Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ritz und die Emissionshypothese

Beitragvon scharo » Do 21. Jan 2010, 14:55

Hallo Ernst,

„Walter Ritz ist der Pionier dieser Folgerung.“

Das und auch das Zitat in Wiki sind m.E. nicht zutreffend. Die „klassische Emissionshypothese“, die Du auch vertrittst, stammt von Newton.
Ritz hatte keine „ausgearbeitete“ Emissionstheorie. Zitat Ritz (1908) aus „Das Prinzip der Relativität in der Optik“.(Antrittsrede zur Habilitation am 5. Mai 1908):
„Zwei Theorien haben sich bekanntlich lange Zeit das Gebiet der Optik streitig gemacht. Die Emissionshypothese und die Undulations- oder Äthertheorie. ...
Nun aber ist bekannt, daß die Emissionshypothese, wenigstens in der Gestalt, die ihr Newton gegeben hat, sich nicht bewährt hat, während die Undulationstheorie sämtliche Erscheinungen befriedigend darstellt. ....
Wir sind nun vor folgendes Dilemma gestellt: die Emissionshypothese genügt dem Relativitätsprinzip; soll sie aber sonst auch annehmbar sein, so muß sie tiefgreifende Änderungen in ihrem Aufbau erfahren. Die Undulationstheorie, die sonst befriedigend wäre, ist mit dem Prinzip zunächst unvereinbar. Für die Gesetze des Lichtes ist eben nicht nur die Materie, sondern vor allem der Äther maßgebend, dessen Bewegung oder Ruhe mitwirkt. Will man diesen Einfluß ausschalten so erweisen sich tiefgreifende Änderungen in den Begriffen Zeit, Raum und Bewegung als notwendig. Diesen letzteren Weg ist Lorentz gegangen, ferner Einstein, endlich in wesentlich vertiefter Fassung Minkowski, der der Wissenschaft so jäh entrissen worden ist.“


Das ist auch interessant:
„Aber heute sind die Maxwell'schen Gleichungen der Elektrizitätslehre und Optik so sehr zu Axiomen geworden, daß man ihnen ziemlich unbedenklich fast alle andern Axiome der Physik zu opfern bereit ist. Merkwürdiges Schicksal einer Theorie, von welcher zu Lebzeiten ihres Entdeckers fast niemand etwas wissen wollte.“

Ritz meinte: Konstant = c relativ zur Quelle im Moment der Emission. Was aber weiter mit der LG wird, hat er nicht gesagt. Bald danach ist er gestorben – schade, ein brillanter Physiker und Denker.
Was er eher „ausgearbeitet“ hat, ist die Theorie der „verlangsamten Potentialen“, die eben die Relativität der Feldkräfte betrifft: „...und nur die Kräfte ändern sich mit der Geschwindigkeit.“ – genau das, was ich predige.
Als Antwort auf die Lorentz-Einstein-Äthertheorien, wurde die alte Newton Emissionshypothese ausgegraben – ab ca. 1905 - angefangen bei Poincaré, dann Ritz, J.J. Thomson, O.M. Steward, R.C. Tolman – dann, nach dem deSitter Argument wieder in Vergessenheit geraten.

Liebe Grüße
Ljudmil
scharo
 
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon scharo » Do 21. Jan 2010, 15:09

PS.
Einstein habe ich vergessen - er wollte 1909 auch zurück zur Newtons Emissionshypothese mit den ruhmassebehafteten Korpuskeln. Er war sowieso seit so 1905 Anhänger der Teilchenvorstellung des Lichtes. Glaube, er war von Ritzschen Überlegungen beeindrückt. Es war aber zu spät, Planck hat ihn verwiesen.
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Ernst » Do 21. Jan 2010, 17:36

nocheinPoet hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Und wenn Du meinst, das sei auch nur wieder eine Behauptung und die beobachterinvariante LG wäre Wirklichkeit, dann wirst Du sicher auch einen entsprechenden Nachweis liefern können.

Ich denke mal nach Deinen provokativen Vorlagen an Beiträgen bist Du mal in Bringschuld.

Das wäre ja verkehrte Welt. Ich behaupte, in der Ostsee wohnt ein Geist, und von Dir verlange ich den Beweis, daß dem nicht so ist.
Wenn jemand eine LG Invarianz behauptet, dann liegt die Beweislast bei demjenigen.

