Was ist eigentlich Gravitation?

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Do 31. Jul 2014, 23:27

contravariant,

was meinst du? In der Coulomb-Gleichung geht es bei q1 und q2 um Coulombs? Für mich war immer klar, dass q1 oder q2 nur ein Vielfaches der Elementarladung sein kann.

e = 1,6*10^-19 As

m_e = 9,1*10^-31 kg

Wie man sieht 10^12 ist der Unterschied zwischen der Ladung und der Masse. Spätestens wenn eine zweite Ladung dazu kommt, die kleinst mögliche ist die Elementarladung, dann erhält man schon den Faktor 10^24, dazu kommt noch das G und 1/4PiE0 um 10^20 auseinander liegen und schwupps hat man wieder die 40 Zehnerpotenzen, die die EM-WW stärker als die Gravitation ist.

="Wiki - http://en.wikipedia.org/wiki/Coulomb%27s_law#Tentative_evidence_of_infinite_speed_of_propagation" Tentative evidence of infinite speed of propagation

In late 2012, experimenters of the Istituto Nazionale di Fisica Nucleare, at the Laboratori Nazionali di Frascati in Frascati, Rome performed an experiment which indicated that there was no delay in propagation of the force between a beam of electrons and detectors. This was taken as indicating that the field seemed to travel with the beam of electrons as if it were a rigid structure preceding the beam. Though awaiting corroboration, the results indicate that aberration is not present in the Coulomb force.


Das passt mit meiner Realitätstheorie zusammen, da geht man davon aus, dass eine Elementarladung keinen Rand besitzt und in der Folge unendlich weit in ihrer Wirkung reicht. Bewegt sich eine Elementarladung, dann folgt die Wirkung instantan mit der Geschwindigkeit der Elementarladung. Es treten keine zusätzlichen Verzögerungen auf.

Dazu müssen aber noch Experimente durchgeführt werden, damit ich ein Fazit ziehen kann.

Grüße

McDaniel-77

P.S.: Zu deiner letzten Frage. Nein, das ist reine Elektrostatik, Planeten und der Stern ziehen sich auch an, wenn sie alle "neutral" geladen wären. Die Elektrostatik muss zusätzlich berücksichtigt werden.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon contravariant » Do 31. Jul 2014, 23:38

McDaniel-77 hat geschrieben:was meinst du? In der Coulomb-Gleichung geht es bei q1 und q2 um Coulombs? Für mich war immer klar, dass q1 oder q2 nur ein Vielfaches der Elementarladung sein kann.
e = 1,6*10^-19 As

viewtopic.php?f=7&t=663&p=77298#p77290
McDaniel-77 hat geschrieben:1/4*Pi*E0 = 1/ As/Vm = Vm/As

q1*q2/r² = As*As/m²

In deiner Einheitenrechnung verwendest du keine Elementarladungen. Schreib doch die Rechnung nochmal komplett mit Zahlen und Einheiten hin, dann wird klar, was ich meine.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon fallili » Fr 1. Aug 2014, 00:12

Also ich muss auch mal wieder meinen Senf hinzugeben.

Da wird immer von einer Ladung von 10 exp 6 C gesprochen.
Da Frage ist was das bedeutet. Ich weiß es nicht genau - aber mal kurz gegoogelt und schon finde ich, dass die Ladung der Erdoberfläche ungefähr -10 exp6 C beträgt und aber weiter, dass diese negative Ladung auf der Erdoberfläche verteilt ist und ------- Zitat:
Dieser negativen Ladung steht eine gleich große, positive Ladung in den höheren Luftschichten der Atmosphäre (Ionosphäre) gegenüber.
http://www.physik-schule.de/download/pdf/Physik/Rechnungen_Gewitter.pdf

Also nix anderes als ein rein "irdisches" Problem - eben ein großer Kondensator aus "Kugeloberflächen" mit der Luft dazwischen als Dielektrikum.

Was diese 0,6 MC daher also an Auswirkungen außerhalb der Erde haben sollten, muss mir erst noch einer erklären ? Und auf "diese Theorie" bin ich wirklich gespannt.
Zuletzt geändert von fallili am Fr 1. Aug 2014, 00:17, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Fr 1. Aug 2014, 00:14

Extra wegen dir contravariant,

Bild
Setzen wir die Masse für ein Proton m1 und für ein Elektron m2 ein. Abstand 1 m.

F_gravitation_proton_elektron = 6,67*10^-11 [m³/kg*s²] * 1,67*10^-27 [kg] * 9,11*10^-31 [kg] / 1 [m²] =

F_gravitation_proton_elektron = 1*10^-67 [kg*m/s²] = 0 N

Nun das gleiche für Coulomb, wo qi die Ladung des Protons ist und q2 die Ladung des Elektrons, also Elementarladung e² im Endeffekt:
Bild

F_em-ww_proton_elektron = 1/Pi*4*8,85*10^-12 [As/Vm] * 1,6*10^-19 [As] * 1,6*10^-19 [As] / 1 [m²] =

F_em-ww_proton_elektron = 9*10^9 [Vm/As] * 2,56*10^-38 [As*As] / 1 [m²] = 2,3*10^-28 [VAs/m] =

