fallili hat geschrieben:Auch wenn ausnahmsweise nicht ich gemeint war, möchte ich anmerken, dass man sehr vorsichtig mit den Beschimpfungen sein soll, vor allem wenn man unwissend ist.
Der Adressat war hoffentlich dieser Dauerpöbler Jucker, der diesen Unsinn des Apostels schönredet:
Apostel hat geschrieben:Durch die Gezeitenreibung verringert sich die Erdrotation. Der Gesamtdrehimpuls muss allerdings erhalten bleiben, und das geht nur, wenn sich der Mond von der Erde entfernt.
Hoffentlich willst du nicht auch noch diesen Quark verteidigen.
Das Problem am Gezeitensystem ist nämlich, dass erstens die Erde keine homogene mit Wasser überzogene Kugel ist und - selbst wenn sie das wäre - zweitens Wasser eine Trägheit hat und daher nicht instantan sondern verzögert auf den gravitativen Einfluss des Mondes reagiert. Oder simpel gesagt, es dauert halt einige Zeit bis Wasser von A nach B geflossen ist.
Das ändert gar nichts. Ob die Erde incl Gezeitenkraftverformung eine "schräge" Kugel, eine Kartoffel oder sonstwas ist, spielt gar keine Rolle. Entscheidend ist, daß der Mond zu jeder Zeit einen unveränderten Erdschwerpunkt "sieht".
Den entscheidenden Teil kopier ich hier her:
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Diese Flutberge folgen im Prinzip der Bewegung des Mondes. Würde die Erde sich nicht drehen, dann würden sich die Flutberge während eines Mondumlaufs (also etwa einmal im Monat) einmal um die Erde bewegen (wenn es keine Kontinente gäbe, die das Wasser aufhalten, natürlich

). Die Erde dreht sich aber – und das Wasser der Flutberge wird durch die Reibung quasi “mitgerissen”. Der Flutberg unter dem Mond befindet sich also genaugenommen ein bisschen “vor” dem Mond; der Flutberg auf der gegenüberlegenden Seite der Erde ein bisschen “hinter” dem Mond. Nun passiert folgendes: die Wasserberge haben natürlich auch eine Masse. Und die Masse die in dem Flutberg auf der dem Mond zugewandten Seite konzentriert ist, übt natürlich auch auch eine – wenn auch nur sehr kleine – Anziehungskraft auf dem Mond aus. Da sie dem Mond vorausläuft, zieht sie ein klein wenig am Mond und beschleunigt dadurch seine Bewegung. Wenn ein Objekt nun eine schnellere Umlaufgeschwindigkeit bekommt, dann bekommt es auch einen höheren Orbit (drittes Keplersches Gesetz). Der Mond entfernt sich also von Erde!
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Das entscheidende ist vielmehr, daß man selber denkt und Denkfehler solcher Diskutanten erkennen kann.
Der Mann ist offenbar total überfordert. Erstens wirkt der gegenüberliegende Flutberg in entgegengesetzter Richtung. Das nur nebenbei. Wichtig ist, zu erkennen,
daß sich der Erdschwerpunkt bezüglich der Sichtachse zum Mond infolge der Gezeiten zeitlich nicht ändert.
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