Ich sage es mal ganz deutlich, Du kannst mich nicht ab, ich bin in Deinen Augen ein verhasster Relativist und die muss man eben bekämpfen, egal wo man auf sie trifft. Toleranz kennst Du hier nicht, und jedes Mittel ist Dir da recht.

Ich kenne Dich ja nicht persönlich. Was ich aber nicht ab kann, ist Deine persönliche Polemik im Widerspruch zu Deiner Forderung nach Sachlichkeit.

Dein ganzes Agieren zeigt mir das. Du bist ein Frontendenker, für Dich ist Physik ein Kampf, ein Krieg.

Bestenfalls ein Verteidigungsakt. :) Den Krieg haben andere erklärt.

Warum ignorierst Du mich nicht einfach?

Ich ignoriere, wen und wenn ich will.
.
.
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Re: Ritz und die Emissionshypothese

Beitragvon Ernst » Do 21. Jan 2010, 18:02

scharo hat geschrieben:
„Walter Ritz ist der Pionier dieser Folgerung.“

Das und auch das Zitat in Wiki sind m.E. nicht zutreffend.

Danke für Deine richtigstellende Ergänzung

Als Antwort auf die Lorentz-Einstein-Äthertheorien, wurde die alte Newton Emissionshypothese ausgegraben – ab ca. 1905 - angefangen bei Poincaré, dann Ritz, J.J. Thomson, O.M. Steward, R.C. Tolman – dann, nach dem deSitter Argument wieder in Vergessenheit geraten.

Nicht ganz. DeSitter als einziges schwerwiegendes Argument gehört auf den Prüfstand. Ich verweise noch einmal auf
http://www.cosmopan.de/info_pdf/info09.pdf, Zitat:

Die spektroskopischen „Doppel“-Sterne, die bisher stets als Gegenbeweis der Emissionstheorie gehandelt wurden, erweisen sich als einfache Sonne-Planet-Systeme. Pernes führt aus, daß die beobachteten Wellenlängen-Änderungen bei den spektroskopischen „Doppel“-Sternen auf diesen neuen Effekt zurückgeführt werden müssen. Tatsächlich ist es noch nie gelungen, einen (kurzperiodischen) spektroskopischen „Doppel“-Stern im Teleskop als doppelt nachzuweisen.
Die Quasare erweisen sich demnach lediglich als besonders schnell rotierende Sonnen in größeren, aber durchaus normalen Entfernungen von etwa 5ooo bis 5 Mio Lichtjahren. Der quasistellare Charakter, von dem die Quasare ihren Namen haben, wird damit selbstverständlich. Die bisherigen Probleme des Quasarphänomens (Kapitel 7.9 Knaurs moderne Astronomie) lösen sich in Wohlgefallen auf.
Die kurzperiodischen „Pulsations“-Veränderlichen pulsieren nicht und sind auch keine Überriesen. Ihre periodischen Helligkeitsschwankungen lassen sich eindeutig auf unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten bei besonderen Sonne-Planet-Systemen nachweisen, bei denen eine besonders kleine Sonne von einem besonders schweren Planeten umlaufen wird. Die regelmäßigen Helligkeitsschwankungen ergeben sich dadurch, daß in periodischen Zeitabständen das später ausgesandte schnellere Licht gleichzeitig mit dem früher ausgesandten langsameren Licht beim Beobachter eintrifft.


scharo hat geschrieben:Das ist auch interessant:
„Aber heute sind die Maxwell'schen Gleichungen der Elektrizitätslehre und Optik so sehr zu Axiomen geworden, daß man ihnen ziemlich unbedenklich fast alle andern Axiome der Physik zu opfern bereit ist. Merkwürdiges Schicksal einer Theorie, von welcher zu Lebzeiten ihres Entdeckers fast niemand etwas wissen wollte.“

Ja, äußerst interessant.

Liebe Grüße
Ernst
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Mordred » Do 21. Jan 2010, 20:11

Komisch, ..anscheinend habe ich Optiks....
Das scheint mir so austauschbar....
Kann mich aber auch irren,.....Was meint ihr denn so....


