contravariant hat geschrieben:
Genaugenommen braucht man garkeinen Körper. Man kann einfach die Newtonschen Bewegungsgleichungen in ein rotierendes BS transformieren. Dabei tauchen ein paar zusätzliche Terme auf, die wie Kräfte aussehen. Einen davon nennt man Zentrifugalkraft. That's it.
Natürlich.
Es ist verständlich, daß Leute, welche sich niemals systematisch mit angewandter/technischer Mechanik beschäftigt haben, sich die Dinge so zurechtlegen, daß es ihrer Vorstellung entspricht. Wem d'Alembert ein Unbekannter ist und wer niemals dynamische Strukturen berechnen mußte, dem kann man nicht abverlangen, daß er Mechaik im Sinne der Berechenbarkeit verinnerlicht.
Intuitiv wird merkwürdigerweise die
d'Alembertsche Trägheitskraft als eingeprägte Kraft mißverstanden. Tatsächlich ist die d'Alembertsche Trägheitskraft ja eine Hilfsgröße im Inertialsystem, um die Kräftebilanz an einer beschleunigten Masse auf Null zu bringen und damit die Berechnung der Beschleunigung zu ermöglichen. Tatsächlich ist diese Kraft natürlich nicht vorhanden; denn wäre die Kraftsumme Null, träte ja keine Beschleunigung auf.
Die
Trägheitskraft im beschleunigtenn Bezugssystem hingegen wird benötigt, um in der Kräftebilanz der beschleunigenden Kraft eine fiktive Kraft entgegenzusetzen, um die Ruhe der beschleunigten Masse im beschleunigten System zu begründen. Das wird überhaupt nicht verstanden.
Zudem mangelt es infolge fehlender Übung um Abstraktionsvermögen: Es wird etwa nicht erkannt, daß Erde-Mond mechanisch gleich behandelbar ist wie Nabe-Speiche-Felgenmasse. Eigentlich merkwürdig, weil die Speichenkraft einfach durch die Gravitationskraft ersetzt ist.
Sei's drum. Es ist unmöglich, systematische Bildung durch einige Forenposts zu ersetzen.
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