Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon fallili » Do 4. Dez 2014, 12:22

Spacerat hat geschrieben:Ja sicher... Gib mir einen Link, wo man sich solch genaue Oszillatoren bestellen kann, dann glaub' ich es dir. 10,23Hz - 10,229999995453Hz sind genau 4,547e-9Hz (milli Hertz). Das ist bereits im ppb (parts per billion, also Teile pro Millarde) Bereich der Frequenzabweichung und bei Frequenzabweichungen bei Oszillatoren ist man, soweit ich weis noch nie unter die 10ppm-Hürde gekommen. Ich weis z.B. auch nur von Oszillatoren mit 100 bis 50ppm (Standard-Modelle halt). Soviel zum Thema "lächerlich Einfach".
Aber wenn plötzlich von Sekunden, statt von Millihertz die Rede ist, passt das mit der Abweichung und dem nachzustellenden Wert.


Ich hab keinen Bock mich auf die Suche nach Oszillatoren zu begeben.
Nur wenn man halt schnell nach "GPS Oszillator Genauigkeit" googelt, findet man von der Fima Meinberg Daten zu Oszillatoren für GPS Empfänger, welche je nach Typ Genauigkeiten über ein Jahr von +- 10 Hz bis zu +- 5 mHz (damit Genauigkeiten im Bereich von von exp-7 bis exp -11) angeben. Und das sind "nur" Oszillatoren für Empfänger - wo die Genauigkeit nicht so extrem sein muss.
Und für GPS Sender beschreibt Wikipedia Rubidium-Oszillatoren, bei denen ich etwas von Standardabweichungen von 3 * 10 exp -15 lese.

Wie gesagt - ich hab keinen Bock Daten für die Genauigkeit der verwendeten Oszillatoren noch weiter lange zu suchen, wenn ich schon für Empfänger umgehend kaufbare Oszillatoren finde, welche die von Dir als "unmöglich erreichbare" Genauigkeit bei weitem übertreffen.

Und was soll Dein Hinweis auf "Millihertz"?
Wenn ich einen Oszillator habe mit dem ich dann Zeiten auf 11 Stellen genau messen kann, werden gemessene Ergebnisse auf 11 Stellen signifikant sein. Egal ob ich dann Zeiten von einer Sekunde einem Tag oder einem Jahr bestimme!
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon julian apostata » Do 4. Dez 2014, 12:36

Harald Maurer hat geschrieben:Du hast offensichtlich ein Problem mit der Relativität der Gleichzeitigkeit!


Ich hab kein Problem mit der RdG sondern mit deinen Vorgaben, weil es unheimlich schwierig ist, daraus das Wesentliche heraus zu filtern.

Reduzier einfach mal deine Texte auf 5% deiner üblichen Längen, dann versteht man dich vielleicht auch besser.

Wenn also beide Einschaltereignisse im Erdsystem gleichzeitig wahrgenommen werden, so erfolgt das Einschalten der Raumschifflampe im Raumschiffsystem 3,55 s später als im Erdsystem.

Harald Maurer hat geschrieben:Also sollte das Erdsystem blau rechtwinklig und das Lampensystem rot schiefwinklig zu zeichnen sein, um nicht hinsichtlich des Vorzeichens von v Verwirrung zu stiften!


Um Verwirrungen zu vermeiden.


Einfach die Matrix eingeben für Erde==>Lampe
5/3 4/3
4/3 5/3
Lampe==>Erde
5/3 -4/3
-4/3 5/3
http://de.numberempire.com/matrixbinarycalculator.php

Hier noch mal kurz und knapp das Wesentliche (Lampe in Raumschiff dann Lampe auf Erde)

Erde (rot schiefwinklig)____Lampe (blau rechtwinklig)
t=0.0000 x=2.6666_____________t'=3.5555 x'=4.4444
t=3.3333 x=0.0000_____________t'=5.5555 x'=4.4444
Leuchtdauer 3.3333_____________Leuchtdauer 2.0000

Erde (rot schiefwinklig)____Lampe (blau rechtwinklig)
t=0.0000 x=0.0000_____________t'=0.0000 x'=0.0000
t=2.0000 x=0.0000_____________t'=3.3333 x'=2.6666
Leuchtdauer 2.0000____________Leuchtdauer 3.3333

