Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Bedeutet, die Uhr auf dem Mond start in S' eben 12,19 s bevor die Uhr auf der Erde startet, sie geht also 12,19 s vor.
Es bedeutet lediglich,
dass ruhend in S' dieselbe Monduhr zu einer anderen Zeit beobachtet wird als ruhend in S. Uhren gehen nicht vor oder nach. Es ist die einzige Uhr auf dem einzigen Mond.
Vergiss doch mal das "beobachtet", 12 Uhr Hamburg am Bahnhof, ist wie es ist, egal ob da wer wo in welchem System was beobachtet. Und Deine Aussage ist falsch und sinnfrei, Du kannst nicht einen beliebigen Zeitpunkt aus S direkt so mit einem aus S' vergleichen. Man kann über ein Ereignis eine Aussage machen, 12,19 s zeigt die Uhr auf dem Mond an, die in S ruhende am selben Ort wo die Uhr eben die 12,19 s anzeigt, zeigt in S' eben 0 s an. Wir haben für ein Ereignis eben zwei Werte die unterschiedlich sind, man kann nicht sagen, es ist in S nun später als in S'.
Frau Holle hat geschrieben:
Sie kann schlecht beim Startereignis für den einen normal und für den anderen vor gehen. Sie geht wie jede ideale Uhr per Definition perfekt. Es ist wie eine Zeitmaschine, Du schaust aus S' quasi durch ein Instantan-Fernrohr in die Zukunft von S, was in meinen Augen ziemlich unsinnig ist.
Unfug, ich schaue durch kein Fernrohr, ich kann mich ruhend in S' denken, und dann habe ich eben zwei Ereignisse die für mich gleichzeitig sind, am Mond und an der Erde, beide sind für mich bewegt, bei mir ruhen eben H₁ und V in S' bei 0 Ls und V dann bei 13,44 Ls. Und meine beiden fiktiven Uhren, die ich nicht mal brauche, zeigen mir eben an den Orten beide gleichzeitig 0 s an. Und dazu zeigt mir die auf der Erde auch 0 s an und die auf dem Mond 12,19 s.
Wie gesagt, ich brauche da nicht mal Uhren und ein Beobachter, ich nenne das System aus dem ich es beschreibe, da wo Ereignisse gleichzeitig sind, in S' zeigen mir die beiden fiktiven bewegten Uhren an zwei Orten eben zwei Werte an, gleichzeitig. Und in S sind diese beiden Ereignisse nicht gleichzeitig, da zeigt erst die Uhr E die 0 s an und dann 12,19 s später die Uhr M die 12,19 s.
Frau Holle hat geschrieben:
Die Uhrzeit vom anderen System kann man nur vernünftig direkt vor Ort erfassen, gerade weil die Uhren mit zunehmender räumlicher Entfernung immer größere Unterschiede zeigen.
Unfug, und man muss das gar nichts erfassen und erst recht nicht vor Ort. So wie Du die 0 s in S' auf der Uhr E hast, hast Du in S' die 12,19 s auf der Uhr M. Dein Problem ist, Du denkst Dich da als Beobachter immer ins System, mal bei der Erde und dann ist der Mond weit weg und mal beim Mond, dann ist die Erde weit weg.
Frau Holle hat geschrieben:
Als Fußgänger mit bloß Schrittgeschwindigkeit "siehst" du instantan die Uhren der Andromeda-Galaxie bereits mehre Tage (wenn nicht sogar Wochen) in der Zukunft des unter dir ruhenden Wegs, wegen der großen Entfernung zur Galaxie. Wie sinnvoll ist das denn?
Das Andromeda-Paradoxon, die Physik stellt keine Fragen nach einem Sinn. Sie beschreibt die Natur wie sie ist.
