Versuch zur wechselseitigen Zd

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Mikesch » Mi 1. Apr 2015, 20:57

Chief hat geschrieben:Wieso nicht verstanden? :lol:
Welche Relativgeschwindigkeit hatten die Uhren zueinander? :mrgreen:

Na, noch nicht im Bett? Hier haben Sie Ihren Lolli :mrgreen: und husch husch. Und vergessen Sie Ihre Medikamente nicht.
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Mikesch » Mi 1. Apr 2015, 21:01

Ernst hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben: warum die Annahme des fiktiven Beobachters gerade der Witz an dem H&K-Experiment ist.

Wie auch der gleiche fiktive Beobachter für Kairo und Oslo.

Ganz einfach für euch Windfahnenargumentierer:
Wenn die Uhren bei H&K in beiden Flugrichtungen unterschiedlich schnell laufen, dann müssen es stationäre Uhren in Kairo und Oslo auch.

Und da letztere es nicht tun, ist entweder H&K eine Fehlmessung oder die SRT ist perdu oder beides.
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Wie oben in der Antwort schon beschrieben ist nicht H&K falsch oder die SRT sondern Ihre Vorstellungen davon.
Die Uhren in Oslo und Kairo laufen unterschiedlich schnell.
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Harald Maurer » Mi 1. Apr 2015, 21:04

http://www.cartesio-episteme.net/H&KPaper.htm
Zitat daraus:
The H & K tests prove nothing. The accuracy of the clocks would need to be two orders of magnitude better to give confidence in the results. The actual test results, which were not published, were changed by H & K give the impression that they confirm the theory. Only one clock (447) had a fairly steady performance over the whole test period; taking its results gives no difference for the Eastward and the Westward tests.

Deutsch: Die H & K Tests beweisen nichts. Die Genauigkeit der Uhren müssten zwei Größenordnungen besser sein, um den Ergebnissen trauen zu können. Die aktuellen Testergebnisse, die nicht veröffentlicht wurden, wurden von H & K verändert, um den Eindruck zu erwecken, dass sie die Theorie bestätigen. Nur eine Uhr (447) hatte eine ziemlich konstante Leistung über den gesamten Testzeitraum; wobei die Ergebnisse keinen Unterschied für die nach Osten und nach Westen laufenden Tests ergaben.
---------------------------------------------
Es ist schon Walter Theimer aufgefallen, dass H & K die Beobachter-Effekte der SRT ontologisiert hatten und Gangveränderungen der Uhren in ihren Eigensystemen gemessen haben wollten. Die Eigenzeiten sind aber in der SRT invariant, d.h. keine der Uhren hätte gegenüber den mitbewegten Beobachtern eine aus der SRT stammende Gangänderung zeigen dürfen! Den Systemen der Uhren bzw. den mitbewegten Beobachtern hätte sich aber die Kontraktion der Flugstrecken gezeigt, wogegen die "Referenzuhr" (eine Atomuhr im Marine-Observatorium der USA) jeweils bezogen auf die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegten Uhren zwei unterschiedliche Zeitdilatationen hätte aufweisen müssen - wie immer man sich das vorstellen könnte.

Das H & K Experiment, dessen Ergebnis nicht auf direkter Messung beruhte, sondern aus Einzelmessungen von 125 Intervallen (Ost) und 108 Intervallen (West) zusammen gerechnet wurde (nachdem die Uhren etliche Male zueinander abgeglichen worden waren!) ist jedenfalls völlig wertlos und erweist der SRT geradezu einen Bärendienst infolge der Missachtung der Invarianz der Eigenzeiten.

Reporter von "Quarks & Co" hatten vor einigen Jahren einen ähnlichen Versuch mit Atomuhren in Flugzeugen durchgeführt und auf der Homepage veröffentlicht. Da mir einige Ungereimtheiten aufgefallen waren, schrieb ich die Redaktion an und bat um genauere Unterlagen. Ich habe bis zum heutigen Tage keine Antwort erhalten - und der Artikel ist seitdem nicht mehr auffindbar. Ein Schelm, der sich dabei Böses denkt...