Poet hat geschrieben:Poet zu Ernst:
........wie man es auch Dir erklären wird, Du wirst es abstreiten. Du hast Dich doch schon festgelegt, die SRT ist Murks, alles falsch und fertig. Ist nicht wirklich eine Basis für einen Dialog.


1:1.......wie man es auch Dir erklären wird, Du wirst es abstreiten. Du hast Dich doch schon festgelegt, die MX10quanten sind Murks, alles falsch und fertig. Ist nicht wirklich eine Basis für einen Dialog!

Ob er den Sachverhalt erkannt hat und nun weiß warum ich den Dialog mit ihm nach Runde 3 beendet habe....
Ich fürchte nicht....
Ein Jammer.....

Poet hat geschrieben:Ich habe im AC geschrieben, und wurde da nach einiger Skeptik dann recht freundlich behandelt.

Warum bist Du nicht dort geblieben, hatten sie keine Lust mehr mit dir zu spielen, ...alle doof ??

Poet hat geschrieben:und obwohl ich da eine „Zeitgeschwindigkeit“ eingeführt habe.

Der Meister führte eine Zeitgeschwindigkeit ein, ..hört, hört......
Sollen wir das nun auch hier befürchten ? Die Zeit deeeeeeeeehhhhhnnnnnntttt sich mit jedem Poetpoooooost und füllt den Threaaaaaaad mit seinem Umfangreichen SRT wissen, ..aber wen er ma gefraaaaagt wird, ..dann darf der Fragende nun nicht den Spieß umdrehen, ..denn das wäre ja gemeeeeein, ....alle sollen ihr wissen offenbahren, nur der Poet hat bisweilen nur große Töne gepfiffen...
Und zu Anderen, ..."Heiße Luft" hauchen, aber selbst und unter vollem Dampf schon pfeifen.....
Du bist mir echt der Richtige, ...

War das beleidigend, ..ich fürchte fast, man könnte es so verstehen, ...könnte er doch nur verstehen....
Spieglein Spieglein......
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Ernst » Do 21. Jan 2010, 20:20

nocheinPoet hat geschrieben:
Nicht Existenz ist nicht zu beweisen. ;)

Endlich ist der Grund benannt, wieso bisher niemand die beobachterinvariante LG bewiesen hat :)

Und es gibt da ganz viele Experimente zu
,
Bitte, nenne ein einziges.!!!

zeige mal Licht schneller als c,

1. bitte lies http://www.cosmopan.de/info_pdf/info09.pdf
2. Dopplereffekt bei Relativbewegung Quelle/Empfänger
3. Myonen mit >c gelangen auf die Erde

und ich habe irgendwie dein Eindruck ich gehe Dir auf den Sack. Kann mich auch irren, und Du findest mich richtig nett und sympathisch,

Weder noch. Ich halte hier Wortwahlen, wie "hinterhältig" unzulässig. Wie gesagt, halte ich etwas Polemik in der Sache als Würze des Dialogs. Persönliche Polemik dagegen geht mir tatsächlich auf den genannten Transportbeutel.
.
.
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Mordred » Do 21. Jan 2010, 22:42

Irgendeine Sache die MX10QT erklären kann?

Nicht für Dich, soviel steht nach 3 Runden fest.
Muss es aber auch nicht.

Nur eine Formel mal zu Hand?

Bekommst Du von Deiner Frau auch ne Formel wenn Du Dir mal eigenständig ein Brot schmieren sollst ?
Aber beachte die Variablen die sich im Kühlschrank befinden, ...du Mathegenie.

Nicht kommt da, ......

Was ?

aber die Sicherheit dass sie richtig ist.

Für mich jedenfalls so sicher wie die SRT falsch ist, ..wenn du verstehst... :lol:

....... wenn die SRT falsch ist, gut ist sie es eben, habe ich kein Problem mit. Bisher passt sie eben,

Ich lach mich tot, ignoranz in reinkultur......und gerade weil sie so gut passt, habt ihr auch den Welle –Teilchen –Dualismus.... :mrgreen:
Und Photonen werden als Teilchen auf die Augen fliegend sogleich als Welle durch selbiges befördert um gleichsam mild auf der Netzhaut auzuwellen....

Und, ich habe weiterhin Kontakt, ganz freundlichen, übrigens.

