Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon All » So 21. Jul 2013, 09:01

Jondalar hat geschrieben:[

Ja, da bewegen wir uns dann schon wieder in der Metaphysik, bzw der reinen Philosophie. Ich weiss nicht, wie weit Harald das jetzt durchgehen lässt, aber wir können schon auch mal philosophieren ;)

D


Wenn Harald das nicht durchgehen lässt, dann soll der den Namen seines Forums ändern. Schau mal oben links.

Nur mal so, Harald hat ein dickes Fell, sonst könnte er vieles hier nicht ertragen. Da schließe ich mich gar nicht mal aus. ;)

Ich bewege mich allerdings in einem Bereich, wo ich versuche zu erkennen, nach welchem Muster wir Menschen funktionieren. Das hat mit Physik und Mathematik erst mal gar nichts zu tun. Es ist mehr oder weniger eine sachliche einfache Analyse.

Den klassischen Satz, ich weiß, dass ich nichts weiß, kann man wie folgt ergänzen.

Ich weiß, dass ich nichts weiß und ich weiß auch warum das so ist. Hört sich doch schon ganz anders an. Oder?



Gruß

All
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon Jondalar » So 21. Jul 2013, 09:17

All hat geschrieben:
Den klassischen Satz, ich weiß, dass ich nichts weiß, kann man wie folgt ergänzen.

Ich weiß, dass ich nichts weiß und ich weiß auch warum das so ist. Hört sich doch schon ganz anders an. Oder?


Nur noch kurz hierauf, dann muss ich mal los.

Ja, es hört sich anders an, aber der Inhalt "ich weiss ETWAS, und zwar, dass ich NICHTS weiss" bleibt auch in diesem Satz ein Paradox in sich. Wenn Du nichts weisst, und ich frage Dich, weisst Du, dass Du nichts weisst, muss Deine einzig logische Antwort lauten "Keine Ahnung, weiss ich nicht."

Aber danke für den Tipp von Haralds Forenbezeichnung, das habe ich glatt übersehen ;)

Herzliche Grüße und jetzt wirklich bis später ;)
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 21. Jul 2013, 09:19

All hat geschrieben:
Einstein war auch genial. Was hat er uns denn gesagt? Alles ist nicht so wie es scheint.


Das ist keine Genialität zu sagen, dass alles nicht ist, so wie es scheint. Das ist sogar fast eine Trivialität, die unzählige Denker vor Einstein gesagt haben und was auch jeder vor uns, ohne Hilfe von Denkern, irgendwann mal selbst erkannt hat. Zu der absoluten Wahrheit der Welt, zu dem "Ding an sich" von Kant, haben wir definitiv keinen Zugang und werden es nie haben, nie.

Hier ein Beitrag, den ich 2006 im alten Forum von Ekkehard Friebe gepostet habe: http://www.ekkehard-friebe.de/friebefor ... 3125159e06

Der Himmel ist blau wie eine Apfelsinne - Le ciel est bleu comme une orange

Dieser Vers von einem surrealistischen französischen Dichter (habe ich aber den Namen vergessen) hatte mich in der Schule verprellt und eigentlich verärgert.

Inzwischen habe ich mir manche Gedanken darüber gemacht.

Die Sprache dient uns u.a. als Beschreibung der Welt, und die Welt wird nun mal primär von uns sinnlich wahrgenommen. Deshalb kann keiner eine Antwort auf die grundsätzliche Frage "Wie ist die Welt?" bekommen. Deshalb kann keiner die absolute Wahrheit erfahren. Auch ein Mensch ist gefangen in seiner biologischen, sinnlichen Hülle als Mensch: Er kann nur sehen, wahrnehmen und verstehen, was ein Mensch sehen, wahrnehmen und verstehen kann. Er sieht den Baum, und kann ihn von allen Seiten untersuchen und beschreiben. Aber wie ist der Baum für eine Ameise, für einen Hund, für eine Fledermaus? Das wird er nie erfahren.

