Harald Maurer hat geschrieben:
Wenn man Vorgänge in einem bewegten IS beurteilt, erscheinen sie zeitdilatiert, d.h. der ruhende Beobachter misst für alle diese Vorgänge höhere Werte, also eine größere Dauer. Die ZD ist also kein Phänomen, das sich konkret im bewegten IS abspielt, sondern ein Messeffekt durch eine Messung im ruhenden System. Das bedeutet, die ZD existiert als Beobachtereffekt nur für den ruhenden Beobachter, wogegen das Beobachtete im beobachteten System sich schneller abspielt, als dies der Ruhende wahrnimmt. Es ist daher schon aus korrekter Interpretation des Phänomens ausgeschlossen, dass eine als langsamer laufend beurteilte Uhr im bewegten System sich als tatsächlich in der Zeit zurückgeblieben erweist, wenn man sie in die Hände bekommt, denn sie hat ihre Gangart zu keinem Zeitpunkt tatsächlich verändert. Die ganze SRT ist lediglich ein Uhrensynchronisations-Spektakel und wird vertreten und verteidigt wie eine Religion. Da wird sogar das Messen der Gehäusetemperatur eines Akkus oder einer Batterie nicht verstanden obwohl es eine einfache Angelegenheit ist und gar nichts zu tun hat mit Wellen oder Licht aus dem anderen System, sondern mit Molekularbwegungen im Gehäuse, die durch ZD verlangsamt sein sollten und ohne ZD eben nicht.
Einstein selbst war noch der Ansicht, dass in bewegten Systemen niedrigere Temperaturen aufftreten würden als in ruhenden, weil ja die Molekularbewegungen langsamer erscheinen. Das Thema wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, bis in jüngster Zeit der Nachweis gelang, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand des BS abhängen. Der an diesem Experiment beteiligte Augsburger Physiker Peter Hänggi war von dem Ergebnis überrascht und sagte: “Ich bin vom Saulus zum Paulus geworden. Wie viele Physiker war ich überzeugt, dass Einstein recht hat.”
@Harald
Was in
einem IS passiert, passiert auch in
einem IS und ist logischerweise nicht davon abhängig, ob 1000 andere Beobachter mit 1000 verschiedenen Relativgeschwindigkeiten dazu "herumsaussen".
Wenn da also eine Batterie 2 sek lang 1 A abgibt, dann
ist das so und daran ändert sich nichts.
Du kannst ein Meßgerät angeschlossen haben, dass von mir aus alle 0,1 s die Stromwerte nach außen funkt - es wird ständig nur gezeigt das immer 1 A fließt ( 0,1 s 1A - 0,2 s 1A - 0,3 s 1A ......... bis 2 s 1A - 2,1 s 0A)
Das sind die Werte die auf der Erde empfangen würden.
Wenn man dem nicht glaubt, bleibt nur die Möglichkeit mit einem langen Kabel (paar 100tausend Km) ein auf der Erde befindliches Amperemeter in den Stromkreis
im Raumschiff dazwischenzuschalten.
Und auch wenn diese Diskussion da noch nicht abgeschlossen wurde - meiner Meinung nach wird dann garantiert passieren, dass das Amperemeter im Raumschiff 2 s lang 1A anzeigt, während das Ampermeter auf der Erde 4 s lang 0,5 A anzeigen wird (Relativgeschwindigkeit wie Du vorgegeben hast 0,866 c).
Das verlangt die SRT und ich seh absolut keinen Grund warum es nicht so sein wird.
Dass in bewegten Systemen niedrigere Temperaturen auftreten würden, halte ich für nicht zutreffend.
Ich weiß nicht, was Einstein da genau dazu gemeint hat, wie das Szenario aussieht, aber da irrt sich der gute Einstein meiner Meinung nach.
Innerhalb eines Systems ist es unmögich irgendeinen Bewegungszustand zu erkennen, weil sich auch bei Bewegung nichts an irgendwelchen physikalischen Gegebenheiten ändern
darf.
Wenn Einstein das so gesagt (und gemeint) hat, müsste es ja auch möglich sein über Temperaturänderungen einen absoluten Bewegungszustand zu erkennen.
Da versteh ich auch Yukterez nicht (oder falsch), wenn er zum Problem von Temperaturänderungen abhängig vom Bewegungszustand schreibt:
Zitat:
Harald Maurer hat geschrieben:Das Thema wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, bis in jüngster Zeit der Nachweis gelang, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand des BS abhängen.
Zitat:
Yukterez: Das halte ich für unmöglich, da damit die RT widerlegt wäre, was sie nicht ist.
Ich halte das Zitat von Harald für absolut logisch und weiß nicht was Yukterez dagegen hat.
Wenn ich neben einem würfelförmigen 1 m langen Ofen mit 1000 °C stehe, dann bleibt das für mich immer ein würfelförmiger 1 m langer Ofen mit 1000 °C - egal wie schnell ich damit durchs Weltall fliege. Also ich hätte daran keinen Zweifel und halte es sogar für zwingend nötig, dass im IS gemessene Temperaturen
nicht vom Bewegungszustand abhängen.
Dass dieser Ofen aus einem andern IS BS nicht 1 m lang ist, ist auch klar - wie daher die Temperatur aus einem anderen BS
beurteilt wird, kann ich selber noch nicht sagen, weil ich mich mit der Materie noch nicht beschäftigt habe.
Da Yukterez eigentlich immer recht hat, wird es wohl richtig sein, dass durch kürzere Länge = kürzeres Volumen die Temperatur gleich beurteilt wird und die meßbare / erkennbare Gesamtenergie wegen der ZD gleich bleibt.
Das klingt jedenfalls vollkommen logisch was er da aussagt - wüsste nicht was da dagegen sprechen könnte.
Insofern versteh ich Yukterez's Einspruch gegen Harald's Zitat nicht? Ich les seine Aussage so, dass
auch er der Meinung ist, dass Temperaturen
nicht vom Bewegungszustand abhängen.