Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Do 10. Jan 2019, 14:08

julian apostata hat geschrieben:Absolute Gleichzeitigkeit hieße auch, dass der Impuls eines Teilchens bei doppelter Geschwindigkeit nur doppelt so hoch wäre.

Das gilt nur für die mechanischen Teilchen. Und das ist auch richtig.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Do 10. Jan 2019, 14:08

Albert Einstein (Zitat):



"...Nach dieser Gleichung verschwindet die Zeitdifferenz zweier Ereignisse in bezug auf K' auch dann im allgemeinen nicht, wenn die Zeitdifferenz derselben in bezug auf K verschwindet.“
______________________________________


Ich habe gezeigt, dass der oben zitierte Satz von Albert Einstein nicht in jedem Kontext wahr ist.
Es kann nämlich durchaus der Fall sein, dass die Zeitdifferenz zweier Ereignisse in bezug auf K' in demselben Augenblick verschwindet, in dem die Zeitdifferenz derselben in bezug auf K verschwunden ist.
Und zwar sowohl in bezug auf den Todeszeitpunkt der Cowboy-Zwillinge, als auch in bezug auf beliebige Koinzidenz der Raumzeit.
Das, was den "relativistischen" Verzerrungen unterliegt, sind die sinnlich wahrnehmbaren Signale der Ereignisse, nicht die Ereignisse selbst.
Dies verändert den Kontext der SRT und auch den Sinn ihrer Gleichungen (Lagrange)
Zuletzt geändert von Zasada am Do 10. Jan 2019, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 10. Jan 2019, 14:25

Lagrange hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Absolute Gleichzeitigkeit hieße auch, dass der Impuls eines Teilchens bei doppelter Geschwindigkeit nur doppelt so hoch wäre.

Das gilt nur für die mechanischen Teilchen. Und das ist auch richtig.



Stimmt sogar nachweislich.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Do 10. Jan 2019, 14:47

Lagrange hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Absolute Gleichzeitigkeit hieße auch, dass der Impuls eines Teilchens bei doppelter Geschwindigkeit nur doppelt so hoch wäre.

Das gilt nur für die mechanischen Teilchen. Und das ist auch richtig.


Wirklichkeit est omnis divisa in partes 2:
[1] Mechanischer Aspekt des unwandelbaren Seins (Dinge, absolute Gleichzeitigkeit).
[2] Aspekt des sinnlich Wahrnehmbaren (Signale, relative Gleichzeitigkeit)

Das Relativitätsprinzip lässt grüßen.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Fr 11. Jan 2019, 01:08

Absolute Gleichzeitigkeit hieße auch, dass der Impuls eines Teilchens bei doppelter Geschwindigkeit nur doppelt so hoch wäre. Und das widerspricht allen Experimenten im Teilchenbeschleunigern.



Der Zusammenstoss zweier Teilchen im Teilchenbeschleuniger findet für beteiligte Instanzen innerhalb ein und derselben Gegenwart statt.

Ich definiere:
Absolut gleichzeitig sind diejenigen Ereignisse, welche innerhalb ein und derselben Gegenwart stattfinden.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Fr 11. Jan 2019, 09:06

Zasada hat geschrieben:
Absolute Gleichzeitigkeit hieße auch, dass der Impuls eines Teilchens bei doppelter Geschwindigkeit nur doppelt so hoch wäre. Und das widerspricht allen Experimenten im Teilchenbeschleunigern.



Der Zusammenstoss zweier Teilchen im Teilchenbeschleuniger findet für beteiligte Instanzen innerhalb ein und derselben Gegenwart statt.

Ich definiere:
Absolut gleichzeitig sind diejenigen Ereignisse, welche innerhalb ein und derselben Gegenwart stattfinden.

Wenn zwei Teilchen mit der gleichen Geschwindigkeit aufeinander zu rasen dann treffen sie sich in der Mitte. Das heißt, die Teilchen haben sich auch gleichzeitig in Bewegung gesetzt. Wenn die Anordnung von einem bewegten Bezugssystem aus betrachtet wird, ändert sich überhaupt nichts am Vorgang. Das ist völlig selbstverständlich. Die wilden Spekulationen Einsteins sind einfach lächerlich.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Fr 11. Jan 2019, 09:30

Lagrange hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:
Absolute Gleichzeitigkeit hieße auch, dass der Impuls eines Teilchens bei doppelter Geschwindigkeit nur doppelt so hoch wäre. Und das widerspricht allen Experimenten im Teilchenbeschleunigern.



Der Zusammenstoss zweier Teilchen im Teilchenbeschleuniger findet für beteiligte Instanzen innerhalb ein und derselben Gegenwart statt.

Ich definiere:
Absolut gleichzeitig sind diejenigen Ereignisse, welche innerhalb ein und derselben Gegenwart stattfinden.

Wenn zwei Teilchen mit der gleichen Geschwindigkeit aufeinander zu rasen dann treffen sie sich in der Mitte. Das heißt, die Teilchen haben sich auch gleichzeitig in Bewegung gesetzt. Wenn die Anordnung von einem bewegten Bezugssystem aus betrachtet wird, ändert sich überhaupt nichts am Vorgang. Das ist völlig selbstverständlich. Die wilden Spekulationen Einsteins sind einfach lächerlich.


Einstein beschreibt Ereignisse, die keine sind.
Höhlengleichnis.