Oh, keep in touch..to one ??
Deine Provokationen, nicht nur mir gegenüber, scheinen einer Art masochismus zugrunde zu liegen....
Bist du Masochist ?
Zum Rest deiner Endlosschleife Gähn ich mal kurz.....
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Ernst » Fr 22. Jan 2010, 14:25

nocheinPoet hat geschrieben:
Du findest dazu nichts selber im Web? Ich kann mal schauen. Auch wenn ich davon ausgehe, das Du keines anerkennen wirst.

Gib Dir keine Mühe. Es gibt keins. Wohlgemertkt: Ein Experiment der Messung der LG durch einen Beobachter, der eine Relativgeschwindigkeit zur Quelle aufweist. (kurz: Beobachterinvariante LG)

Zum 1.Punkt:
Danke für die Links. Ich wollte mich nicht vorrangig auf die Quasare beziehen, sondern auf die Deutung der Rotverschiebung: Wellenanfang und Wellenende haben infolge der Quellenrotation (Beschleunigung) eine unterschiedliche LG. Die folglich mit zunehmender Entfernung eine zunehmende Rotverschiebung bewirkt

Zum 2.Punkt:
http://www.mpifr-bonn.mpg.de/public/Dir_MHamm/anda.html
Versuche mal, die Blauverschiebung ohne Äther und ohne SRT zu erklären. Einfache Lösung: LG am Beobachter auf der Erde >c

Zum 3.Punkt:
Myonbeschwindigkeit = beobachtete Wegstrecke / Myonlebensdauer >c
Natürlich kann man schummeln und sagen, Myonlebensdauer ist im Flug größer. Einfach so (SRT)? kaum glaubhaft. Äthereffekte? Welche?

Weißt Du, es geht mir darum, zu zeigen, daß viele von der SRT vereinnahmten Effekte ganz klassisch zu deuten sind. Wie die SRT das macht, weiß ich selbst; darüber müssen wir nicht diskutieren.
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Mordred » Fr 22. Jan 2010, 14:42

Jaja, .die rääätselhafte Quantenphysik, ...

http://www.myvideo.de/watch/6271515/Raetselhafte_Quantenphysik

Jedes abgeschossene „Bündel“ hat eine bestimmte Ladungsmenge.
Diese weicht von Bündel zu Bündel „dezent“ ab.
Der Kristall verteilt, teilt, durch seinen Schliff, das Bündels gerecht und übergibt diese den Quanten.
Beide huschen mit selber Ladung auf ihr Ziel.
Gleiche Ladungsmenge, gleiche Reaktion am Messpunkt.
Endepeng....war echt ´n schweres Rätsel....
Sollen doch mal ´nen Kristall schleifen der unterschiedliche Päckchen aufteilt, ..
Uiii, .da verhalten sie sich dann anders, ...wer hätte das vermutet, ...bei soviel phänomenaler Magie....

Poet hat geschrieben:Dann frage ich Dich noch mal, wo warst Du wo hier Wortwahlen wie „hinterfotzige Schlange“ und andere gleichwertig niveaulose getroffen wurden? Hast Du das überlesen? Oder hast Du gedacht, das trifft den Richtigen?


Poet hat geschrieben:Ist Dir entgangen, was hier an „persönlicher Polemik“ gegen mich alles aufgefahren wurde?

.....fishing for Pity ?
Zuletzt geändert von Mordred am Sa 23. Jan 2010, 19:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Diskussionsthread zu: „Warum eigentlich SRT?“

Beitragvon Kurt » Sa 23. Jan 2010, 18:51

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Bei einer Balkenwaage wäre das nun was andere, da hat man Massen, die man klugerweise „Gewichte“ nennt, aber die haben immer dieselbe Masse. Habe ich eine Masse von 100kg, und ein „Messgewicht“ von 100kg, dann zeigt mir die Balkenwaage auch auf dem Mond die richtige Masse an.


Überlegung:
Masse: eine Menge an BT die je nach Ort und Umständen ein anderes "Gewicht" auf die -Waage- bringt.

Die Menge (Masse) ist immer gleich, deren Wirkungen auf andere Masse Ortsabhängig.
Dass bedeutet dass die Ortsfaktoren und die Zustände der jeweilihgen Masse bestimmen welche Wirkungen (diese) Masse auf Masse ausübt.

Achja, falls ihr einen Schiedsrichter braucht, ich hab da so eine Idee.

Kurt
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