Angenommen Du bist 15 Monate alt und Du betrachtest einen roten Ball in Deiner Hand. Deine Mutter sagt: "Der Ball ist grün", um Dir das Sprechen beizubringen, und weil der Ball grün ist. Du siehst ihn rot, mit Deinen einmaligen Augen, die weder die Augen Deiner Mutter noch die Augen irgendeines anderen Menschen auf der Welt sind. Du siehst ihn rot, aber Du wirst sagen: "Der Ball ist grün". Und keiner wird etwas merken, weder Du, noch Deine Mutter, noch irgendjemand auf der Welt.

Du wirst auch dann nie einen Fehler machen: Wenn man Dir sagen wird "Gib mir den grünen Ball", wirst Du den roten Ball geben. Kein Fehler. Wenn ich aber nur ein paar Minuten die Möglichkeit hätte, die Welt mit Deinen Augen zu sehen - es ist zwar nicht möglich, aber nehmen wir es an - dann wäre ich plötzlich in einer ganz anderen Welt, oder zumindest einer seltsamen und fremden Welt, zum Beispiel mit rotem Gras. Dieselbe Welt jedoch, wo ich vorher war, aber mit anderen Augen.
Wir werden nie die absolute Wahrheit erfahren können, oder?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon Kurt » So 21. Jul 2013, 09:22

All hat geschrieben:Ich bewege mich allerdings in einem Bereich, wo ich versuche zu erkennen, nach welchem Muster wir Menschen funktionieren.
All


Das ist sehr interessant!
Meine Meinung: unsere Programmierung, entstanden durch die Evolution, ist der Grund dafür dass wir so wenig von der Natur verstehen können.
Denn die Logik ist dabei grösstenteils auf der Strecke geblieben!

Achja, Bewegung ist unverzichtbar denn sie ist der Mechanismus der Bestehendes erhält.

Kurt
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon All » So 21. Jul 2013, 09:55

Jondalar hat geschrieben:
All hat geschrieben:
Den klassischen Satz, ich weiß, dass ich nichts weiß, kann man wie folgt ergänzen.

Ich weiß, dass ich nichts weiß und ich weiß auch warum das so ist. Hört sich doch schon ganz anders an. Oder?


Nur noch kurz hierauf, dann muss ich mal los.

Ja, es hört sich anders an, aber der Inhalt "ich weiss ETWAS, und zwar, dass ich NICHTS weiss" bleibt auch in diesem Satz ein Paradox in sich. Wenn Du nichts weisst, und ich frage Dich, weisst Du, dass Du nichts weisst, muss Deine einzig logische Antwort lauten "Keine Ahnung, weiss ich nicht."

Aber danke für den Tipp von Haralds Forenbezeichnung, das habe ich glatt übersehen ;)

Herzliche Grüße und jetzt wirklich bis später ;)


Wir haben ja Zeit.

Der Satz , ich weiß, dass ich nichts weiß, ist nicht paradox, sondern unvollständig. Wenn man erkannt hat, dass Wissen nur in Systemen stecken kann und dieses Wissen aber auf Annahmen aufgebaut ist, dann erklärt sich dieser Satz und man versteht ihn. Die Annahme ist das eigentliche Nichtwissen, aus dem das systematisierte Wissen entstanden ist. Ein natürliches Wissen existiert in dem Sinne nicht. Da ein System immer unvollständig ist, hat man zwar ein Wissen über gewisse Zusammenhänge ohne den Gesamtzusammenhang tatsächlich zu verstehen. So gesehen bekommt der Satz nicht nur einen Sinn, sondern er verliert auch seine unvollständige Eigenschaft. Paradoxien sind nichts anderes als Unvollständigkeiten.

Mit Sprache kann man jemanden oder auch sich selbst in die Enge treiben. Am schlimmsten sind dabei die Überzeugungstäter, die tatsächlich glauben, das Sprache einen wahren Kern hat. Das geht jetzt aber auch schon viel zu weit. Wir kommen in Richtung Gott, der auch absolut ist und damit den Anfang eines verheerenden Systems bildet.