Aber worum geht's jetzt eigentlich? Um Symmetrie?
Dateianhänge
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon fallili » Do 4. Dez 2014, 12:53

Harald Maurer hat geschrieben:Du musst nicht versuchen, eine Situation willkürlich symmetrisch aufzustellen, weil eine Situation zwischen 2 Inertialsystemen in der SRT immer symmetrisch ist! Das liegt daran, dass die "Ruhe" eines Ruhesystems nur eine Definition darstellt und tatsächlich keines der Systeme ruhend ist - denn dann würde es absolut ruhen.
Grüße
Harald Maurer


Ganz so einfach ist es nicht - weil es immer noch um Dein Beispiel geht in dem Du zwar feststellst, dass die gesehene Leuchtdauer in beiden Systemen 0,67 s ist, die "eigene" Leuchtdauer 2s, dann aber feststellst, dass
Dazu kommt, dass die Zeitdifferenz zwischen dem Erlöschen der Eigenlampe und der Ankunft der anderen Lampe unterschiedlich ist. Im Erdsystem 1,33 s, im Akkusystem 2,22 s. Aus dieser Differenz kann man ein hübsches Paradoxon konstruieren - aber das soll der Fantasie des Lesers überlassen bleiben.

Dazu kann ich eben nur sagen, dass da irgendwas an der Situation nicht symmetrisch ist.
Um aufzuzeigen was ich meine, nehmen wir an, dass die Raumschiffe aus einer Entfernung von einer Lichtstunde aufeinander zufliegen.
Raumschiff A schaltet seine Lampe sofort diese 2 Sekunden ein, Raumschiff B schaltet seine Lampe irgendwann im Verlauf dieser Stunde ein.

Auch dann wird jeder das Licht des anderen 0,67 Sekunden (ich habs nicht nachgerechnet sondern glaub Dir) lang sehen und sein eigenes 2 Sekunden lang, aber wie die "Zeitdifferenz zwischen dem Erlöschen der Eigenlampe und der Ankunft der anderen Lampe" dann sein wird, ist in beiden Raumschiffen völlig unterschiedlich.
Beim einen kann sogar das Licht des anderen schon lange angekommen sein, bevor er seine eigene Lampe überhaupt einschaltet.
Da ist absolut nix paradoxes dran!

Mir schwirrt immer der Schädel. wenn ich Dein Beispiel und Deine Berechnungen nachvollziehen will - das ist meiner Meinung nach unnötig komplex aufgebaut - aber selbst wenn alle Rechnungen richtig sind und diese hier oben zitierten 1,33s und 2,22 s stimmen, wird da nix "paradoxes" dabei sein.

ich glaub ja immer noch, das Du da etwas unmögliches verlangst - es könnten nur dann alle errechneten/bestimmten Zeiten in beiden Systemen völlig identische Werte haben, wenn die Lampen aus dem Erdsystem betrachtet gleichzeitig angehen und aus dem Raumschiffsystem betrachtet auch gleichzeitig angehen.
Das aber ist eben unmöglich!
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vor lauter Reden wieder mal auf's Denken vergessen

Beitragvon Yukterez » Do 4. Dez 2014, 13:31

Zufallsgenerator Spaßratz,

Bild hat geschrieben:ppm oder ppb sind Angaben wie Prozent oder Promille. Das han nichts mit Nachkommastellen zu tun.

Nein nein überhaupt nicht Bild

Bild hat geschrieben:Zwar ist die Technik anscheinend doch schon weiter, als von mir angenommen

Das sieht mir auch ganz danach aus. An den Haaren herbeigezogene Annahmen ersetzen eben keine Informationen Bild

Bild hat geschrieben:aber genauer als Atomuhr, geht halt immer noch nicht

Auch hier hätte ein einfacher Blick ins Internet gereicht um festzustellen dass es alle möglichen Arten von Atomuhren gibt Bild

Bild, Bild
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon julian apostata » Do 4. Dez 2014, 14:00

fallili hat geschrieben:
Dazu kommt, dass die Zeitdifferenz zwischen dem Erlöschen der Eigenlampe und der Ankunft der anderen Lampe unterschiedlich ist. Im Erdsystem 1,33 s, im Akkusystem 2,22 s. Aus dieser Differenz kann man ein hübsches Paradoxon konstruieren - aber das soll der Fantasie des Lesers überlassen bleiben.

