Vereinfachung von Berechnungen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Do 27. Nov 2014, 05:38

Spacerat hat geschrieben:Nee, dann versteh' ich wohl überhaupt nicht, um was es hier geht, denn mit Zeitdilatation bist du bei mir komplett an der falschen Adresse.

Das merkt man.

Spacerat hat geschrieben:Aber vllt. verstehst du ja auch nicht, um was es hier geht: Hier dilatiert nämlich keine Zeit, sondern es wird schlicht ein Lichtsignal durch Dopplereffekt verkürzt.

Das ist hier beileibe nicht das Thema. Im anderen Faden war das kurz interessant aber hier geht es um die SRT!

Spacerat hat geschrieben:Möchte man von einem RS aus, welches sich mit 0,4c auf die Erde zu bewegt, ein Lichtsignal entsenden, welches dort genau 3s lang gesehen werden soll, muss dieses Lichtsignal auf dem RS genau 5s lang erzeugt werden.

Das ist nur ein Punkt den Highway und Chief nicht verstehen. Harald weiß das aber, der will nur die Relativität der Zeit selbst nicht anerkennen. Außerdem hilft deine Rechnung hier nicht weiter, denn in der RT kommen ganz andere Zahlen heraus. Du rechnest nach Newton (c-v)/c=3/5, nach Einstein (und um den geht es hier) muss das aber noch mit dem Gammafaktor multipliziert werden und ergibt dann √{(c-v)/(c+v)}=√{3/7}!

Spacerat hat geschrieben:Alles was es dabei zu beachten gibt, ist der Dopplereffekt, welcher durch die Relativbewegung RS-Erde zustande kommt.

Das Überforum dieses Unterfadens lautet Relativitätstheorie, nicht Newtonversum.

Spacerat hat geschrieben:Zeit dilatiert da nicht, sie kontrahiert eher

Bei dem Doppler von dem du redest dilatiert die Zeit überhaupt nicht, und ob die empfangene Signaldauer oder Frequenz dilatiert oder kontrahiert ist nur von der Bewegungsrichtung abhängig.

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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Do 27. Nov 2014, 10:28

Ich verstehe nicht, was das ganze Herumgerede soll. In diesem Akku-Szenario wird nichts gesendet und empfangen, da ist kein Doppler-Effekt zu berücksichtigen, sondern es geht einzig allein um die ZD - wie Yukterez ganz richtig feststellt.
Es kommt ein Akku nach einem Flug mit 0,8 c an der "ruhenden" Erde an, der nach 3,33 s nicht entladen ist, obwohl er es nach 2 s sein müsste. Eine Analogie zum Myon, das lebend ankommt, obwohl es schon gestorben sein müsste. Das ist alles - und dieses längere "Leben" sowohl beim Myon als auch beim Akku wird der ZD zugeschrieben. Das längere Leben des Myons und die länger währende Entladung des Akkus wird konkret festgestellt. Das Myon ist da und der Akku ist da, wird detektiert bzw. untersucht, der Effekt ist also real und die Entladung des Akkus HAT nach SRT im Bezugssystem der Erde länger gedauert - und das hat nun mal schlicht und einfach die Konsequenz, dass hier der Entladestrom geringer ausfällt, ganz konkret und wirklich und wahr geringer, denn sonst könnte der Akku ja nicht noch "lebend" ankommen (oder das Myon). Diese ganzt konkrete und wahrhaftige Verringerung des Stroms müsste ein mit dem Akku kombiniertes Amperemeter selbstverständlich messen. Das arme Amperemeter sollte aber auch je nach Bezugssystem zwei unterschiedliche Stromkstärken anzeigen! Wie wird sich das Amperemeter entscheiden? Misst es in einem BS richtig, misst es im anderen falsch...
Einfache Schlussfolgerung: da ist ein Widerspruch, der behauptete Effekt kann nicht gemessen werden, ein Akku, der lediglich aufgrund einer Bewegung länger Strom abgibt, kann nicht existieren, die ZD ist Nonsens und Myonen kommen aus anderen Gründen am Erdboden an. Und da hilft das wirre Herumgerede gar nichts. Das holt die SRT aus dem Schlamassel nicht heraus! 8-)

Grüße
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Do 27. Nov 2014, 11:20

fallili hat geschrieben:Ein Wechsel des Bezugsysteme verändert keine Stromstärke, sondern in verschiedenen Bezugssystemen treten verschiedene Stromstärken auf.
Vorausgesetzt auch noch, dass man es überhaupt schaffen würde Strom (also tatsächlich bewegte Elektronen in einem Kabel) von einem System ins andere zu kriegen, trivial ist das garantiert nicht.


