SRT und Kausalität

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: SRT und Kausalität

Beitragvon Ernst » Mi 18. Mär 2015, 21:15

Highway hat geschrieben:aber daraus ergeben sich, mit deiner Argumentation, nach Newton die gleichen physikalischen Kausalitätsverletzungen!

Nee.
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon contravariant » Mi 18. Mär 2015, 21:20

Ernst hat geschrieben:Verlockendes Argument. Leider unzutreffend.
Erstens werden in der SRT nur IS mit kollinearern x_Achsen behandelt. Und zweitens handelt meine Darstellung nicht von Koordinaten, sondern von Vorgängen (d.i. die Verknüpfung von Ereignissen).

Das Argument bezog sich ja auch auf Newton, die Newtonschen Bewegungsgleichungen sind invariant gegenüber der Drehnung um eine Raumachse (*). Daher ist diese Drehung auch eine valide Galileotransformation. Wo spielen bei deinem Beispiel irgendwelche Vorgänge eine Rolle, entscheidend sind ja offensichtlich nur die beiden gemessenen Zeiten.

Genauso sind in meinem Beispiel die gemessenen Raumkoordinaten entscheidend. Und dann explodiert in einem IS die Bombe und in einem anderen nicht.

(*) Im übrigen sind auch die Maxwellgleichungen invariant gegenüber Drehungen des Koordinatensystems. Daher sind solche Drehungen auch GT *und* LT.
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon Ernst » Mi 18. Mär 2015, 21:35

Highway hat geschrieben:Natürlich ergeben sich diese auch für Newton! Eine Wurfarabel ist doch etwas anderes als eine gleichförmig geradlinig beschleunigte Bewegung. Oder nicht?

Der Stein fällt immer in der gleichen Zeit von oben nach unten.
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon Ernst » Mi 18. Mär 2015, 21:44

contravariant hat geschrieben:Das Argument bezog sich ja auch auf Newton, die Newtonschen Bewegungsgleichungen sind invariant gegenüber der Drehnung um eine Raumachse (*). Daher ist diese Drehung auch eine valide Galileotransformation. Wo spielen bei deinem Beispiel irgendwelche Vorgänge eine Rolle, entscheidend sind ja offensichtlich nur die beiden gemessenen Zeiten.

Genauso sind in meinem Beispiel die gemessenen Raumkoordinaten entscheidend. Und dann explodiert in einem IS die Bombe und in einem anderen nicht.

(*) Im übrigen sind auch die Maxwellgleichungen invariant gegenüber Drehungen des Koordinatensystems. Daher sind solche Drehungen auch GT *und* LT.

Darum geht es ja nicht.

Es geht essentiell darum, daß bei digitaler Zeitinformationsübertragung der genannte Widerspruch auftritt.

Bei Übermittlung der Ereigniszeiten mittel Lichtblitz entsteht dieser Widerspruch eben nicht. Dabei nämlich erhält der dritte Ort die Ereigniszeiten von E1 und E2 stets in einer identischen Reihenfolge, gleich in welchem IS das betrachtet wird. Kein Widerspruch
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon contravariant » Mi 18. Mär 2015, 21:47

Ernst hat geschrieben:Es geht essentiell darum, daß bei digitaler Zeitinformationsübertragung der genannte Widerspruch auftritt.

Bei Übermittlung der Ereigniszeiten mittel Lichtblitz entsteht dieser Widerspruch eben nicht. Dabei nämlich erhält der dritte Ort die Ereigniszeiten von E1 und E2 stets in einer identischen Reihenfolge, gleich in welchem IS das betrachtet wird. Kein Widerspruch.

Kann schon sein. Dann hat man den Widerspruch bei Newton allerdings auch.
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon fallili » Do 19. Mär 2015, 01:15

Was Ernst und Andere hier aufbauen ist eine ganz eigenartige Vorstellung von Zeit.

