Ernst hat geschrieben:
Es laufen im bewegten Laser, unter Beibehaltung der Schwingungsknoten an den Enden, beide Wellen gegenläufig mit unterschiedlicher Wellenlänge bei gleicher Geschwindigkeit c.
Das setzt voraus, dass sowohl die rot- als auch die blauverschobene Welle die Resonanzbedingung 2L/lambda erfüllt. Das ist aber keineswegs immer der Fall.
Rechnen wir mal ein Beispiel nach, um zu sehen, ob die Resonanzbedingungen für die doppler-verschobenen Wellenlängen in einem bewegten Laser stets erhalten bleiben. Wir denken uns dabei einen sehr großen Laserresonator, damit es anschaulich wird.
c=299792458 m/s
Resonatorlänge ruhend L_r = 4000000 m
Resonanzbedingung ist 2L/lambda = z.B. 8000000/1953,125=4096 - das ist eine ganze Zahl - der Laser funktioniert also in seinem Ruhesystem z.B. mit
lambda_0=1953,125 m, der Resonator hat somit eine Eigenfrequenz von 153493,7385 Hz.
Nun bewegt betrachtet mit
v=0,3c = 89937737,4 m/s
gamma=0,953939201
lambda_1= lambda_0 *sqrt((c+v)/(c-v)) = 2661,660718 m
lambda_2= lambda_0 *sqrt((c-v)/(c+v)) = 1433,201925 m
Der Laser kontrahiert zu
L_k=4000000*0,953939201=3815756,804 m
Bedingung_1=2L_k/lambda_1=7631513,608/2661,660718=2867,
19...Bedingung_2=2L_k/lambda_2=7631513,608/1433,201925=5324,
79...Die Resonanzbedingung ist sowohl bei der rot-als auch bei der blauverschobenen Welle nicht mehr gegeben! Der Laser funktioniert im System eines mit 0,3c bewegten Beobachters nicht mehr! Er könnte ohne eine stehende Welle ohnehin kein kohärentes Licht mehr erzeugen!
Nun machen wir noch etwas anderes: wir konstruieren mit dem Resonator eine Uhr, die ruhend auf der Basis der Eigenfrequenz von 153493,7385 Hz tickt. Im mit v=0,3c bewegten Zustand des Lasers verschiebt sich die rotverschobene Welle auf die Frequenz 112633,611 Hz, die Frequenz der blauverschobenen Welle erhöht sich auf 209176,7062 Hz. Die aus der Interferenz resultierende Welle hat demnach eine Frequenz von (112633,611+209176,7062)/2= 160905,1586 Hz. Der Resonator hat seine Eigenfrequenz demnach
erhöht.
Das muss auch so sein, denn der Resonator ist um den Gammafaktor kontrahiert, die Anzahl der Photonen ist aber eine abzählbare Größe und kann daher nicht vom Bezugssystem abhängig sein. Die Frequenz der resultierenden Welle muss daher um den Gammafaktor höher werden: 153493,7385/0,953939201=160905,1586 Hz, was mit obigem Ergebnis überein stimmt. Damit haben wir eine Uhr, die bewegt
schneller läuft - und nicht langsamer, wie es die SRT behauptet! Eine ZD kann hier extra nicht mehr berücksichtigt werden, denn diese steckt im relativistischen Dopplereffekt schon drin:
f_b=f_s*sqrt(c+v/c-v) = f_s*
sqrt(1-v²/c²)/(1-v/c)
Grüße
Harald Maurer