Ernst » Do 30. Jan 2014, 14:03

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und diese Frage, ob die Eintrittsgeschwindigkeit des Lichts in einem Medium größer ist als seine Austrittsgeschwindigkeit ist meiner Meinung nach von so großer methodologischen Bedeutung zur Interpretation aller Messungen der Lichtgeschwindigkeit, dass es mich wundert, dass man sie nach meinen Kenntnissen nie eindeutig geklärt hat.

Das ist seit langem bekannt. Die Lichtbrechung beim Übergang von einem Medium in ein anderes wird verursacht durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den beiden Medien. Beim Durchgang von Licht durch eine Glasplatte wird das Licht zweimal gebrochen. Beim Eintritt wird es in eine andere Richtung gelenkt. Beim Austritt aber wird aus der veränderten Richtung wieder in die alte Richtung zurück gebrochen. Eintritts und Austrittsgeschwindigkeit sind folglich gleich.
.
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Re: LG konstant

Beitragvon Jondalar » Do 30. Jan 2014, 15:36

Chief hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Aber wie gesagt - die Lösung liegt darin, dass c auch in Medien niemals kleiner geworden ist und daher auch nicht "schneller" werden muss.

Ist das ein Witz?


Warum ein Witz?

DAS

fallili hat geschrieben:
Das liegt daran, das die Wellenfront

Die Ausbreitung einer Welle


finde ich weitaus witziger als die Tatsache, dass c=c ist, immer und jederzeit ;).

Herzliche Grüße
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Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 30. Jan 2014, 15:48

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und diese Frage, ob die Eintrittsgeschwindigkeit des Lichts in einem Medium größer ist als seine Austrittsgeschwindigkeit ist meiner Meinung nach von so großer methodologischen Bedeutung zur Interpretation aller Messungen der Lichtgeschwindigkeit, dass es mich wundert, dass man sie nach meinen Kenntnissen nie eindeutig geklärt hat.

Das ist seit langem bekannt. Die Lichtbrechung beim Übergang von einem Medium in ein anderes wird verursacht durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den beiden Medien. Beim Durchgang von Licht durch eine Glasplatte wird das Licht zweimal gebrochen. Beim Eintritt wird es in eine andere Richtung gelenkt. Beim Austritt aber wird aus der veränderten Richtung wieder in die alte Richtung zurück gebrochen. Eintritts und Austrittsgeschwindigkeit sind folglich gleich.


Die Tatsache, dass das Licht beim Eintritt gebrochen und beim Austritt zurück gebrochen wird beweist nicht unbedingt, dass es mit der gleichen Geschwindigkeit in die alte Richtung weiter läuft, sprich dass Eintritts- und Austrittsgeschwindigkeit gleich sind. Das Brechungsphänomen ist bekannt und in manchen Fällen auch mit bloßen Augen zu beobachten, aber man kann dabei natürlich mit bloßen Augen bei Geschwindigkeiten dieser Größenordnung nicht erkennen, ob es sich um die gleichen Geschwindigkeiten handelt. Und offensichtlich hat man noch nie diese beiden Geschwindigkeiten gemessen, zumindest nicht dass ich wüsste. Nur Sammylight hat eine Versuchsanordnung vorgeschlagen, um es zu messen.

Es steht aber fest: Das Licht, das nach Durchquerung eines Mediums zu beobachten ist, ist anders, als das Licht vor der Durchquerung des Mediums, das kann man oft mit bloßen Augen erkennen: Das Licht ist auf jeden Fall schwächer und/oder hat eine andere Farbe. Liegt diese Veränderung an der Streuung, an einer Frequenzänderung, an einer Geschwindigkeitsänderung? Immerhin ist die Theorie der Lichtermüdung nicht unbedingt durch "Spinner" aufgestellt worden, auch wenn sie von dem Mainstream abgelehnt wird. Und gerade deshalb, weil sie von dem Mainstream abgelehnt wird, ist es ein Grund für mich, sich darüber Gedanken zu machen, man kennt doch die Mainstreamer... ;)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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