Rudi Knoth hat geschrieben:Also meinst du "Flanken", die aber noch keine Schwingungen oder Frequenzen "enthalten". [...] Außerdem hat man schon Röntgenstrukturanalysen damit gemacht, was ja schon Wellen mit einer gewissen Wellenlänge voraussetzt.
"Wellen mit einer gewissen Wellenlänge" ja, aber die Frage ist doch: Wie kann man sich
physisch die Verwandlung einer linearen Bewegung der Quelle (Trajektorie) in periodische Änderungen von Feldwerten (Schwingungen) vorstellen? Welcher konkrete Mechanismus steckt dahinter?
Das ist doch faktisch die
Umkehrung des Ablaufs (Punkt 2):
1. Viele Schwingungen werden erzeugt und überlagern sich zu einem linearen Verlauf (steile Flanke) – kein Problem.
2. Ein linearer Verlauf (steile Flanke) wird erzeugt und reist in Form vieler Schwingungen durch den Raum – warum?
Fall 1 ist wie wenn man verschiedene Farben in einen Eimer Wasser kippt: Es entsteht eine braune Brühe, kein Problem.
Fall 2 ist wie wenn man verschiedene Farben aus einer monochromen Brühe extrahiert ohne selber aktiv zu werden.
Der Vergleich mit der Brühe hinkt etwas, weil die Farben ja physisch als Frequenzen in der Brühe sind (Fall1). Deshalb schrieb ich
monochrome Brühe bei Fall 2. Die entsteht schon fixfertig, ohne dass vorher Farben hinein gekippt wurden. Braun soll in dem Fall also nicht zusammengesetzt worden sein. Hoffe das ist verständlich.
Mit solch klassischen Vorstellungen stößt man schnell an Grenzen, schon klar. Aber so wie es Walter Lewin erklärt, kommt man der Sache schon recht nahe, denke ich. Bei ihm reisen keine fertigen Schwingungen durch den Raum, die sich überlagern, sondern nur eine fertige lineare Änderung, entsprechend der linearen Beschleunigung der Quelle.
Frage: Ist bei Fourier die Zerlegung einer gegebenen Kurve in Sinuskurven eindeutig? Denke ja.