Zwillingsparadoxon

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Di 21. Jul 2020, 17:52

McMurdo hat geschrieben:
Sciencewoken hat geschrieben:Was sich ändert steht da schon oft genug: Subjektive Realität (Messung) wird zu objektiver Realität (physikalischer Vorgang).

So ein Blödsinn.

Messungen sind interpretierbar - ergeben also eine subjektive Realität. Die objektive Realität allerdings ist unbestechlich. Wer das Blödsinn nennt, der ist selber unheimlich Blödsinnig. :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Di 21. Jul 2020, 17:58

Daniel K. hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Wenn bei A gemessen wird das Uhr B relativ zu Uhr A bewegt ist, dann ist das objektiv richtig und hab nichts mit Subjektivität zu tun. Ebenso wenn in B gemessen wird das Uhr A relativ zu Uhr B bewegt ist ist das objektive Realität. Nix mit subjektiv. Denn jeder kann sich anhand der Messung davon überzeugen. Und diese Messung hat nichts damit zu tun ob du sie machst, ich oder sonst wer.

So schaut es aus...

Genau, und man misst dass immer nur eine Uhr langsamer geht als die andere - z.B. Uhr A. Oder beide Uhren gehen gleich schnell, wenn beide gleich schnell relativ zum Äther bewegt werden.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Di 21. Jul 2020, 18:02

Lagrange hat geschrieben:Es gibt keine tatsächliche Bewegung.

Das ist Blödsinn! Es gibt nämlich nur tatsächliche Bewegungen und keine anderen. Nur leider können Bewegungen auf verschiedenste Art mit einer Geschwindigkeit bewertet werden. So gibt es z.B. tatsächliche Strecke durch Universalzeit (zumindest theoretisch) welche gleich jener aus kontrahierte Strecke durch Eigenzeit ist (Minkowski und Lorentz) und dann noch tatsächliche Strecke durch Eigenzeit (proper velocity) und kontrahierte Strecke durch Universalzeit (afaik nicht verwendet). Kurz gesagt - für ein und dieselbe Relativbewegung (in diesem Fall) können 4 Geschwindigkeiten ermittelt werden und nicht bloß eine. Selbst wenn man die Längenkontraktion ableht, so wie ich, dann bleiben immer noch zwei Geschwindigkeiten für eine einzige Bewegung übrig. In der RT gibt es für eine Bewegung sogar unendlich viele Geschwindigkeiten, denn dort ist immer nur die Relativgeschwindigkeit maßgeblich, niemals aber die, aus denen sich eine Solche zusammen setzen könnte.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Di 21. Jul 2020, 18:13

Manuel Dumming Krügеr hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Sciencewoken hat geschrieben:Was sich ändert steht da schon oft genug: Subjektive Realität (Messung) wird zu objektiver Realität (physikalischer Vorgang).

So ein Blödsinn.

Und was für ein Blödsinn

Na schau an. Die Herren Möchtegern-Professoren lügen sich gegenseitig wirres Zeug in die Tasche. :lol:
Fakt ist nämlich, dass Messungen durchaus interpretierbar sind und deswegen eine subjektive Realität ergeben. Die objektive Realität ist jedoch unbestechlich. Wissenschaftler irren sich da nämlich seit mehreren 100 Jahren empor und nicht erst seit Lorentz. Seit Einstein jedoch scheint mit dem sich empor irren schluß zu sein, sonst gäbe es keine Manuel Dumming Krügеrs, McMongos, Kurts oder LeGatesnochs. :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Di 21. Jul 2020, 18:45

Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Es gibt keine tatsächliche Bewegung.

Das ist Blödsinn! Es gibt nämlich nur tatsächliche Bewegungen und keine anderen. ...

Wer bewegt sich tatsächlich, A oder B ? :lol: :lol: :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Di 21. Jul 2020, 19:49

Lagrange hat geschrieben:
Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Es gibt keine tatsächliche Bewegung.

Das ist Blödsinn! Es gibt nämlich nur tatsächliche Bewegungen und keine anderen. ...

Wer bewegt sich tatsächlich, A oder B ? :lol: :lol: :lol:

Auf jedem Fall einer von Beiden oder gar Beide aber ganz sicher nich keiner, aber das entscheidet nicht darüber, mit wievielen Werten man eine Bewegung bewerten kann.
Wenn zwischen A und B vL=0,9c gemessen wird, könnte es durchaus sein, dass sich A mit 0,499c in eine und B mit 0,728c in die entgegengesetzt Richtung bewegt und beide Bewegungen dafür sorgen, dass Uhr A tatsächlich nur um den Faktor 1,26 (γA/γB - der Rest ist klassischer Doppler-Effekt für bewegten Sender und bewegten Empfänger) schneller geht und keinesfalls um den Faktor 2,29 (γL).
Fakt ist, dass man sich entweder nur bewegen oder aber nur ruhen kann. Man ruht, wenn die Eigengeschwindigkeit 0 ist und ist bewegt, wenn die Eigengeschwindigkeit ungleich 0 ist. Der Wert, mit dem eine Bewegung bemessen wird, dient nur dem Vergleich einer Bewegung mit einer anderen.
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Lagrange » Di 21. Jul 2020, 20:20

Sciencewoken hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Sciencewoken hat geschrieben:Das ist Blödsinn! Es gibt nämlich nur tatsächliche Bewegungen und keine anderen. ...

