Harald Maurer hat geschrieben:Wenn die Lampe im Erdsystem nicht leuchten würde, wäre sie unsichtbar! Natürlich befindet sich die Lampe auch im Erdsystem und leuchtet hier aber länger!
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Grüße
Harald Maurer
bei "leuchtet hier aber länger" gibt es aber aber keinen Akku bei
"hier" der 3,33 Sekunden lang Strom liefern müsste!
Nehmen wir doch das ganz "normale" Zwillingsproblem.
Zwilling1 bleibt auf der Erde und wird 5 Jahre älter. Zwilling2 fliegt herum und ist, wenn er zurückkommt, 2 Jahre älter.
Zwilling 2 kommt aber gesund, munter und wohlgenährt zurück (und hat bei der Ankunft sogar noch einen Schokoriegel übrig

)
Frage: Musste Zwilling2 Verpflegung für 5 Jahre auf seinem Raumschiff mitnehmen, oder hat es gerecht ein "Verpflegungspaket" für 2 Jahre dabeizuhaben?
Ich hoffe, Du siehst worauf ich hinaus will.
Es ist absolut unnötig, anhand des nun schon "ewig" diskutierten Akkubeispiels einen vermeintlichen Widerspruch der SRT anzunehmen.
Es reicht, das auf der ganzen Welt bekannte Zwillingsparadoxon herzunehmen - und da zu sagen, dass das Ergebnis unmöglich und widersprüchlich ist, weil Zwilling 2 schon Jahre vor seiner Ankunft verhungert sein muss!
Nur habe ich so eine Argumentation zum Zwillingsparadoxon
noch nie gehört oder gelesen!
A) Dass Zwilling2 von der Erde aus gesehen 5 Jahr gelebt hat,
bedingt nicht, dass er im Raumschiff für 5 Jahre Verpflegung mitnehmen muss um bei Ankunft nicht verhungert zu sein - Verpflegung für 2 Jahre reicht völlig aus - Zwilling2 lebt ja
im Raumschiff.
B) Dass der Akku im Raumschiff von der Erde aus gesehen 3,33 Sekunden lang Strom geliefert hat,
bedingt nicht, dass er im Raumschiff die Energie für 3,33 Sekunden haben muss um bei Erreichen der Erde noch die Lampe leuchten zu lassen, die Energie für 2 Sekunden reicht aus, der Akku befindet sich ja
im Raumschiff.
A) und B) sind absolut ident zu sehen - wenn Du also das Akkubeispiel als "Beweis" für einen Widerspruch in der SRT bezeichnest, musst Du auch aussagen, das Zwilling2 nur dann seine für ihn 2 jährige Raumfahrt überlebt, wenn er für 5 Jahre Verpflegung dabeihat!
Wie oben gesagt - diese Argumentation wäre aber völlig neu.
Nachtrag:
Wir können den Raumfahrer in den 5 Erdjahren auch von der Erde aus mit Verpflegung mit nachgesendeten Raketen versorgen.
Beginnend mit dem Startpunkt soll er 5 Jahresportionen an Verpflegung bekommen.
Wie groß muss der Verpflegungsoffizier die Portionen berechnen?
Es ist offensichtlich, das nicht 5 "Erdportionen", also Portionen die eine Mensch auf der Erde für ein Jahr braucht, notwendig sind.
Es muss 5 mal jeweils 2/5 einer Erdportion gesendet werden!Genauso können wir die Lampe in unserem Akkubeispiel von der Erde aus mit Strom versorgen (technisch natürlich schwerer zu realisieren).
Wenn die Lampe 1 A brauchen würde um hell zu leuchten - müssen wir dann 3,333 Sekunden lang 1 A also 3,333 Ah Strom liefern?
Auch nicht - es reicht (genauso offensichtlich wie beim Verpflegungsbeispiel), wenn wir in diesen 3,333 Sekunden die Energie für die im Raumschiff benötigten 2 Ah liefern - was, wenn wir hier keine portionsweise Versorgung sondern eine konstante Versorgung haben, auf der Erde eine Stromstärke von 2/3,333 A = 0,6 A ergibt!
Es tut mir leid - aber ich finde das so was von offen sichtlich und kann Deine angenommenen Widersprüche absolut nicht erkennen - dies aber weil es sie nicht gibt.
Viele Grüße
fallili