Vereinfachung von Berechnungen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon fallili » Do 27. Nov 2014, 23:43

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Eben - man kann die Leuchtdauer messen und berechnen. Und dabei kommt immer wieder heraus, dass die Lampe im Raumschiff 2 Sekunden brennt.



Für diese Erkenntnis braucht es keine SRT! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


Ohne SRT kannst Du aber messen und rechnen so viel Du willst - es wird nicht herauskommen, das die Lampe 2 Sekunden lang brennt!

Das ist eben der Unterschied von Deiner Methode zu wissenschaftlichen Methoden - Du behauptest halt irgendwas (kann durchaus mal richtig sein, auch wenn ich das bei Dir seltenst erlebe) , die Wissenschaft rechnet und kriegt das Richtige heraus.
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Do 27. Nov 2014, 23:51

fallili hat geschrieben:Das ist wegen der Lichtlaufzeiten völlig logisch.

Die sind hier egal, weil wir eine Transversalbewegung wählen wo erst gar kein Doppler auftritt der ins Gewicht fallen könnte:

Harald Maurer hat geschrieben:da ist kein Doppler-Effekt zu berücksichtigen, sondern es geht einzig allein um die ZD

Die Lichtlaufzeiten können wir also ignorieren.

fallili hat geschrieben:Es gibt daher nur genau eine Kombination während des Vorbeiflugs, wo sich die beiden Effekte so ausgleichen, das man das Licht auch 2 Sekunden sehen würde, bzw. genau eine Kombination wo man das Licht auch 3,33 Sek sehen würde (wäre ausrechenbar hab aber keinen Bock - vielleicht hat Yukterez oder sonst wer schon das Programm um nur die Zahlen eingeben zu müssen).

Ich kann den Code den wir schon im anderen Faden verwendet haben entsprechend erweitern, und hoffe dass es so nachvollziehbar bleibt. Ich poste also mal die Lösung für 2 sek empfangene Leuchtdauer im Erdsystem bei 2 sek Sendedauer im Lampensystem:

Bild

Wenn also in einer Entfernung von 12/5 Ls die Lampe angeht, geht sie in einer Entfernung von minus 4/15 Ls aus. Sie leuchtet also insgesamt auf 8/3 Ls Strecke, was genau den 10/3 Sekunden dilatierte Leuchtzeit mit den postulierten 8/10 c multipliziert entspricht.

Will man eine andere beobachtete Leuchtdauer muss man nur bei In[6] statt 2 sek den gewünschten Wert eingeben.

Bild, Bild
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Fr 28. Nov 2014, 00:02

fallili hat geschrieben:Eben - man kann die Leuchtdauer messen und berechnen. Und dabei kommt immer wieder heraus, dass die Lampe im Raumschiff 2 Sekunden brennt.

Ja, im Raumschiffsystem brennt sie 2 s. Im Erdsystem, in welchem das Raumschiff bewegt ist, brennt sie 3,33 s! Ein Myon zerfällt in seinem System in der üblichen, bekannten Zeit. Im Erdsystem wird dieser Zerfall mit einer 28 mal längeren Dauer gemessen! Alles mit dem gleichen Zeitnormal! Was vom Bezugssystem abhängt, sind die Strecken, die jeweils mit konstantem v durchmessen werden. Eine Lichtsekunde sind 299792,458 km. Immer und überall, in jedem Bezugssystem. Die Sekunde ist mit der Lichtgeschwindigkeit verknüpft, und diese ist eben lt. Postulat immer c! Daher können 2 s nicht 3,33 Sekunden entsprechen. Lorentztransformation anwenden, und alles ist klar. Jede der auftretenden Strecken kann mit Lichtsekunden gemessen werden - in jedem Bezugssystem stimmt das immer! Die Wurzel des Ganzen ist die RdG.
Und so kommt es eben, dass die Leuchtdauer 2 s im Raumschiff im Erdystem mit 3,33 s gemessen wird. Was dann zur Folge hat, dass der Entladestrom im Erdsystem niedriger sein muss (was auch von Yukterez bestätigt wird). Was lt. Yukterez auch zu einer geringeren Leistung der Lampe führt. Und dann haben wir bereits den Salat: denn ist die Leistung der Lampe geringer, dann wird das mitgeführte Amperemeter von der geringeren Stromstärke durchflossen. Und wir haben einen Widerspruch wie aus dem Bilderbuch.
Ich habe es mit der LT berechnet und hier gepostet. Kann alles nachgerechnet werden, es stimmt alles! Und dann wird erkennbar, wo die 2 Sekunden und wo die 3,33 Sekunden vergehen. Einfach die Strecken beachten.
So ein Akku samt Amperemeter ist eine ziemlich peinliche Sache für die SRT!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Fr 28. Nov 2014, 00:18

