Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 15:21

Yukterez hat geschrieben:Wenn die sich ausdehnende und damit abkühlende Luft isotherm gehalten wird, also auf gleicher Temperatur bleibt, dann muss die Wärme natürlich aus dem Wasserbad entzogen werden. Die dabei auftretenden Verluste müssen in der Rechnung mit auf 1 idealisiertem Wirkungsgrad natürlich vernachlässigt werden! In dem Fall geht beim Komprimieren genau so viel Energie an die Umgebung wie beim Expandieren aus dieser bezogen wird. Damit geht genau so viel hinaus wie man hineingesteckt hat. Das Wasser gefriert nicht weil jede einzelne Luftblase beim Expandieren genau so viel empfängt wie sie beim Komprimieren gegeben hat!
Kein Problem sehend,

Du blind seiend.

Die abgegebene Kompressionswärme geht ab in die Umgebungsluft. Und die aufgenommene Expansionswärme wird dem Wasser entzogen. Die Umgebungsluft wird immer wärmer und das Wasser wird immer kälter.
Ausgleichen kann man das, indem das Wasser mit der Umgebungsluft erwärmt wird. Das geht nun wieder nur mit einem zusätzlichen Aquaruimlüfter, wo wieder das gleiche Problem auftaucht, etc..etc...
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon fallili » Mo 19. Jan 2015, 15:21

Highway hat geschrieben:Eigentlich ist das eine Wärmepumpe wenn man den Kompressor ins Haus stellt, und den Blubberkasten draußen vor die Tür. :-)

Da kann ich nur mehr AUA schreien - das tut nun echt weh!
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Yukterez » Mo 19. Jan 2015, 15:28

fallili hat geschrieben:ich seh schon ein Problem wenn dem Wasser 50 J entzogen werden und diese 50 J dann vollständig in eine andere Energieform umgewandelt werden.

In der Praxis schon, aber hier geht es doch nicht um den Wirkungsgrad sondern um die Frage ob die Bilanz auch unter idealisierten Verhältnissen stimmt. Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Prozess lesen wir W=-Q, also das gleiche was der Gentleman im verlinkten Video auch sagt: The work done by the gas is equal to the total heat input to the gas.

Immer noch von Wirkungsgrad 1 und Isothermie ausgehend,

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon fallili » Mo 19. Jan 2015, 15:36

Yukterez hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:ich seh schon ein Problem wenn dem Wasser 50 J entzogen werden und diese 50 J dann vollständig in eine andere Energieform umgewandelt werden.

In der Praxis schon, aber hier geht es doch nicht um den Wirkungsgrad sondern um die Frage ob die Bilanz auch unter idealisierten Verhältnissen stimmt. Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Prozess lesen wir W=-Q, also das gleiche was der Gentleman im verlinkten Video auch sagt: The work done by the gas is equal to the total heat input to the gas.

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Ich kann mich irren - aber so weit ich weiß, kriegt man das nur bei einem rein adiabatischem Prozess hin.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 15:39

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Ah ja.
Da werden also erstens 50 J im Kompressor in 50 J Wärme umgesetzt ( das ist kein Problem das geht natürlich problemlos).
Und dann werden 50 J dem Wasserbad entzogen und in 50 J elektrischer Arbeit umgesetzt.
...

Nein, umgesetzt werden 550 J!

Eigentlich ist das eine Wärmepumpe wenn man den Kompressor ins Haus stellt, und den Blubberkasten draußen vor die Tür. :-)


Ja, da heizt du dein Haus mit der Abwärme des Kompressors. Heizungswirkungsgrad 0,3% :lol:
Hätt'ste lieber gleich nen Radiator genommen.

Was denkst du denn, wo die vom Kompressor abgegebene Verdichtungswärme herkommt? Aus der elektrischen Anschlußleistung des Motors. Woher sonst?
Und bestenfalls kommt diese elektrische Mehrleistung hinten am Generator wieder raus. Aber nur dann, wenn du die Abwärme des Kompressors dem Wasser 100%ig zuführst.
Wegen dabei realem Wirkungsgrad geht der Gesamtwirkungsgrad des Zauberkastens zusätzlich in die Knie.

