Hannes hat geschrieben:
Das Vorhandensein eines Trägermediums ist heute kein Problem mehr,...
Vor 120 Jahren schon. Da "wußte" man, daß ein Trägermedium existiert. Da aber kamen MM und zeigten, daß ein solcher Äther nicht existiert.
Heute wird dieser Beweis tagtäglich durch die Laserreflexionsmessungen an den Laserspiegeln auf dem Mond bestätigt. Da wird eine Konstanz des Mondorbits mit einer Auflösung von ca. 2mm gemessen (abgesehen von einer jählichen Abstandsänderung von etwa 4cm). Das bedeutet, daß die LG über der gesamten Strecke nicht durch einen angenommenen Ätherwind beeinflußt wird.
Gäbe es nämlich den vielfach angenommenen Ätherwind von v ca. 400 km/s, dann wäre die mitlere LG des hin- und rücklaufenden Laserimpulses
w_mittel = (c²-v²) / c = c - v²/c
Δw = v²/c ≈ 0,5 km/s
Das ergibt bei einer Lichtlaufzeit t von ca. 2s eine gemessenen vermeintliche Abstandsänderung von
Δs = Δw*t = 0,5 km/s *2 s = 1km
Eine solche Abweichung widerspricht dem nach Newton berechneten Orbit.
Die gemessene Konstanz des Mondorbits liegt demgegenüber bei kleiner als 5 mm und entspricht der Newtonrechnung.
Die Rechnug gilt für Ätherwind in der Ebene des Mondorbits. Aber selbst bei einem Ätherwindwinkel in 80° dazu ergäbe sich noch eine vermeintliche Abstandsänderung von 175 m
Die Diskrepanz der Ätherannahme zur Messung beträgt also auch dann noch mehr als 4 Zehnerpotenzen.
Die Laserreflexmessung zum Mond ist bezüglich des Nachweises eines Ätherwindes eine Alternative zum Jupiterexperiment. Aus der Laserreflexmessung folgt, daß ein Ätherwind in der vermuteten Größenordnung nicht existiert. Die abschließende Ergebnisdarstellung des Jupiterexperimentes steht dagegen noch aus.
Gruß
Ernst