Dein Kabel interessiert mich nicht! Es reicht, einen Akku vorzufinden, der sich aufgrund der ZD über 3,33 s entladen haben soll, obwohl es nur über 2 s dauern könnte. Kein Kabel nötig, der Akku selbst ist ja da!


fallili hat geschrieben:Warum sollen da plötzlich je nach Beobachter-Bezugsystem verschiedene Ströme im Raumschiffsystem fließen?
Die SRT sagt dies nicht aus - das ist einzig und allein Deine (falsche) Annahme.


Es fließt ein Entladestrom in BEiDEN Systemen!!! Der Akku befindet sich ja in beiden (und in allen anderen denkbaren) Systemen! Das sind ja lediglich Koordinaten - und keine getrennten Welten! Und die Entladedauern von 2 s und 3,33 s sind lt. SRT reale Zeitunterschiede - jeweils messbar mit der SI-Sekunde! Also sagt die SRT unmissverständlich aus, dass in einem Koordinatensystem der Entladestrom geringer ausfallen muss als im anderen! Ein Amperemeter kann das jedoch nicht bestätigen! Weil zwei unterschiedliche Entladeströme einen WIDERSPRUCH darstellen! Das versteht doch jedes Kleinkind!
Was für einen Widerspruch brauchst Du noch, um zu erkennen, dass Du an eine unsinnige Theorie glaubst?

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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Trigemina » Do 27. Nov 2014, 14:08

Hier liegt ein Missverständnis auf beiden Seiten der verhärteten Fronten vor: Die Energie ist keine invariante Grösse, weder in der klassischen noch in der relativistischen Physik.

E0 + p^2*c^2 = E^2 resp. E^2 - p^2*c^2 = E0 = const.

Die Gleichung besagt, dass E^2 - p^2*c^2 = const. in jedem Inertialsystem den gleichen Wert besitzt, obwohl die Energie E und der Impuls p eines Teilchens oder Teilchensystems in verschiedenen Inertialsystemen jeweils verschiedene Werte haben. Im Ruhesystem ist der Impuls p=0, weshalb die Konstante den Wert der Ruheenergie E0 hat.

Die Impuls-Energie genügt einem Erhaltungssatz. Diese invariante Erhaltungsgrösse kennt man in der klassischen Physik nicht, ist aber grundlegend für das Verständnis vieler Elementarteilchenprozesse.
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Do 27. Nov 2014, 15:06

Trigemina hat geschrieben:obwohl die Energie E und der Impuls p eines Teilchens oder Teilchensystems in verschiedenen Inertialsystemen jeweils verschiedene Werte haben

Also so wie auf viewtopic.php?f=6&t=686&p=82214&hilit=kinetische+energie#p82214 beschrieben.

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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Do 27. Nov 2014, 15:34

Yukterez hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:obwohl die Energie E und der Impuls p eines Teilchens oder Teilchensystems in verschiedenen Inertialsystemen jeweils verschiedene Werte haben

Also so wie auf viewtopic.php?f=6&t=686&p=82214&hilit=kinetische+energie#p82214 beschrieben.

Das ist aber nicht die Frage! Gefragt ist, was das Amperemeter beim bewegt betrachteten Akku messen müsste - gerade in Hinblick auf die unbestrittene Energieerhaltung in beiden Systemen! Die Stärke des Entladestroms kann nicht in beiden Systemen gleich sein! Was also wird das Amperemeter registriert haben, wenn man es nach seiner Ankunft auf der Erde überprüft (d.h. das Amperemeter ist natürlich eine Konstruktion mit der Fähigkeit, Werte festzuschreiben)? Misst das Messgerät den hohen Strom, der nur für 2 Sekunden reicht oder den schwächeren, der für 3.33 s reicht - oder reicht der hohe Strom auf einmal auch für 3,33 s - was ein Wunder wäre!

Grüße
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Do 27. Nov 2014, 16:44

Harald Maurer hat geschrieben:Gefragt ist, was das Amperemeter beim bewegt betrachteten Akku messen müsste - gerade in Hinblick auf die unbestrittene Energieerhaltung in beiden Systemen! Die Stärke des Entladestroms kann nicht in beiden Systemen gleich sein! Was also wird das Amperemeter registriert haben, wenn man es nach seiner Ankunft auf der Erde überprüft (d.h. das Amperemeter ist natürlich eine Konstruktion mit der Fähigkeit, Werte festzuschreiben)?