Grüße
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Harald Maurer » Mi 1. Apr 2015, 21:42

Mikesch hat geschrieben:Die Uhren in Oslo und Kairo laufen unterschiedlich schnell.

Nein, das tun sie nicht!
Schon Einstein hatte in seiner Arbeit 1905 behauptet, eine Uhr am Äquator müsse einer Uhr am Pol nachgehen. Das hat man untersucht und es hat sich nicht bestätigt. Daraufhin kam man zu dem Schluss, dass der ART-Effekt den SRT-Effekt exakt aufhebt. Da die Uhren ohne die beiden Effekte auch nichts anderes tun würden, als gleich zu laufen, ist damit weder die ART noch die SRT beweisbar.
Richtig ist, dass auch Atomuhren abhängig vom Gravitationspotenzial unterschiedlich laufen und daher rund um den Erdball zueinander synchronisiert werden müssen. Aber ein unterschiedlicher Gang aufgrund unterschiedlicher Breitengrade ist noch nie nachgewiesen worden. Und das ist nach SRT auch gar nicht zu erwarten, weil Uhren auf unterschiedlichen Breitengraden zwar zueinander eine Relativgeschwindigkeit haben, aber problemlos synchronisiert werden können, ohne dass dabei die RdG zuschlägt. Außerdem ist eine ZD ohne LK nicht vorhanden, und wie sich eine LK auf die Systeme der Uhren auswirken könnte, die sich befestigt auf dem gleichen Globus mit gleicher Winkelgeschwindigkeit bewegen, dürfte auch die Phantasie eines Relativisten etwas überfordern.
Richtig nach SRT ist es hingegen, dass die SRT auf dem rotierenden System Erde gar nicht anzuwenden ist. Was auch immer Uhren in Oslo oder Kairo machen würden, hat mit der SRT rein gar nichts zu tun.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Jan » Mi 1. Apr 2015, 22:30

Da scheint sich mein Verdacht zu bestätigen, daß es doppelt schwer ist die RT zu widerlegen.
Denn erstens muß man sie verstehen und zweitens der RT realistischere Ergebnisse gegenüberstellen.
Oder erst wenn man die RT versteht, merkt man, daß sie nicht der Weißheit letzter Schluß ist.
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon fallili » Do 2. Apr 2015, 08:18

@Chief
Ach, jetzt hängt es am Äquator auch noch vom Längengrad ab!
Bist Du sicher, dass Du weißt was "Osten" und "Westen" und "Meridian" ist???
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Ernst » Do 2. Apr 2015, 09:02

Mikesch hat geschrieben:Die Uhren in Oslo und Kairo laufen unterschiedlich schnell.

So? Auf einmal? Von deinem Kumpel wurde mir das gerade als "geniale Idee" untergejubelt, weil man die Orte mit einem Maßband verbinden könnte, welches unverändert lang bliebe.

Das ist so Argumentation nach Gutsherrenart.

Fakt ist, daß H&K eine ZD gemeswsen haben, welche sich nach SRT aus unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten um die Erdachse erklären lassen.
Fakt ist, daß dann auch die Uhren in Oslo und Kairo eine ZD zeigen müssen.


Im letzteren Fall, wenn sich die Uhren auf gleicher Meereshöhe befinden, resultiert der Effekt ausschließlich aus der SRT. Die ART scheidet aus, da das Gravitationspotenzial dann überall gleich ist.

Die Uhren in Kairo und in Oslo laufen aber nicht unterschiedlich schnell. Auch die Atomuhr an der amerikanischen Südpolstation läuft nicht schneller, als jede andere auf der Welt.
Die notwendige ZD nach SRT tritt nicht auf und daher ist die SRT irreal.