Wer bewegt sich tatsächlich, A oder B ? :lol: :lol: :lol:

Auf jedem Fall einer von Beiden...

Relativ zu was?
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Di 21. Jul 2020, 20:30

Lagrange hat geschrieben:Relativ zu was?

Zu einem Bezug. :lol:
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mi 22. Jul 2020, 00:25

Da hierzu nach 24 Stunden noch keine Antworten kamen, wird wohl Nachhilfe fällig. :lol:

a) Das ist ja noch einfach. Da C für A per Radar eine Geschwindigkeit von 0,499c misst, misst auch A für C eine Geschwindigkeit von 0,499c. Für Geschwindigkeitsmessungen per Radar sind Strecken uninteressant, denn es zählen nur Frequenzen bzw. Impulsfolgezeiten oder Zeitspannen zwischen Senden und Empfangen von Impulsen, aber das weiß hoffentlich jeder bereit. Außerdem sagt der positive Wert, dass sich A und C voneinander entfernen. Die Antwort ist also A misst für C 0,499c.
b) Hier gilt das Selbe wie für a) nur misst B für C eine Geschwindigkeit von 0,728c, weil C für B eine Geschwindigkeit von 0,728c misst.
c) A misst für B eine Geschwindigkeit von 0,9c. Und zwar weil:
These1: Langsamere Taktgeber erzeugen geringere Frequenzen und damit getaktete Frequenzmesser messen Frequenzen um den Verlangsamungs-Faktor höher.
These2: Bewegte Taktgeber gehen langsamer.
A ist gegenüber dem hypothetischen absoluten Ruhesystem mit 0,499c bewegt, woraus sich ein Verlangsamungs-Faktor von etwa 1,154 ergibt. Eine von A (zu hoch) gemessene Frequenz von 1Hz wird also tatsächlich als fS=0,8666Hz gesendet.
Für den Hinweg gilt klassisch

und für den Rückweg klassisch

und diese Frequenz wird um den Faktor 1,154 höher empfangen, also mit 0,0526Hz. Daraus geht mit der Formel

die Geschwindigkeit vAB=0,9c hervor und das ist jene Geschwindigkeit, die man auch aus dem rel. GAT erhält. Es ist btw. egal, ob man relativistisch mit oder klassisch ohne den Verlangsamungs-Faktor rechnet, denn er kürzt sich raus. Deswegen gilt hier sowohl der klassische als auch der relativistische Doppler-Effekt.
d) Hier gilt das Selbe wie für c) nur mit dem Verlangsamungs-Faktor 1,459 und vertauschten Geschwindigkeiten. Das Ergebnis ist auch wieder 0,9c.

Halbzeit...
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Re: Zwillingsparadoxon

Beitragvon Sciencewoken » Mi 22. Jul 2020, 00:26

Runde 2:
In jedem Bezugssystem würde man mit dem Galileischem GAT folgende Differenzgeschwindigkeiten erhalten:
e) C errechnet aus 0,499c und 0,728c zwischen A und B eine Differenzgeschwindigkeit von 1,227c.
f) A errechnet aus 0,9c und 0,499c zwischen B und C eine Differenzgeschwindigkeit von 0,401c.
g) B errechnet aus 0,9c und 0,728c zwischen A und C eine Differenzgeschwindigkeit von 0,172c.
h) In jedem Ruhesystem von A, B und C werden 3 Geschwindigkeiten gemessen - eine Höchste, eine Kleinste und eine dazwischen. Damit hat man 9 Geschwindigkeiten, die man per Funk übertragen kann. Die höchste Geschwindigkeit taucht bei C auf, dass bedeutet, das Uhr C am schnellsten geht. Die geringste Geschwindigkeit taucht bei B auf, Uhr B geht deswegen am langsamsten.

Bevor ihr jetzt alle wieder Blödsinn, Schwachsinn, Unfug oder was auch Immer für einen Bockmist in die Kommentare schreibt, empfehle ich die Formeln mit gängiger Physik zu vergleichen.

Endgame:
Nun wäre es ja möglich, dass sich Uhr C gegenüber einem übergeordnetem Bezugssystem auch noch bewegt - der relativist würde jetzt sagen, dass sich das Ganze Inertialsystem zu einem anderen bewegt - aber das lässt sich ja feststellen, wenn in diesem Bezugssystem ein Objekt gefunden wird, dass darin ruht - ein Solches kann man evtl. sogar als Satellit aussetzen und testen, ob es auf höhere Differenzgeschwindigkeiten zwischen A und B kommt und wenn ja, nähert sich bei ständigen Wiederholungen eines solchen Experiments die Relativgeschwindigkeit zwischen Objekt C und diesem Satelliten der Absolutgeschwindigkeit von Objekt C an.
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