Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon sanchez » Di 27. Apr 2021, 09:22

@bumbumpeng

Gewehr und Ziel sind exakt 400 m voneinander entfernt. Der Lauf ist genau waagerecht. Die gedachte Linie ist genau waagerecht 400 m zum Ziel.
Wie lang ist die Flugbahn? Ist die auch 400 m?
NEIN, die ist länger, aufgrund der Krümmung.


Das habe ich schon verstanden. Die Gewehrkugel läuft eine halbe Parabel. Wenn die Kugel aus 1m Meter Höhe, waagerecht abgefeuert wird,
ist der Laufweg etwas länger, weil die Kugel neben der waagerechten Bewegung (die 400m) eine beschleunigte Bewegung nach unten erfährt. Also eine gekrümmte Bahn.
Wenn du die Gewehrkugel aus 10m Höhe abfeuerst, ist der Weg noch länger. Die Kugel erfährt noch mehr Krümmung im Laufweg.
Was ich aber nicht verstehe, ein längerer Laufweg macht noch keine Rotverschiebung beim Licht.
Das Licht läuft halt auf einer gekrümmten Bahn, dadurch länger als direkt. Ja und?
Man könnte den krummen Laufweg gerade biegen, gäbe es dann auch Rotverschiebung?
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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon bumbumpeng » Mi 28. Apr 2021, 10:34

sanchez hat geschrieben:Was ich aber nicht verstehe, ein längerer Laufweg macht noch keine Rotverschiebung beim Licht.
Das Licht läuft halt auf einer gekrümmten Bahn, dadurch länger als direkt. Ja und?
Man könnte den krummen Laufweg gerade biegen, gäbe es dann auch Rotverschiebung?

Hallo sanchez,

Das ist ja die Quintessenz.
Ein längerer Laufweg nicht. Aaaaber ein permanent verlängerter Laufweg durch Fremdeinfluss!

Ich nehme nochmal das Beispiel mit den 50 Hz über 2 Sekunden gesendet = 100 Perioden.
Einmal bewegt sich das Fahrzeug mit Sender von mir weg. Eindeutig Doppler, die Frequenz wird tiefer.

Links sind Sender und Empfänger. Rechts ist der Reflektor. Wie Verkehrsradar.
Das Signal wird 2 s lang gesendet. Der Reflektor ist 340 m weit rechts. Das Signal braucht 1 s bis zum Reflektor und dann 1 s bis zum Empfänger = 2 s Laufzeit.

Man ändert die Entfernung von 340 m auf 680 m. = 4 s Laufzeit.

Der Reflektor bewegt sich so weg, dass es 33 1/3 Hz ergibt.
Der Reflektor greift in die Welle / Periode ein.
Der Anfangspunkt der Periode ist am Reflektor vorbei und bereits auf dem Rückweg, während sich der Reflektor bewegt und die Strecke kontinuierlich verlängert. Der Endpunkt der Periode ist aber noch auf dem Hinweg zum Reflektor und diese Periode muss kontinuierlich einen längeren Weg laufen.
D.h., dass diese Periode gedehnt wird. Sie wird in die Länge gezogen.
Die Schallgeschwindigkeit bleibt gleich. Die Perioden bleiben gleich.
Die Laufzeit vom Ende des Signales verlängert sich. Das Signal wird gedehnt.

Der Empfänger hört ein geändertes Signal z.B. 3 Sekunden lang mit 33 1/3 Hz.
Die 100 Perioden bleiben.


Das Gleiche passiert mit dem Licht an einer Galaxie vorbei.
Durch starke e.-m. Felder wird das Licht fremdbeeinflusst. Das Licht muss eine Krümmung fliegen. Das Licht will normal immer geradeaus. Es wird ein wenig um die Galaxie herumgelenkt. Dabei verlängert sich kontinuierlich der Weg. Das Signal wird gedehnt.
Das ergibt dann die Rotverschiebung.
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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon bumbumpeng » Mi 28. Apr 2021, 10:49

sanchez hat geschrieben:Das habe ich schon verstanden. Die Gewehrkugel läuft eine halbe Parabel. Wenn die Kugel aus 1m Meter Höhe, waagerecht abgefeuert wird,
ist der Laufweg etwas länger, weil die Kugel neben der waagerechten Bewegung (die 400m) eine beschleunigte Bewegung nach unten erfährt. Also eine gekrümmte Bahn.
Wenn du die Gewehrkugel aus 10m Höhe abfeuerst, ist der Weg noch länger. Die Kugel erfährt noch mehr Krümmung im Laufweg.