Aber was soll das alles?
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 15:43

Highway hat geschrieben:
Yukterez hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:ich seh schon ein Problem wenn dem Wasser 50 J entzogen werden und diese 50 J dann vollständig in eine andere Energieform umgewandelt werden.

In der Praxis schon, aber hier geht es doch nicht um den Wirkungsgrad sondern um die Frage ob die Bilanz auch unter idealisierten Verhältnissen stimmt. Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Prozess lesen wir W=-Q, also das gleiche was der Gentleman im verlinkten Video auch sagt: The work done by the gas is equal to the total heat input to the gas.

Immer noch von Wirkungsgrad 1 und Isothermie ausgehend,

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In dem Fall Carnot anzusetzen ist eh nicht zielführend, da sich die Vorgänge isotherm abspielen.

Ein gravierender Irrtum.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 15:49

Highway hat geschrieben:Tja, da kann ich dir da auch nicht helfen. Die Sache ist thermodynamisch sonnenklar, auch wenn du, Kurt und Ernst es nicht versteht, oder nicht wahrhaben wollt.

Natürlich ist alles sonnenklar. Die theoretische Energiebilanz der Wunderkiste ist Null. Die praktische negativ.

Hast du übersehen oder wolltest du nicht antworten:

Bist du der Meinung, daß es möglich ist, im stationären Dauerbetrieb den Kompressor mit einer elektrischen Leistung N1 zu betreiben und am Generator die elektrische Leistung N2 zu entnehmen, wobei N2>N1 ist?
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 16:00

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Ein gravierender Irrtum.
Ja? Was entnimmst du denn spannendes einem Eta von 1-T/T=0 für die isotherme Dekompression?

Die Vorgänge sind annähernd adiabatisch.
Die komprinierte erwärmte Luft hat gar nicht die Zeit, sich vor dem Eintritt in die Behälter merklich abzukühlen und in den Behältern nicht viel Zeit, um ihre Wärme an das Wasser abzugeben.
Die Kompressionswärme verpufft beim oberen Austritt der Behälter in die Umgebungsluft.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 16:16

Highway hat geschrieben:Diesbezüglich habe ich erst einmal keine Meinung. Ich weiß sehr gut, dass der Energieerhaltungssatz generell etwas anderes behauptet und dies bisher, sieht man mal von der Wärmepumpe ab, auch nicht widerlegt wurde.

Die Wärmepumpe hast du nicht begriffen. Es ist ein Kreisprozess limksherum. Alles im Einklang mit klassischer Physik. Es wird eine mit T1 vorhandene Wärmemge Q1 auf die gleiche Wärmemenge Q1 mit der Temperatur T2 gebracht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamischer_Kreisprozess

Aber wer weiß. Abwarten! Entweder wird sich das Ding zur Sensation oder zum totalen Flop entwickeln. Ich bin jedenfalls nicht bereit nur billig mit den Wölfen zu heulen ohne mir selbst meine Gedanken darüber gemacht zu haben. Zudem finde ich Thermodynamik mindestens genauso spannend, wenn nicht sogar spannender, wie SRT. :-)

Den Vertreiber der Anlage wirds freuen. Er beobachtet ja die Foren. Solche wie dich finden sie offensichtlich selten. Eventuell bekommst du ja den Workshop zum halben Preis. ;)
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mo 19. Jan 2015, 17:11

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Wärmepumpe hast du nicht begriffen. Es ist ein Kreisprozess limksherum. Alles im Einklang mit klassischer Physik. Es wird eine mit T1 vorhandene Wärmemge Q1 auf die gleiche Wärmemenge Q1 mit der Temperatur T2 gebracht....

Sicher Ernst. Dafür muss man aber weniger elektrische Energie aufwenden, wie man Wärmeenergie erhält!

Nur wenn man milchmädchenrechnet.
Aber selbst die Mädchen begreifen das im entsprechenden Jargon:

Was es draußen kälter wird, wird es drinnen wärmer.
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