Wir kommen aber vom eigentlichen Thema ab. Das kann man auch physikalisch betrachten. Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos. Eine Theorie die das veranschaulicht, ist, denke ich eine bessere Theorie (System, Teilanschauung).

@ Jocelyne

Wenn das Universum unbestimmt ist, dann gibt es auch keine Wahrheit. Die Wahrheit ist immer konstruiert. Fehlt die Wahrheit, fehlt lediglich die konstruierte Übereinstimmung.

@ Kurt

Ja, Kurt.
Zuletzt geändert von All am So 21. Jul 2013, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon Harald Maurer » So 21. Jul 2013, 09:59

Jondalar hat geschrieben:Ja, da bewegen wir uns dann schon wieder in der Metaphysik, bzw der reinen Philosophie. Ich weiss nicht, wie weit Harald das jetzt durchgehen lässt, aber wir können schon auch mal philosophieren

Ja, philosophiert nach Herzenslust! Das Forum ist ja überschrieben mit "Diskutieren Sie mit anderen Lesern über Physik und Philosophie!"
Jondalar hat geschrieben: Da, wo eine Theorie versagt, muss eine andere gefunden werden, da wo sie funktioniert ist sie automatisch legitim.

Tja, aber die SRT funktioniert eben nicht, wie Einstein selbst erkannt hat und sich deshalb 10 Jahre lang abgeplagt hat, um die ART zu entwickeln! Und dass sie nicht funktioniert, erkennt man leicht an dem Bahndamm-Zug-Szenario in welchem sich ein bestimmter physikalischer Effekt nach einer willkürlichen Vorgabe richten soll und darüber hinaus auch daran, dass die LT eine Kausalitätsverletzung verursacht, weil Ereignisse wahrgenommen werden, ehe sie überhaupt eintreten! Damit ist die SRT ohnehin erledigt. Abgesehen davon, dass sich unzählige Paradoxa im Rahmen der SRT nicht tatsächlich auflösen lassen! Wie z.B. das Lochparadoxon, dessen Lösung dazu zwingt, eine Verdrehung der Koordinatensysteme zueinander anzunehmen, die tatsächlich aber nicht existiert! Dieses krampfhafte Festhalten an dieser skurrilen Theorie ist wirklich schon lächerlich!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon All » So 21. Jul 2013, 10:30

Harald Maurer hat geschrieben:
Jondalar hat geschrieben:Ja, da bewegen wir uns dann schon wieder in der Metaphysik, bzw der reinen Philosophie. Ich weiss nicht, wie weit Harald das jetzt durchgehen lässt, aber wir können schon auch mal philosophieren

Ja, philosophiert nach Herzenslust! Das Forum ist ja überschrieben mit "Diskutieren Sie mit anderen Lesern über Physik und Philosophie!"
Jondalar hat geschrieben: Da, wo eine Theorie versagt, muss eine andere gefunden werden, da wo sie funktioniert ist sie automatisch legitim.

Tja, aber die SRT funktioniert eben nicht, wie Einstein selbst erkannt hat und sich deshalb 10 Jahre lang abgeplagt hat, um die ART zu entwickeln! Und dass sie nicht funktioniert, erkennt man leicht an dem Bahndamm-Zug-Szenario in welchem sich ein bestimmter physikalischer Effekt nach einer willkürlichen Vorgabe richten soll und darüber hinaus auch daran, dass die LT eine Kausalitätsverletzung verursacht, weil Ereignisse wahrgenommen werden, ehe sie überhaupt eintreten! Damit ist die SRT ohnehin erledigt. Abgesehen davon, dass sich unzählige Paradoxa im Rahmen der SRT nicht tatsächlich auflösen lassen! Wie z.B. das Lochparadoxon, dessen Lösung dazu zwingt, eine Verdrehung der Koordinatensysteme zueinander anzunehmen, die tatsächlich aber nicht existiert! Dieses krampfhafte Festhalten an dieser skurrilen Theorie ist wirklich schon lächerlich!