So, dann bevorzugst Du mal wieder ein System, des auf der Bank ruhenden Menschen, die Gleichzeitigkeit von Ereignissen seines Ruhesystems gibst Du vor, und ich der vorbeiläuft, würde dann in die Zukunft bei der Andromeda-Galaxie schauen. Warum sollte der bevorzugt werden, mit seinem System, ich laufe und gut ist es, für mich gibt es überall im Universum Ereignisse die gleichzeitig sind, und ich sage, der, der da sitzt, der da zu mir ja bewegt ist, der schaut eben in die Vergangenheit der Andromeda-Galaxie.
Ich schreibe Dir nicht das erste mal, dass Deine Vorstellung einer absoluten für alle gültigen richtigen Gleichzeitigkeit, welche dann auch die Zeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft teilt, nach der SRT nicht gegeben ist.
Frau Holle hat geschrieben:
Und worauf willst du eigentlich hinaus? Dass derselbe Vorgang doch nicht unterschiedlich lang dauert oder was? Es kommt mir vor, wie wenn du die newtonsche Zeit mit absoluter Gleichzeitigkeit irgendwie durch die Hintertür retten willst ... die entfernten Uhren gehen gleichzeitig einfach vor ... naja.
Ich beschreibe einfach die SRT, nicht mehr und nicht weniger, und ganz sicher will ich keine absolute Gleichzeitigkeit retten, Du bist es, der einfach den auf der Bank ruhenden Beobachter mit seiner Gleichzeitigkeit bevorzugt, sie absolut sieht, und dann erklärt, der, der sich zu diesem bewegt, der könnte ja mehrere Tage in die Zukunft der Andromeda-Galaxie "schauen". Damit gibst Du das System vor, mit der absoluten Gleichzeitigkeit, dass des "bewegten" ist nicht so richtig gut, nicht gleichwertig, der kann ja in die Zukunft der Andromeda-Galaxie schauen, macht doch keinen Sinn. Sinn macht es, wenn man dann die Gleichzeitigkeit des sitzenden Beobachters nimmt, was für den gleichzeitig ist, ist es eben universell, und der gibt auch vor, damit, was die Zukunft ist, eben Ereignisse die für ihn in der Zukunft sind, sind es dann auch.
Nein, ich mache das genau so eben nicht, im Gegenteil erkläre ich Dir, dass Du es so machst, eventuell auch unterbewusst. Beide Beobachter sind in ihrem Systemen und mit ihren Ruhesystemen gleichberechtigt und das somit auch mit dem was für sie gleichzeitig ist. Alles total super mit dem laufenden Beobachter, er ruht in seinem Ruhesystem der andere ist bewegt, was für den "laufenden" nun gleichzeitig und die Gegenwart ist, kann doch auch "richtig" sein, der "sitzende" schaut in die Vergangenheit der Andromeda-Galaxie, macht doch keinen Sinn oder?
Also Holle, fasse Dir mal wieder an die eigene Nase, ich erkläre nur wie die Dinge eben in der SRT so beschrieben sind.
Frau Holle hat geschrieben:
Für mich ist das abstrus und ziemlich daneben. Nicht, weil ich es nicht verstehen würde, sondern weil mir das zu unrealistisch ist. Hier und jetzt bekommt man immer die objektiv gültige Zeitkoordinate sowohl vom eigenen als auch vom anderen System. Was willst du mehr?
Noch mal, daneben ist, dass Du weiterhin den Käse mit den objektiven invarianten und den subjektiven nicht invarianten Koordinatenwerten nun endlich mal belegst, und dass die von dem Ort eines Beobachters in einem System abhängen. Sie hängen alleine von der Definition des Systems ab, und des anderen eben und der Geschwindigkeit zwischen beiden. Der Unterschied in der Zeit, ergibt sich aus dem Abstand zweier Ereignisse, nicht durch den Ort eines fiktiven Beobachters.
Bleibt wie es ist, belege bitte Deine Behauptungen mit Quellen, sollte doch ganz einfach sein, wenn es so üblich ist, total fachlich. Und wenn Du schon dabei bist, die Definition, dass ein Ruhesystem durch zwei im System ruhende Uhren definiert wird, und nur ausschließlich nur so, dazu dann doch auch noch mal bitte Quellen.
Das ist der Weg ...