Harald Maurer hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:
Das Gravitationspotenzial kratzt eine Rolex oder sonstige Schweizer Uhr nicht im Geringsten - das sind doch die alten ART-Märchen.
Es ist der Technik von heute zuzutrauen, festzustellen, ob sich der Gang einer Uhr verändert oder nicht. So besteht kein Zweifel daran, dass die GPS-Uhren in den Satelliten schneller laufen als Vergleichsuhren auf der Erde - wenngleich nicht genau ermittelbar ist, ob diese Gangänderung der Voraussage der ART entspricht.
Da der Einfluss von Gravitationspotenzial (der ist eher unwahrscheinlich!) oder des Gravitationsfeldes (sehr naheliegend!) von Euch negiert wird, würde mich interessieren, ob ihr die Abweichungen der GPS-Uhren auch einfach bestreitet oder andere Gründe für das schnellere Laufen habt
Nach meinen eher oberflächlichen Kenntnissen zu diesem Thema handelt es sich bei den Uhren in den Satelliten des GPS-Systems um Atom-Uhren. Dieser Uhrentyp ist im Gegensatz zu handelsüblichen Uhren gravitationsabhängig, d.h. man muss solche Uhren entsprechend der Höhe justieren, dann funktionieren sie, wenn keine Änderung der Umlaufbahn erfolgt, stabil und ganggenau. Entsprechend sind auch Pendeluhren und Sanduhren in ihrer Ganggeschwindigkeit schwerkraftabhängig. Wenn ein Uhrentypus eingesetzt wird, dessen Ganggeschwindigkeit von der Höhe der Schwerkraft abhängig ist, dann können zweifellos keinerlei Aussagen über die Abhängigkeit der Zeit allgemein von der Gravitation gemacht werden. Insbesondere können solche Uhren nicht in dynamischen Situationen mit Wechsel der Höhe Anwendung finden, wenn die so gewonnenen Erkenntnisse Überzeugungskraft haben sollen.
In GPS-Satelliten befinden sich Atomuhren:Zitat:
"Atomuhren sind auch an Bord der 24 Satelliten des Global Positioning System (GPS)."
http://www.atlsoft.de/index.php/url/showartikel.php/art/64/kat/30/subkat/16/menu/1Zitat:
"Das GPS nutzt die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit um den Abstand zu vier verschiedenen Navigationssatelliten zu messen. Hierzu stellt das Verteidigungsministerium der USA (Department for Defence, DoD) jederzeit mindestens 24 Satelliten zur Verfügung, die mit hochgenauen Atomuhren ausgestattet sind."
http://www.quantenwelt.de/technik/GPSAtomuhren sind schwerkraftabhängig:Zitat:
"Bei der neuen Cäsium-Fontäne hingegen vermindern
die PTB-Forscher gezielt das Tempo der Atome. Dazu bestrahlen sie mit sechs Lasern in einer Vakuumkammer ein Gas aus Cäsiumatomen.
Die Atome kühlen ab, frieren bei minus 273 Grad Celsius ein und verlieren enorm an Bewegungsenergie. Werden die Laser in ihrer Frequenz „verstimmt", beschleunigen die gekühlten und eingefangenen
Atome, um dann wie in einer Fontäne nach oben zu sprudeln, bis die Schwerkraft ihre Bewegungsenergie aufzehrt. Danach fallen sie auf dem gleichen Weg wieder zurück. Während ihrer Auf- und Abbewegung
durchfliegen die Atome das Mikrowellenfeld eines Resonators, das bei geeigneter Frequenz einen Wechsel des Grundzustandes der Atome bewirkt."
http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?tabID=3946&alias=WZO&lexikon=Zeit&letter=Z&cob=6267Zitat:
"Mit einer geschickten Anordnung mehrerer Laserstrahlen bestrahlen die Uhren-Experten der PTB ein Gas aus Cäsiumatomen. Doch diese Bestrahlung "erwärmt" die Atome nicht, sie kühlt sie vielmehr ab, so daß aus einem anfänglich zimmertemperaturwarmen Gas ein atomares Ensemble mit einer Temperatur von wenigen Mikrokelvin entsteht. Die Atome "frieren quasi ein" und bewegen sich jetzt nur noch mit rund einem Zentimeter pro Sekunde, eine Quelle kalter Atome ist entstanden. Werden die Laser auf definierte
Weise kurzzeitig gegeneinander "verstimmt", so kann den gekühlten und eingefangenen Atomen ein gezielter "Schups" aufwärts gegeben werden: Sie fliegen nach oben, steigen solange auf, bis die Schwerkraft ihre Bewegungsenergie aufgezehrt hat, und fallen auf dem gleichen Weg wieder zurück. Ein Szenario, das an einen Springbrunnen erinnert."
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/48597/mfg