Grüße
Harald Maurer


Ja Harald, Paradoxien deuten in dem Fall auf konstruierte Unvollständigkeiten hin. Der Ausgleich ist die Relativität der Gleichzeitigkeit. Das macht die Theorie wasserdicht und unangreifbar. Man muss nur an diese Konstruktion glauben.

Der Glaube verhindert das Denken. Sonst nichts. Die merken nicht das die RdG ein Ersatz ist, der die Kausalität wieder herstellt. De Logik innerhalb des Systems RT
ist so gemacht, dass ich alles logisch machen kann. Ein Kampf gegen die SRT ist sinnlos. Ein Kampf dafür aber auch. ;)


Gruß

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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon All » So 21. Jul 2013, 11:04

Chief hat geschrieben:
All hat geschrieben:... De Logik innerhalb des Systems RT
ist so gemacht, dass ich alles logisch machen kann. Ein Kampf gegen die SRT ist sinnlos...

Ich weiß nicht wie man zu so einem Schluss kommen kann! :? Die SRT ist tot, die Theorie wurde längst theoretisch UND experimentell widerlegt!


Ich meine das in Bezug auf die Verfechter dieser Theorie. Wenn sie tatsächlich widerlegt ist und es glaubt keiner, dann wird es sinnlos.
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon Harald Maurer » So 21. Jul 2013, 11:23

All hat geschrieben:Die merken nicht das die RdG ein Ersatz ist, der die Kausalität wieder herstellt.

Ganz im Gegenteil führt die RdG zu einer Verletzung der Kausalität! Das habe ich aufgezeigt und Ernst hat es nach anfänglichem Zweifel letztlich auch erkannt. Und ein diesbezügliches Dementi ist bislang nicht aufgetaucht!

All hat geschrieben:Das macht die Theorie wasserdicht und unangreifbar.

Das ist eine Phrase, die man der Welt propagandistisch eingebläut hat. Sie stimmt nicht. Einstein hat selbst erkannt, dass die SRT nicht wasserdicht ist und das auch begründet. Der Mann war nicht so dumm wie seine Epigonen, die seine SRT zur Religion erkoren haben!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Bewegung als Grundlage für das Universum ist sinnlos

Beitragvon All » So 21. Jul 2013, 11:45

Harald Maurer hat geschrieben:
All hat geschrieben:Die merken nicht das die RdG ein Ersatz ist, der die Kausalität wieder herstellt.

Ganz im Gegenteil führt die RdG zu einer Verletzung der Kausalität! Das habe ich aufgezeigt und Ernst hat es nach anfänglichem Zweifel letztlich auch erkannt. Und ein diesbezügliches Dementi ist bislang nicht aufgetaucht!

All hat geschrieben:Das macht die Theorie wasserdicht und unangreifbar.

Das ist eine Phrase, die man der Welt propagandistisch eingebläut hat. Sie stimmt nicht. Einstein hat selbst erkannt, dass die SRT nicht wasserdicht ist und das auch begründet. Der Mann war nicht so dumm wie seine Epigonen, die seine SRT zur Religion erkoren haben!

Grüße
Harald Maurer


Innerhalb des Systems SRT ist sie wasserdicht. Es ist ein geschlossenes System. Wenn man an die langsamere Alterung ("Verjüngung") des Reisenden glauben will, so ist das sogar mathematisch beweisbar.

Ich betrachte die SRT nur über den argumentativen Aufbau. Das passt. Der Reisende wir natürlich nicht langsamer altern. Nur aus Sicht des Universums kann das langsamere altern auch als Verjüngung sehen, wo sich das Universum erneuert. Auch eine rückwärts laufende Zeit kann man als Erneuerung betrachten.

Theorien sind also in dem Sinne nur nette Märchen, die irgendwann platzen,wenn ihr das unbestimmte Universum auf die Pelle rückt. Diese Unbestimmtheit macht letztlich jede Theorie kaputt.

Gruß

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