fallili hat geschrieben:Hast Du Asche genug und noch einen Sack für mich ?
Für einen promovierten Chemiker war das nicht wirklich eine Meisterleitung, nach einer Woche endlich Volumenarbeit mal wieder zu verstehen - selbst 13 Jahre aus dem Geschäft sind da keine wirkliche Entschuldigung.
Naja, es war der Nachmittag des 25.12. und jetzt ist früher Morgen des 27.12., also praktisch noch die Nacht des 26.12. So gesehen hat die Verwirrung nur 1 Tag lang gedauert, dafür gibt es jetzt aber anscheinend zum ersten Mal in der Geschichte des Internet einen Beitrag anschnur wo die Arbeit im Vakuum mit der Arbeit an der frischen Luft verglichen wird. Damit werden zumindest andere davor bewahrt den gleichen Fehler nochmal zu machen.
Wenn man sich vorstellt dass an der Innen- und Außenfläche des Stempels Druck und Gegendruck anliegen die mit dieser Fläche multipliziert eine Kraft und eine Gegenkraft ergeben wird es ziemlich einleuchtend dass die zu überwindende Kraft nur die eine Kraft minus der anderen Kraft sein kann. Aus der Perspektive scheint es ziemlich klar dass der Gegendruck abgezogen werden muss. Den betreffenden Wikipedia Artikel sollte ich wohl überarbeiten.
Ich stelle also nochmal die beiden Fälle gegenüber; ich wähle das Szenario so, dass der Stempel genau 1 m weit in den Zylinder hineindrücken muss, um die 30 Liter auf 25 Liter zu komprimieren. Damit wird die Fläche des Kraft-nach-Strecke-Plots auch mit freiem Auge integrierbar.
In Plot 1 sehen wir die aufzuwendende Kraft×Strecke=Arbeit um die 1 Bar auf 1.2 Bar zu komprimieren wenn rundherum ein Luftdruck von 1 Bar herrscht, und in Plot 2 wenn rundherum ein Druck von Null herrscht. Bei x=0 ist das Volumen auf 25 l komprimiert, bei x=1 auf 30 l expandiert.
Die Luftdichte habe ich außerdem von 1.275 auf 1.2041 kg/m³ herabgesetzt und damit das Ergebnis leicht nach unten korrigiert.

Plot Achsen: y = Kraft (N), x = Strecke (m)Auch wenn ich am Ende meines Lebens gerne behauptet hätte mich kein einziges Mal verrechnet zu haben das Beste draus machend und mich darauf ausredend dass wo gehobelt wird auch Späne fallen,

PS: es bleibt spannend. Wenn ich das Integral in dem ich statt wie auf
Wikipedia empfohlen den
Druck nach Volumen zu integrieren die
Kraft nach Strecke integriere analytisch löse bekomme ich eine ähnliche Funktion für den Vorgang im Vakuum, aber
nicht die Gleiche. Die Unterschiede sind bei normalen Volumendifferenzen so gut wie 0, laufen aber bei hohen Unterschieden auseinander. In unserem Beispiel von 30l→25l fällt es so gut wie gar nicht auf, da sind es so oder so 550Nm. Gut dass ich letzte Woche eine Meteorologin kennengelernt habe die davon geschwärmt hat dass ihr Fachgebiet die Gasgleichung ist, die wird das hoffentlich aufklären können.