Hallo sanchez,

Es kommt auf die Geschwindigkeit, Geschoss etc. an, wie groß die Differenz zum waagerechten Punkt in 400 m ist. Bei einem sniper ist das sicher weniger, als bei einer Jagdflinte.
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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon Kurt » Mi 28. Apr 2021, 15:01

bumbumpeng hat geschrieben:Das Gleiche passiert mit dem Licht an einer Galaxie vorbei.
Durch starke e.-m. Felder wird das Licht fremdbeeinflusst. Das Licht muss eine Krümmung fliegen. Das Licht will normal immer geradeaus. Es wird ein wenig um die Galaxie herumgelenkt. Dabei verlängert sich kontinuierlich der Weg. Das Signal wird gedehnt.
Das ergibt dann die Rotverschiebung.


Schick deine 100 Schwingungsperioden, gesendet in 2 sec, auf ein Ziel das 100m von dir entfernt ist.
In welcher Zeit kommen die 100 Schwingungen an?

Dann schick deine 100 Schwingungsperioden erst zu einem Spiegel der seitwärts des geraden Weges steht, von da weiter zum Ziel.
In welcher Zeit kommen die 100 Schwingungen an?

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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon Kurt » Mi 28. Apr 2021, 15:12

bumbumpeng hat geschrieben:Der Empfänger hört ein geändertes Signal z.B. 3 Sekunden lang mit 33 1/3 Hz.
Die 100 Perioden bleiben.


Hier etwas das ev hilft die Vorgänge zu verstehen.

viewtopic.php?f=15&t=215&hilit=steinewerferei

Kurt

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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon bumbumpeng » Mi 28. Apr 2021, 19:25

Kurt hat geschrieben:Schick deine 100 Schwingungsperioden, ...

Wieso sollte ich das tun? Das ergibt keinen Sinn.
Die Frage ist, wer was nicht versteht?
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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon sanchez » Mi 28. Apr 2021, 19:38

Der Reflektor bewegt sich so weg, dass es 33 1/3 Hz ergibt.
Der Reflektor greift in die Welle / Periode ein.


50Hz ist das Signal aus der Quelle. Jetzt soll sich der Reflektor bewegen,
so dass beim Empfänger ein Signal mit 33 1/3Hz ankommt?

Ich denke ein bewegter Reflektor macht einen Dopplereffekt, je nach dem in welche Richtung er sich bewegt.
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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon bumbumpeng » Mi 28. Apr 2021, 20:36

sanchez hat geschrieben:50Hz ist das Signal aus der Quelle. Jetzt soll sich der Reflektor bewegen,
so dass beim Empfänger ein Signal mit 33 1/3Hz ankommt?

Ich denke ein bewegter Reflektor macht einen Dopplereffekt, je nach dem in welche Richtung er sich bewegt.

Ja, genau. Das ist Doppler. Die Welle wird gedehnt. Der Ton wird tiefer.
Die Schallgeschwindigkeit bleibt. Die 100 Perioden bleiben.

Beim Licht ist das Rotverschiebung.
Das ist das Gleiche in grün an den Galaxien vorbei.
Die Lichtgeschwindigkeit bleibt. Die Perioden bleiben. Die Frequenz ändert sich in den Rotbereich. Die H-Alpha-Linie ist z.B. nicht mehr bei 656,28 nm, sondern bei ca. 720 nm, dann wäre das Objekt in einer Entfernung von ca. 1,4 Mrd. LJ.
Die H-Alpha_Linie wird generell bei 656,28 nm ausgesendet, wie z.B. die 50 Hz. Die 50 Hz kommen dann mit 33 1/3 Hz an und die H-Alpha.-Linie bei 720 nm.
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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon Kurt » Mi 28. Apr 2021, 20:40

bumbumpeng hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Schick deine 100 Schwingungsperioden, ...

Wieso sollte ich das tun?


Kannst es natürlich auch lassen, deine Sache.

Kurt

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Re: Entfernung und Richtung weit entfernter Galaxien

Beitragvon sanchez » Mi 28. Apr 2021, 20:42

Ein Spiegel der sich Richtung Signal bewegt macht eine Blauverschiebung und dann muss er so gedreht sein,
dass mich das reflektierte Signal erreicht.

Genauso ein Spiegel der sich von der Signalquelle wegbewegt, macht Rotverschiebung.

Ein Spiegel der sich parallel zur Strecke Sender-Empfänger bewegt, macht gar nichts.
Das Signal bleibt unverändert.

D.h. wir haben es im All mit sich wegbewegenden Reflektoren zu tun, klingt nach Expansion des Raumes.
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