Da fehlen noch die von mir in eckigen Klammern hinzugefügten Bausteine:

Nur so wird ein Schuh daraus:
Ist die Leistung der Lampe [im nicht mitgeführten System] geringer, dann wird das mitgeführte Amperemeter [nicht] von der geringeren Stromstärke durchflossen.

Korrekturlesend,

Bild
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon fallili » Fr 28. Nov 2014, 00:34

Harald Maurer hat geschrieben:Also sehen wir uns mal an, was die LT zu dieser Sache sagt. Bleiben wir bei diesem Akku-Ensemble von 2 s bzw. 3,33 s wie bisher beschrieben:
Wir lassen den Akku mit v=-239833,9664 km/s auf die Erde zufliegen und schalten das Lämpchen bei
x=799446,5546 und
t=0 ein.
Sodass das Lämpchen genau dann verlöscht, wenn der Akku die Erde nach 3,33...s erreicht.

Im Ruhesystem des Akkus wird lt. LT gemessen:
x --> x'= 1332410,92444...km
t --> t'= 3,55555 ...s
D.h. der Akku ruht in einer Entfernung von 1332410,92444...km und schaltet sein Lämpchen 3,55555... s später ein.
............
Grüße
Harald Maurer


Also ich versuch Deine Rechnung nachzuvollziehen.
Ich scheitere aber an dem: "schaltet sein Lämpchen 3,555 s später ein"
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Fr 28. Nov 2014, 00:37

Fallili hat geschrieben:Ich scheitere aber an dem: "schaltet sein Lämpchen 3,555 s später ein"

Das ist höchstwahrscheinlich nur ein Tippfehler, er meint ziemlich sicher 10/3 = 3.'3

Ausbessernd,

Bild

PS:

Harald Maurer hat geschrieben:Wenn nun das mitgeführte Amperemeter über 2 Sekunden den hohen Ladestrom misst, ist der Akku schon 1,33 s lang entladen, ehe er die Erde erreicht!
Yukterez hat geschrieben:In meiner Rechnung nicht. In dem System wo die Zeit langsamer vergeht ist immer auch die Strecke kontrahiert, und zwar um den selben Faktor. So geht es sich genau aus.
Harald Maurer hat geschrieben:Dann rechnest Du falsch.

Umgekehrt: du rechnest falsch! Der Beweis: mit der von dir vorgeschlagenen Interpretation bekommt man einen Widerspruch heraus.
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon fallili » Fr 28. Nov 2014, 01:22

@yukterez
Das ist kein Tippfehler.
Harald nimmt die Werte x=799446,5546 ( das wären 2,664 ls) und t=0 und transformiert das - was bei 0,8c einem t' von -3,555 s entspricht (sowie einem x' von 4,44 ls was seinen angegebenen 1,3 Mio km entspricht).

Ich blick aber nicht durch was er da macht und damit will?
Das wäre zwar ja dann die Koordinaten vom "Ereignis Einschalten der Lampe" - ich frag mich aber was dann das "schaltet sein Lämpchen 3,555 s später ein" bedeuten soll?
Später als was? Als t == 0? Wird da t und t' wieder einmal vermischt?
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Fr 28. Nov 2014, 01:30

Yukterez hat geschrieben:Das ist höchstwahrscheinlich nur ein Tippfehler, er meint ziemlich sicher 10/3 = 3.'3