Wenn an einem Ort ein Blitz einschlägt (oder ein anderes Ereignis stattfindet) dann wird so getan als würde an diesem Ort ein "Etwas" existieren, das sich "Zeit" nennt und das einen ganz bestimmten und klar definierten Wert hat.
Uhren sind dann eigentlich nichts Anderes als Messgeräte, welche die Aufgabe haben, diesen Wert von "Zeit" quantitativ zu erfassen.
So macht es Ernst ja auch bei seinem Bombenbeispiel, wo die Bombe eben nur durch die "Zeit", die am Einschlagsort "herrscht", ausgelöst werden soll.
"Zeit" wird also betrachtet wie z.B. die elektrische Feldstärke oder das Gravitationspotential etc.

Und daher wird es auch so schwer da überhaupt auf eine Verständigung in dieser Diskussion zu kommen.
Klar, in 1000 km Entfernung von der Erdoberfläche existiert ein bestimmtes Gravitationspotential. Und wenn mir da ein bewegter Beobachter einen anderen Wert als ein dort befindlicher Beobachter angibt, oder die Differenz im Gravitationspotential oder elektr. Feldstärke zwischen zwei Orten anders misst als ich, dann stimmt was nicht mit den Messgeräten.
Daher könnte man Ernst's Bombenbeispiel völlig problemlos und ohne Diskussionen mit dem el. Potentialunterschied zwischen zwei Punkten behandeln.
Der Potentialunterschied ist Null oder eben nicht Null - und es ist völlig eindeutig festgelegt, was die Bombe machen wird.

Aber "Zeit" ist eben kein für sich existierendes "Etwas" das einen und nur einen klar definierbaren Wert hat, den man dann einfach "irgendwie messen" kann.
Eine Zeitdifferenz ist eben keine Potentialdifferenz, welche man mit Null (gleichzeitig) oder nicht Null (ungleichzeitig) messen kann und die ein eindeutiges definiertes Ergebnis liefern muss.
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon fallili » Do 19. Mär 2015, 02:20

Spacerat hat geschrieben:Und jetzt mal Ehrlich und Hand aufs Herz: Wir haben zwei Myonen (und nichts weiter!), welche zueinander bewegt sind. Welches der beiden Myonen soll denn nun länger leben und warum? Ist es etwa möglich, dass es, egal welche Transformationen man durchführt, am Relativitätsprinzip scheitert, eine Entscheidung zu fällen? Aus Experimenten weiß man ja, dass mindestens eines dieser Myonen länger lebt als das andere, oder nicht?

Da muss man sich fragen ob Du nicht die Frage an sich falsch oder zu einfach gestellt hast - so gestellt gibt es eine einfache Antwort:
Tatsache ist, dass beide Myonen 2,irgendwas Microsekunden "leben" (wenn ich den Wert noch richtig in Erinnerung habe).

Gute Nacht
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon Yukterez » Do 19. Mär 2015, 03:14

Freund Spaßratz,

Spacerat hat geschrieben:Ich habe nie grfragt, wie lange sie mindestens leben, sondern welches länger lebt und warum.

Jedes Myon lebt in seinem eigenen System gleich lang (2e-6 sek). Wie lange es in einem relativ dazu bewegten System lebt kann man mit der Lorentztransformation ausrechnen, du Dilettant.

Spacerat hat geschrieben:Und wo ich grad dabei bin, kann ich auch gleich fragen, warum sich ein Myon in der Erdathmosphäre überhaupt auf die Erde zu bewegt.

Atmosphäre schreibt man nur mit einem h, du Analphabet.

Bild, Bild
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Re: SRT und Kausalität

Beitragvon Yukterez » Do 19. Mär 2015, 03:54

Zufallsgenerator Spaßratz,

Spacerat hat geschrieben:Je schneller sich etwas bewegt, desto langsamer vergeht für dieses Objekt die Zeit.

Bild

Spacerat hat geschrieben:Für bewegte Myonen bedeutet das, dass si selbst ihre Lebensdauer verlängert erleben müssten, nicht jedoch die Beobachter auf der Erde.

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Nicht weiter darauf eingehen müssend,

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Die beleidigte Leberwurst

Beitragvon Yukterez » Do 19. Mär 2015, 04:01

Erstens interessiert das niemanden und zweitens kannst du damit auch nicht davon ablenken dass du noch nicht einmal die Grundlagen der RT kennst (obwohl diese überall im Internet zu finden sind und auch hier schon unzählige Male erklärt wurden).

So jemanden nicht ernst nehmen könnend,

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