Meine Meinung dazu kennst du ja: wenn es mit dem Akku mitbewegt ist

Harald Maurer hat geschrieben:misst das Messgerät den hohen Strom, der nur für 2 Sekunden reicht

und ist das Messgerät im anderen Inertialsystem als der Akku dann misst es

Harald Maurer hat geschrieben:den schwächeren, der für 3.33 s reicht

Nach wie vor,

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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Harald Maurer » Do 27. Nov 2014, 17:07

Yukterez hat geschrieben:Meine Meinung dazu kennst du ja: wenn es mit dem Akku mitbewegt ist

Harald Maurer hat geschrieben:misst das Messgerät den hohen Strom, der nur für 2 Sekunden reicht


und ist das Messgerät im anderen Inertialsystem als der Akku dann misst es

Harald Maurer hat geschrieben:den schwächeren, der für 3.33 s reicht


Das heisst also, das mitgeführte Messgerät misst im Erdsystem 3,33 s lang den hohen Strom, der für 2 s reicht! Und wieso ist der Akku dann erst nach 3,33 s leer? Zusätzliche Ladungsträger als Geschenk des Himmels?

Eine Zusammenfassung:
Ein Akku wurde in seinem Ruhesystem so geladen, dass seine Ladung bei einem bestimmten angeschlossenen Verbraucher (ein Lämpchen) gerade mal 2 Sekunden ausreicht, dann ist der Akku leer und das Lämpchen löscht aus. Zwischen Akku und Lämpchen geschaltet misst ein Amperemeter die Stärke des Entladestroms und registriert den Maximalwert. Dieser Akku bewegt sich mit 0,8 c auf die Erde zu.

Im Bezugssystem der Erde wird das Lämpchen wg. der ZD 3,33 s lang leuchtend gesehen. Der Akku liefert nun zweifellos nicht nur 2 s lang Strom, sondern 3,33 s. Dann erst verlöscht das Lämpchen und der Akku ist leer.

Welche Stärke des Entladestroms misst und registriert das mitgeführte Amperemeter im jeweiligen Bezugssystem?

Infolge der elektrochemischen Vorgänge im Akku gibt dieser nur eine bestimmte Menge von Ladungsträgern frei, deren Ladung invariant, also eine Erhaltungsgröße ist. Die Stärke eines Stroms kann sich daher nicht durch kinetische Energie erhöhen, sondern nur durch die Anzahl der Ladungsträger, die das Messgerät innert einer Zeiteinheit durchfließen. Da diese Anzahl begrenzt ist, ist deren Energiestromdichte während 2 s und während 3,33 s zwangsläufig unterschiedlich! Misst das Amperemeter diesen Unterschied oder nicht?

Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Wenn ein Ensemble aus Akku, Amperemeter und Verbraucher für 2 s lang für eine bestimmte Leistung eingerichtet ist und das gleiche Ensemble erbringt diese Leistung 3,33 s lang ohne jede Veränderung an Leuchtstärke, Entladestrom, Widerstand und Spannung, so hat das Ensemble offenbar Energie aus dem Nichts gewonnen. Die kinetische Energie des bewegten AKkus kann nicht als Erklärung dienen, da diese auf Ladungen keinen Einfluss hat (eine Batterie als Wurfgeschoss hat zwar eine kinetische Energie, einen höheren Strom liefert sie aber deshalb nicht!).

Grüße
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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Do 27. Nov 2014, 17:52

Harald Maurer hat geschrieben:Das heisst also, das mitgeführte Messgerät misst im Erdsystem 3,33 s lang den hohen Strom, der [im bewegten System] für 2 s reicht!

Richtig.

Harald Maurer hat geschrieben:Und wieso ist der Akku dann erst nach 3,33 s leer?

Wegen der Zeitdilatation. Diese Dauer wird ja nicht im bewegten System, sondern im Erdsystem gemessen, wo auch die Leistung entsprechend geringer ausfällt. Wenn das mitgeführte Messgerät nicht nur den Strom sondern auch die Zeit aufzeichnet wird es natürlich nicht die lange, sondern die kurze Dauer protokollieren.

Harald Maurer hat geschrieben:Zusätzliche Ladungsträger als Geschenk des Himmels?

Gott bewahre!

Frequenz und Dauer im Kehrwehrt miteinander verrechnend,

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Re: Vereinfachung von Berechnungen

Beitragvon Yukterez » Do 27. Nov 2014, 18:39

Spacerat hat geschrieben:Was bitte ist das denn für ein Wirr Warr?

Das ist die ganz normale SRT. Hier steht nur zur Debatte wie man sie widerspruchsfrei rechnet, nicht ob sie deinen persönlichen Geschmack trifft. Wenn du also meinst ich hätte mich verrechnet dann kannst du den Fehler ja korrigieren, aber nur im Sinne der SRT. Andere Theorien oder Privatmeinungen sind hier fehl am Platz!

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