Anstatt hier ständig deine Argumentation in den Wind zu hängen, solltest du lieber mal dich mit solchen Fakten befassen. Wenn du sie denn in einen Zusammenhang bringen kannst.
IQ 150 ist nicht unbedingt erforderlich.
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Ernst » Do 2. Apr 2015, 09:13

Mikesch hat geschrieben:Wie kommen Sie bloß auf Oslo und Kairo? Wieder einmal so ein Kritikerquatsch oder hat das tatsächlich einen tieferen Sinn? Üblich ist den Gangunterschied zwischen den prominenten Punkten zu bestimmen. Wenn man also sonst keinen Grund hat Oslo und Kairo zu nehmen, berechnet man den Gangunterschied besser zwischen Pol und Äquator und der liegt bei rd. 100ns pro Tag. Was haben Sie denn gedacht?

Hab ich mir doch gedacht, daß dein Kombinationsvermögen begrenzt ist.

Und wie ist das nun doch auf einmal möglich, wo doch das Maßband zwischen den Orten konstanten Abstand zeigt?

Und wo bitteschön wurden Zeitdilatationen in dieser Größe jemals gemessen????

Nicht, daß du wieder unbedingt zur Erdaches mußt. Der Effekt tritt auch ohne "Kritikerquatsch" abgemindert zwischen Oslo und Kairo auf. Dort stehen nämlich schon hochpräzise Uhren. Als Hilfestellung empfehle ich dir einen Blick auf einen Globus.
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Zuletzt geändert von Ernst am Do 2. Apr 2015, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Ernst » Do 2. Apr 2015, 09:18

Harald Maurer hat geschrieben: Was auch immer Uhren in Oslo oder Kairo machen würden, hat mit der SRT rein gar nichts zu tun.

Dann hat auch das Verhalten von Uhren in Flugzeugen in der Interpretation ala H&K rein gar nichts mit der SRT zu tun.

Ich denke schon, daß es damit zu tun hat.
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Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon Mikesch » Do 2. Apr 2015, 09:57

Ernst hat geschrieben:...
Das ist so Argumentation nach Gutsherrenart....
Die notwendige ZD nach SRT tritt nicht auf und daher ist die SRT irreal....
Anstatt hier ständig deine Argumentation in den Wind zu hängen, solltest du lieber mal dich mit solchen Fakten befassen....
Wenn du sie denn in einen Zusammenhang bringen kannst.IQ 150 ist nicht unbedingt erforderlich....

Na, argumentativ wieder am Ende? Für IQ150 ist Chief zuständig.
Ernst hat geschrieben:Die Uhren in Kairo und in Oslo laufen aber nicht unterschiedlich schnell. Auch die Atomuhr an der amerikanischen Südpolstation läuft nicht schneller, als jede andere auf der Welt.

Im Geoid ergibt sich für eine idealtypische Erde in Eiform:
- die gravitatorische Zeitdilatation zwischen einem der Pole und dem ruhenden(!) Äquator beträgt ~2.3*10-12s.
- die geschwindigkeitsabhängige Zeitdilatation zwischen dem ruhenden und bewegten Äquator beträgt ~1,2*10-12s.
Daraus folgt die resultierende Zeitdilatation mit ~ 1,1*10-12s zwischen einem der Pole und dem bewegten(!) Äquator.
Ihre Annahme ist grundfalsch. Wenn Sie sich ein bisschen Mühe gegeben hätten, könnten Sie selber zu diesem Ergebnis kommen. Entsprechende Verweise finden sich im Internet.
Ernst hat geschrieben:Fakt ist, daß dann auch die Uhren in Oslo und Kairo eine ZD zeigen müssen.

Fakt ist, dass dieser Unterschied grundsätzlich vorliegt und auch messbar ist und das es aber auch starke Einflüsse durch die nichtidealtypische Erde ergeben. Das messbare Abweichungen schon innhalb von wenigen Kilometern in Deutschland nachgewiesen sind. Nachzulesen bei der PTA Braunschweig. Dagegen fällt die Gang-Abweichungen vom Pol zum Äquator von ~35us/Jahr auch nicht stark ins Gewicht. So ist ein Nachweis auf der Erde nur bedingt möglich.
Also: Statt einfach herum zu trollen, erst einmal schlau machen.
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