Was Ereignisse der Wirklichkeit[1] sind, zeigt sich im Teilchenbeschleuniger.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Fr 11. Jan 2019, 18:20

Inspiriert von Lagrange:
"Wenn zwei Teilchen mit der gleichen Geschwindigkeit aufeinander zu rasen dann treffen sie sich in der Mitte. Das heißt, die Teilchen haben sich auch gleichzeitig in Bewegung gesetzt. Wenn die Anordnung von einem bewegten Bezugssystem aus betrachtet wird, ändert sich überhaupt nichts am Vorgang. Das ist völlig selbstverständlich."


These: Die Symmetrie innerhalb eines Teilchenbeschleuniger-Experiments ist absolut (systemunabhängig).

Beweis:
Rasen zwei Teilchen mit der gleichen konstanten Geschwindigkeit aufeinander zu und kollidieren im Mittelpunkt M der Strecke [AB], dann ist es nur selbstverständlich, dass sie gleichzeitig die Punkte A und B passieren (oder verlassen).
Punkt M ist für beide beteiligten Teilchen der Ereignisort. Dieser gilt als ein gemeinsamer Raum- und Zeitpunkt der Kollision, und zwar unabhängig vom jeweils betrachteten Koordinatensystem.
Der Koordinatenzeit- und der Koordinatenraumwert beider Teilchen beträgt im Augenblick der Kollision xt = 0.
Dies bedeutet, dass sowohl die Zeit, die benötigt wird, um von den Punkten A und B zum Mittelpunkt M zu gelangen, als auch der Raum, den beide Teilchen jeweils bewältigen, um denselben zu erreichen, für beide Strecken (AM/BM) absolut symmetrisch (identisch) ist, denn wäre es nicht, so erfolgte die Kollision nicht exakt im Punkt M der Strecke [AB].

Dies bedeutet aber, dass im Teilchenbeschleiniger-Experiment keine Asymmetrie der gegenseitigen Relativgeschwindigkeit und keine gegenseitig gültige Zeitdilatation auftreten können. Wären die Zeitdilatationseffekte real, so ergäbe sich eine gegenseitige geschwindigkeitsabhängige Verspätung des Kollisionszeitpunktes, die aus der Perspektive des unbeteiligten Messsystems messbar sein müsste (ZD in bezug auf die Eigenzeit des Messsystems).

Die Diagramme entsprechen zwar exakt der Einsteinschen Voraussage und dem Wortlaut der Einsteinschen Formeln, sie haben aber mit dem Geschehen im Teilchenbeschleuniger wohl nichts zu tun.
Dort spielt nur das Bang-Ereignis eine Rolle. Die Ursprünge beider Koordinatensysteme liegen dort vereinigt.

Relativität kennzeichnet nur Signale (wie beim Doppler), nicht aber die Dinge der Wirklichkeit.
Zuletzt geändert von Zasada am Sa 12. Jan 2019, 09:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon julian apostata » Fr 11. Jan 2019, 22:13

Wenn es absolute Gleichzeitigkeit gäbe, dann müsste der Impuls eines Teilchens proportional zu seiner Geschwindigkeit sein (p=m*v)

Machen wir doch mal eine Umformung, wie sie Josef Gaßner hier vorführt(etwa ab der 11. Minute)

https://urknall-weltall-leben.de/compon ... ssner.html



Die letzte Gleichung wird auch in der Herleitung des Comptoneffektes verwendet. Und darin ist der relativistische Impuls enthalten, Nur mit dessen Hilfe kommt man also rechnerisch zu dem Effekt, den man auch im Experiment beobachtet.

Das Photon erhält bei der Streuung einen Wellenlängenzuwachs der sich so errechnet.

Δλ=Comptonwellenlänge*(1-cos(Streuwinkel))

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, welche Wellenlänge es vor der Streuung hatte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Compton-E ... ton-Formel

Und jetzt kommt ihr: Leitet dieses Ergebnis mal aus der Gleichung p=m*v ab.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Kurt » Fr 11. Jan 2019, 22:34

julian apostata hat geschrieben:Wenn es absolute Gleichzeitigkeit gäbe, dann müsste der Impuls eines Teilchens proportional zu seiner Geschwindigkeit sein (p=m*v)

Machen wir doch mal eine Umformung, wie sie Josef Gaßner hier vorführt(etwa ab der 11. Minute)

https://urknall-weltall-leben.de/compon ... ssner.html



Die letzte Gleichung wird auch in der Herleitung des Comptoneffektes verwendet. Und darin ist der relativistische Impuls enthalten, Nur mit dessen Hilfe kommt man also rechnerisch zu dem Effekt, den man auch im Experiment beobachtet.

Das Photon erhält bei der Streuung einen Wellenlängenzuwachs der sich so errechnet.

Δλ=Comptonwellenlänge*(1-cos(Streuwinkel))

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, welche Wellenlänge es vor der Streuung hatte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Compton-E ... ton-Formel

Und jetzt kommt ihr: Leitet dieses Ergebnis mal aus der Gleichung p=m*v ab.


Ist dir das denn nicht bekannt?

Beim "Compton" gibt es nicht mehr als eine reine Behauptung, alles was dazu verbreitet wird ist einfach nur falsch und aus einer "Formel" 'extrahiert'.

Kurt

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