Dazu kann ich eben nur sagen, dass da irgendwas an der Situation nicht symmetrisch ist.


Harald meint das möglicherweise das da.

julian apostata hat geschrieben:Erde (rot schiefwinklig)____Lampe (blau rechtwinklig)
t=0.0000 x=2.6666_____________t'=3.5555 x'=4.4444
t=3.3333 x=0.0000_____________t'=5.5555 x'=4.4444
Leuchtdauer 3.3333_____________Leuchtdauer 2.0000

Erde (rot schiefwinklig)____Lampe (blau rechtwinklig)
t=0.0000 x=0.0000_____________t'=0.0000 x'=0.0000
t=2.0000 x=0.0000_____________t'=3.3333 x'=2.6666
Leuchtdauer 2.0000____________Leuchtdauer 3.3333
[/quote]

Was ich im Eigenzitat rot hervorgehoben habe, ist kein Zeitunterschied, sondern ein Unterschied zwischen den Uhrzeiten in beiden Systemen.
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon fallili » Do 4. Dez 2014, 14:05

@Spacerat
Ich gebs auf. Du hast mich davon überzeugt das GPS nicht funktionieren kann - zumindest nicht so wie es immer beschrieben wird.
In Wirklichkeit werd ich von Spionagesatelliten ständig optisch überwacht - da Amerikaner wissen also wo ich gerade bin und sorgen dann nur mehr dafür dass auf meinem GPS Gerät (das in Wirklichkeit nur ein Funkempfänger ist) der Punkt an der richtigen Stelle auf dem Display eingezeichnet wird.

Möglicherweise steckt sogar Yukterez dahinter, der wahrscheinlich in Wirklichkeit für die Ami's arbeitet. Wer es schafft, dass hier beim Aufruf der Forenseiten auf meinem Bildschirm Punkte in animierten Grafiken angemessen "herumwandern", schafft das sicher auch auf dem Bildschirm von meinem GPS Gerät.

Das würde auch erklären warum er so vehement Deine Ansichten abstreitet.
Spacerat, du bist da einer ganz großen Verschwörung auf der Spur - lass auf keinen Fall ab davon!
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon fallili » Do 4. Dez 2014, 14:09

julian apostata hat geschrieben:Was ich im Eigenzitat rot hervorgehoben habe, ist kein Zeitunterschied, sondern ein Unterschied zwischen den Uhrzeiten in beiden Systemen.

Ja - so seh ich das ganze "Problem" auch.
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Spaßratz lässt kein Fettnäpfchen aus

Beitragvon Yukterez » Do 4. Dez 2014, 14:14

Fallili hat geschrieben:zumindest nicht so wie es immer beschrieben wird.
Spaßratz hat geschrieben:Wo hab ich denn gesagt, dass GPS nicht funktionieren kann? GPS funktioniert und das Ganze sogar ohne SRT.

Na, dann sehen wir uns mal an, wie GPS immer beschrieben wird:
http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System#Relativistische_Effekte

Bild, Bild
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon fallili » Do 4. Dez 2014, 14:33

Spacerat hat geschrieben:Sag mal hast du nun auch einen am Sender? Wo hab ich denn gesagt, dass GPS nicht funktionieren kann? GPS funktioniert recht gut und das Ganze sogar ohne SRT.

Ja aber wie soll es denn funktionieren, wenn es nicht mal Oszillatoren gibt die genau genug sind?
Und das ganze GPS System fällt in sich zusammen, wenn nicht mal in den Satelliten genau genug bekannt ist, wann ein Signal abgesendet wird.
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon fallili » Do 4. Dez 2014, 14:46

Natürlich sagst Du nicht, das GPS nicht funktioniert - Du gibst nur x Argumente dafür an warum die "Standardmeinung" wie es funktioniert, nicht stimmen kann.
Wie Du ja auch ganz eigene Vorstellungen hast wie sich die Frequenzverschiebung bei Lichtausbreitung erklären lässt. Auch da sagst Du nicht "Es gibt keine Frequenzverschiebung" sondern erklärst die Frequenzverschiebung auf Deine eigene Art.
Auf alle Fälle reicht es mir nun mit den ewigen Diskussionen über GPS und was da jeder für sich für eigene Vorstellungen hat.
Auch ich halte mich da aber lieber an Erklärungen, die z.B. über den Link welchen Yukterez hier angegeben hat, aufrufbar sind.
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