sanchez hat geschrieben:Was ich aber nicht verstehe, ein längerer Laufweg macht noch keine Rotverschiebung beim Licht.
Das Licht läuft halt auf einer gekrümmten Bahn, dadurch länger als direkt. Ja und?
Man könnte den krummen Laufweg gerade biegen, gäbe es dann auch Rotverschiebung?
Hallo sanchez,
Das ist ja die Quintessenz.
Ein längerer Laufweg nicht. Aaaaber ein permanent verlängerter Laufweg durch Fremdeinfluss!
Ich nehme nochmal das Beispiel mit den 50 Hz über 2 Sekunden gesendet = 100 Perioden.
Einmal bewegt sich das Fahrzeug mit Sender von mir weg. Eindeutig Doppler, die Frequenz wird tiefer.
Links sind Sender und Empfänger. Rechts ist der Reflektor. Wie Verkehrsradar.
Das Signal wird 2 s lang gesendet. Der Reflektor ist 340 m weit rechts. Das Signal braucht 1 s bis zum Reflektor und dann 1 s bis zum Empfänger = 2 s Laufzeit.
Man ändert die Entfernung von 340 m auf 680 m. = 4 s Laufzeit.
Der Reflektor bewegt sich so weg, dass es 33 1/3 Hz ergibt.
Der Reflektor greift in die Welle / Periode ein.
Der Anfangspunkt der Periode ist am Reflektor vorbei und bereits auf dem Rückweg, während sich der Reflektor bewegt und die Strecke kontinuierlich verlängert. Der Endpunkt der Periode ist aber noch auf dem Hinweg zum Reflektor und diese Periode muss kontinuierlich einen längeren Weg laufen.
D.h., dass diese Periode gedehnt wird. Sie wird in die Länge gezogen.
Die Schallgeschwindigkeit bleibt gleich. Die Perioden bleiben gleich.
Die Laufzeit vom Ende des Signales verlängert sich. Das Signal wird gedehnt.
Der Empfänger hört ein geändertes Signal z.B. 3 Sekunden lang mit 33 1/3 Hz.
Die 100 Perioden bleiben.
Das Gleiche passiert mit dem Licht an einer Galaxie vorbei.
Durch starke e.-m. Felder wird das Licht fremdbeeinflusst. Das Licht muss eine Krümmung fliegen. Das Licht will normal immer geradeaus. Es wird ein wenig um die Galaxie herumgelenkt. Dabei verlängert sich kontinuierlich der Weg. Das Signal wird gedehnt.
Das ergibt dann die Rotverschiebung.