Ernst hat geschrieben:Nach meiner Rechnung sind transformiert keine ganzen halben Wellenlängen vorhanden. Damit kann ein Laser nicht funktionieren.
Die ganzen halben Wellenlängen sind nicht die einzige Bedingung für die Funktion eines Lasers, sondern die Vorbedingung für die Entstehung der stehenden Welle. Diese ist der wichtigste Bestandteil der Konstruktion, wenn man kohärentes Laserlicht erhalten will. Denn dieses Licht wird über die stehende Welle ausgekoppelt!
Durch die stimulierte Emission entsteht in einem Laser ein Lichtfeld mit unterschiedlichsten Frequenzen. Die stehende Welle wirkt wie ein Kammfilter und selektiert gewissermaßen jene Frequenz heraus, die aufgrund der Resonanzbedingung für ihre Entstehung ursächlich ist, sie lässt damit nur die Vervielfältigung dieser Wellen zu und es besteht damit ein unmittelbarer Zusammenhang der stehenden Welle mit der Kohärenz und Farbe des austretenden Laserstrahls. Ohne diese stehende Welle gibt es keine Kohärenz und Einfarbigkeit, sondern es käme ein Mischmasch aus unterschiedlichsten Frequenzen unverstärkt aus dem Laser heraus. Die harmonische stehende Welle entsteht aber nur aus den gegenläufigen harmonischen Wellen gleicher Wellenlänge. Die Interferenz zweier gegenläufiger harmonischen Wellen mit unterschiedlicher Wellenlänge ergibt keine harmonische Welle mehr! Dann ist keine Kohärenz möglich, auch wenn die ganzen halben Wellenlängen bei jeder gegenläufigen Welle erhalten bleiben - was übrigens dann der Fall ist, wenn der Resonator
konkret kontrahieren würde. Das nützt aber nichts, denn würde das Licht über die entstandene unharmonische Welle ausgekoppelt (wie das bei der stehenden Welle der Fall ist), so wäre das Licht alles andere als ein kohärenter Laserstrahl. Ist die selektive Wirkung dieser Welle nicht vorhanden, kommen aus dem Laser nicht nur die rot-oder blauverschobenen Wellen heraus, sondern alle möglichen, die auch in derselben Richtung unterwegs sein könnten.
Bewegt sich ein Beobachter auf den Laser zu, so kommt ihm (sollte der Laser dennoch funktionieren) das bereits im Resonator ursächlich blauverschobene Licht entgegen. Für einen Beobachter, der sich von der anderen Seite dem Laser nähert, müssten die Dopplereffekte im Resonator aber umgekehrt ausfallen (!). Sind die Wellen dann sowohl blau- als auch rotverschoben zur gleichen Zeit? Man erkennt schon daraus, dass eine konkrete Wellenlängenveränderung im Resonator auf keinen Fall stattfinden kann und auch nicht eintreten wird. Denn stehende Wellen bleiben ungeachtet jeglichen Bewegungszustands stehende Wellen!
Hat man einen Sender und einen davon entfernt aufgestellten Metallspiegel, so entsteht vor dem Spiegel eine stehende Welle. Bewegt man nun diese Anordnung, so bleibt die stehende Welle unverändert vor dem nun bewegten Spiegel und bewegt sich mit dem Spiegel mit. Man macht sich dieses Phänomen in der Stehende-Welle-Interferometrie zunutze und misst damit kleinste Längen im Wellenlängenbereich, indem man die sich nicht verändernde aber bewegte Stehwelle an Detektoren vorbei oder hindurch schiebt, wobei eben zu beachten ist, dass diese Detektoren sich im relativ ruhenden System befinden und diesem gegenüber jene Doppler-Effekte auftreten müssten, von welchen hier die Rede ist. Das ist aber nicht der Fall. Die vor dem Spiegel stehende Welle wird in beiden Bezugssystemen (in einem ruhend und im anderen bewegt) völlig unverändert detektiert. Gleiches geschieht offenbar mit der stehenden Welle in einem Resonator, der es völlig egal ist, ob sie bewegt ist oder nicht oder von einem bewegten Beobachter betrachtet wird. Es gibt demnach den relativistischen Dopplereffekt im Resonator nicht, obwohl durch die bewegten emittierenden Atome jede Menge störende Dopplereffekte auftreten - was zu einer unerwünschten Linienverbreiterung führt.
Ich sage es wirklich nur ungern, aber dieses Verhalten von stehenden Wellen lässt sich wirklich nur mit Emissionstheorie erklären. Vielleicht ist es der Eigenschaft des Lichts als Teilchen auch zu eigen, dass "Photonen" nicht nur Impuls und "dynamische Masse" haben, sondern auch Trägheit. Nach SRT jedenfalls könnte der Laser nicht funktionieren, da es hier den "ruhenden" Laser gar nicht geben kann. Und mit Äther haben wir ganz das gleiche Dilemma!
Ich weiß nicht, was Licht wahrhaftig ist und auf welche Weise es uns an der Nase herum führt - aber dass uns auch die SRT kräftig an der Nase herum führt, davon bin ich überzeugt!
Grüße
Harald Maurer