fallili hat geschrieben:
Jetzt könnten diese ausgesendeten Frequenzen sich nach Deiner Theorie wirklich je nach Ort schon beim Aussenden durch "Ortsumstände" veränderen - so weit, so nicht von Beginn an unsinnig.
Nun kann man aber auch über Sterne etliches ermitteln. Man kennt die Sterntypen also Größen, Spektralklassen etc.
Wenn man nun zwei Sterne gleicher (oder zuminest sehr vergleichbarer) Art findet, wäre doch zu erwarten, dass sie auch durch "vergleichbare Ortsumstände" sehr ähnliche Frequenzverschiebungen aufweisen.
Tun sie aber nicht - ähnlich Sterntypen können völlig unterschiedliche Frequenzverschiebungen aufweisen.
Klar, sie können sich ja im -Dopplermodus- befinden.
fallili hat geschrieben:Da man dann auch noch in Galaxien verschiedenste Sterntypen findet und dort wiederum ebenfalls immer vergleichbare Frequenzverschiebungen, ist es wohl völlig logisch anzunehmen, das die Bewegung der Galaxie für die Frequenzverschiebung ursächlich ist.
Ja natürlich, die Galaxie dreht sich ja, somit haben gleiche Sendefrequenzen, dort abgesendet, bei uns unterschiedliche Empfangsfrequenzen zur Folge, typisch Doppler halt.
fallili hat geschrieben:Wenn bei x Sternen einer Galaxie für alle die Spektrallinien auch unter Berücksichtigung der Sterntypen vergleichbar verschoben sind, und bei einer weiteren vergleichbaren Galaxie die Spektrallinien wiederum für alle um einen bestimmten (von der ersten Galaxie verschiedenen) Wert verschoben sind, wird es wohl schwer das auf "Ortsumstände" zu schieben.
Da wird man wohl mit Recht annehmen, dass eine Galaxie eine andere Relativbewegung zu uns aufweist als die andere Galaxie.
Schiebt auch niemand, Galaxien sind ja nicht angenagelt und bilden selber Haufen, bewegen sich also unterschiedlich in Bezug zu uns, da ist halt Doppler zu erkennen.
fallili hat geschrieben:Erstens: Warum sollen in zwei vergleichbaren Galaxien die "Ortsumstände" verschieden sein?
- weil sie in unterschiedlichen übergeordneten "Ortsfaktoren" sich befinden
- weil wir sie zu unterschiedlichen Zeiten sehen (Signallaufzeit zu uns)
fallili hat geschrieben:Zweitens: Warum sollen schon in zwei vergleichbar ähnlichen Sternen schon die "Ortsumstände" verschieden sein?
- weil sie sich viell. in unterschiedlichen Galaxien befinden deren Signale zu uns unterschiedlich lange unterwegs waren
und weil sie sich ev. an unterschiedlichen Orten innerhalb der Galaxie befinden
- weil innerhalb einer Galaxie unterschiedliche Ortsfaktoren herrschen, je näher zum Kern hin (SL) desto -schwächer die Ortsumstände.
fallili hat geschrieben:Deine ganze Theorie der "Ortsumstände" ist daher unsinnig, weil es nicht ausreicht, für den Grund eines beobachtbaren Effektes - wie die Frequenzverschiebung - nur ein Wort "Ortsumstände" zu erfinden.
Wie kommst du denn da drauf?
fallili hat geschrieben:Wenn es so was wie "Ortsunstände" gäbe, müsste man auch eine wirkliche Theorie dazu haben. Eine Theorie, die also auch aussagen kann wie diese "Ortsumstände aussehen, wie sie sich ändern und wovon sie qualitativ und quantitativ abhängen.
Nur weil noch keine Theorie existiert die die Ortsumstände versteht/berücksichtigt ist es doch nicht so dass diese nicht existieren, die Natur wird nicht fragen ob eine entsprechende Theorie formuliert ist oder nicht, sie handelt einfach.
fallili hat geschrieben:Der Doppler-Effekt kann das.
"Doppler-Effekt" ist nicht nur ein Wort, sondern eine Bezeichnung für einen ganz genau quantitativ mathematisch erfassbaren / berechnenbaren / vorhersagbaren Effekt.
Doppler kann das, er ist aber nicht allein der das kann, die Ortsumstände machen das aber, Doppler ist ein wichtiger Bestandteil der Wissenschaft.
Doppler ist dann gut zu gebrauchen wenn du bekannte Frequenzen und Geschwindigkeiten hast.
Ich nenne dir ein Beispiel:
Doppler soll die Geschwindigkeit zweier Atome berechnen, dazu nimmst du die Eigenfrequenzen zweier Cs133 Atome.
Du bekommst zwei Frequenzen vorgelegt und berechnest daraus mit Hilfe von Doppler die Fluchtgeschwindigkeit eines der Atome
Atom_a: 9.192.631.770 Hz
Atom_b: 9.192.631.771 Hz
Wie gross ist die Geschwindigkeit von Atom b
fallili hat geschrieben:Auch die ART kann das. Die liefert nicht "Worte" sondern ebenfalls quantitative Aussagen.
Mit diesen beiden Theorien kann ich vorhersagen:
Das emittierte Licht (z.B. eines Atoms) eines Sternes der Masse x und der Relativbewegung y wird mit der Frequenzverschiebung z bei mir registriert werden! Und das Ergebnis wird stimmen! Daher sind das auch wirkliche und verwendbare Theorien !!!!!!
Rechne mal die Geschwindigkeit oben aus.
fallili hat geschrieben:Solltest Du so etwas mit einer Theorie der "Ortsumstände" auch in dieser Weise schaffen, würdest Du auch ernst genommen werden, aber wenn Du das nicht kannst, bleiben Deine "Ortsumstände" eine absolut unsinnige Annahme ( nett ausgedrückt).
Nur zu behaupten, dass eine beobachtbare Frequenzverschiebung auf "Ortsumstände" zurückzuführen ist, ist eine vollig inhaltlose Aussage.
Entweder setzt Du Dich dran und gibst eine Erklärung was "Ortsumstände" sind und wovon sie abhängen - stellst also eine wirkliche Theorie der "Ortsumstände" auf, die den Namen Theorie auch verdient - was aber ganz sicher nicht möglich sein wird, oder sei endlich Dir selber gegenüber endlich ehrlich und sieh ein, dass "Ortsumstände" nur ein völlig nichtsagendes Wort von Dir ist.
Rechne das v des Atom_b aus, dann schauen wir weiter.
Kurt