Nein, kein Tippfehler! Sondern das Ergebnis der LT von t --> t' !
Also nochmal:
Eine von einem Akku gespeiste Lampe, die sich mit 0,8 c der Erde nähert wird eingeschaltet, und auf der Erde wird das gemessen in einer Entfernung von
799446,5546 km zum Zeitpunkt 0.
x=799446,5546 km
t=0
v=-239833,9664
Dieses Ereignis wird im Ruhesystem der Lampe gemäß LT
Bild ; Bild
gemessen mit den Koordinaten
x --> x'=1332410,9243... km (die Pünktchen bedeuten, dass da noch viele Kommastellen wären, die ich aber einfach weg lasse)
t --> t'= 3,5555... s!
Was bedeutet das? Das Lampen-System ist größer, die Erde ist zum Zeitpunkt "0" 1332410,9243... km entfernt, misst diese Entfernung aber kontrahiert, und das sind eben die 799446,5546 km. Das ergibt sich auch mit
Bild
Da kommen die 1332410,9243... km des Lampen-Systems auch heraus! 799446,5546 --> 1332410,9243... km
t'= 3,5555... s bedeutet, dass für das Lampensystem das Ereignis nicht zu t=0 stattfindet, sondern 3,555...s später! Relativität der Gleichzeitigkeit!
D.h. wenn das Ereignis im Lampen-System stattfindet, hat sich die Erde 3,555... s lang weiterbewegt, also 3,555.. *v =
852742,99164... km. Die Erde hat also noch 479667,9328 km vor sich, wenn die Lampe eingeschaltet wird! Diese Strecke legt sie in 2 s zurück und wenn sie ankommt, verlöscht die Lampe - weil diese 2 s auch die Entladezeit des Akkus im Lampensystem sind!
Dieser Zeitunterschied mit 3,555...s aus der RdG ergibt sich auch sofort mit
Bild

D.h., im Erdsystem durchmisst die Lampe 799446,5546 km mit v in 3,33.. s.
Im Lampensystem durchmisst die Erde 479667,9328 km in 2 Sekunden.
3,33 ist die im Erdsystem gemessene Entladedauer, 2 s beträgt die Entladedauer im Lampen-System. Das Szenario ist ja so angelegt, dass die Entladezeit in jedem System der Laufzeit über die jeweilige Strecke entspricht.
Die 3,333..s ergeben sich aus 2 s auch mit
Bild 2 s --> 3,333...
Eine Dauer im Lampen-System von 2 s ist für die Erde dilatiert, auf der Erde wird daher ein höherer Wert gemessen: 3,333 s!
In beiden Systemen leuchtet die Lampe bis Lampe und Erde zusammenkommen. Im Lampensystem sind es 2 Sekunden (entsprechend der Strecke, die die Erde zurücklegt), im Erdsystem sind es 3,33.. s, auch entsprechend der Strecke, die die Lampe zurücklegt. In beiden Systemen fließt Strom vom Akku über das Amperemeter in die Lampe. Im Lampensystem 2 s lang, im Erdsystem 3,33..s lang.
Noch Fragen?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Fr 28. Nov 2014, 01:40

fallili hat geschrieben:Später als was? Als t == 0? Wird da t und t' wieder einmal vermischt?

Nein, wird nichts vermischt. Aber für beide Systeme ist der Koordinatenursprung derselbe und da ist t=t'=0 ! Das Ereignis findet im Lampensystem nicht bei t=0 statt wie im Erdsystem, sondern bei t'=3,55 s - also 3,55 s später nach t'=0 !

Grüße
Harald Maurer
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Fr 28. Nov 2014, 01:54

Yukterez hat geschrieben: Harald Maurer hat geschrieben:Dann rechnest Du falsch.


Umgekehrt: du rechnest falsch! Der Beweis: mit der von dir vorgeschlagenen Interpretation bekommt man einen Widerspruch heraus.

So spricht der Relativist, der den Widerspruch fürchtet wie der Teufel das Weihwasser 8-)
Aber sowohl an meiner Rechnung als auch an der Interpretation ist nichts falsch. Es entspricht der allgemein gültigen Anwendung der SRT bzw. der LT !

Grüße
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