F_em-ww_proton_elektron = 2,3*10^-28 [VAs/m] = 2,3*10^-28 [kg*m²/s³*s/m] = 2,3*10^-28 [kg*m/s²] =

F_em-ww_proton_elektron = 2,3*10^-28 [N]

Daraus folgt, dass die Gravitationskraft zwischen Elektron und Proton bei einem Meter Abstand 10^-67 N ausmacht, aber die Coulombkraft beim selben Abstand 2,3*10^-28 N ausmacht. Ins Verhältnis gesetzt ergibt sich dann:

F_em-ww_proton_elektron / F_gravitation_proton_elektron = 2,3*10^-28 [N] / 1*10^-67 [N] = 2,3*10^39

Die EM-WW ist also 10^39-mal stärker als die angebliche Gravitation. Es spielt auch keine Rolle ob es 10^36 oder 10^43 ist. Das sind Peanuts, 10^39-mal ist so gewaltig, wenn man sich vorstellen, dass das gesamte Sonnensystem nur 10^30 kg schwer ist. Das heißt winzige Mengen von Mikrogramm oder Nanogramm an Ladung genügen, um die angebliche Gravitation zu übertrumpfen.

Ein EM-WW Staubkorn im Verhältnis zur ganzen Erde genügt, um für die Gravitation zu sorgen.

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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Fr 1. Aug 2014, 00:20

Ja fallili,

wir rechnen hier nur in der Elektrostatik rum, das ist natürlich nicht die Realität. Die Erde ist einem permanenten Strom von geladenen Teilchen ausgeliefert. Der Sonnenwind sorgt für eine gleichbleibende Ionisierung der Erde. Folglich gibt es ein elektrisches Potential zwischen Sonne und Erde. Das bedeutet zwischen Sonne und Erde herrscht ein elektrisches Feld mit einer elektrischen Spannung. Die Erde ist eine geladene Kugel, welche sich senkrecht zum elektrischen Feld der Sonne bewegt. d.h. die Umlaufbahn der Erde entspricht einem Äquipotential. As gleiche gilt für alle Himmelskörper.

Stört ein Himmelskörper das elektrische Feld, wie z.B. ein Komet, dann finden massive elektrische Entladungen statt. Der Kometenschweif beweist das. Je näher man der Sonne kommt, desto stärker ist das elektrische Feld.

Was willst du noch erklärt haben fallili?

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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon Yukterez » Fr 1. Aug 2014, 00:45

Der Mechanismus auf den du dich zu berufen scheinst taugt nicht viel um damit zu erklären warum sich im Sonnensystem ALLE Körper anziehen und sich KEINER abstößt:

Bild hat geschrieben:Einfaches Beispiel: Ein mit konstanter Geschwindigkeit fliegendes, geladenes Teilchen ist von einem elektrischen und einem magnetischen Feld umgeben. Ein mit gleicher Geschwindigkeit fliegendes, gleichgeladenes Teilchen erfährt durch das elektrische Feld des ersten Teilchens eine abstoßende Kraft, da sich gleichnamige Ladungen gegenseitig abstoßen; gleichzeitig erfährt es durch dessen Magnetfeld eine anziehende Lorentzkraft, die die Abstoßung teilweise kompensiert. Bei Lichtgeschwindigkeit wäre diese Kompensation vollständig. In dem Inertialsystem, in dem beide Teilchen ruhen, gibt es kein magnetisches Feld und damit keine Lorentzkraft. Dort wirkt nur die abstoßende Coulombkraft, so dass das Teilchen stärker beschleunigt wird, als im ursprünglichen Bezugssystem, in dem sich beide Ladungen bewegen.

Damit nichts gewonnen habend,

Bild
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon contravariant » Fr 1. Aug 2014, 00:50

McDaniel-77 hat geschrieben:F_em-ww_proton_elektron = 1/Pi*4*8,85*10^-12 [As/Vm] * 1,6*10^-19 [As] * 1,6*10^-19 [As] / 1 [m²] =
F_em-ww_proton_elektron = 9*10^9 [Vm/As] * 2,56*10^-38 [As*As] / 1 [m²] = 2,3*10^-28 [VAs/m] =
F_em-ww_proton_elektron = 2,3*10^-28 [VAs/m] = 2,3*10^-28 [kg*m²/s³*s/m] = 2,3*10^-28 [kg*m/s²] =
F_em-ww_proton_elektron = 2,3*10^-28 [N]

Ok. Diesselbe Rechnung kann man nun auch für Erde und Mars machen. Nehmen wir immer noch an, dass sowohl Erde alsauch Mars eine Ladung von 0,6MC also ca. 3,7E24 Elementarladungen haben. Die Entfernung nehme ich weiterhin mit 0,372AE also ca 5,6E10m (beim letzten Mal habe ich fälschlicher Weise mit 5,6E11m gerechnet, hat aber offenbar niemand gemerkt) an.
F_em = 1/Pi*4*8,85*10^-12 [As/Vm] * 3,7*!0^24 * 1,6*10^-19 [As] * 3,7*10^24 * 1,6*10^-19 [As] / (5,6*10^10)^2 [m²] =
F_em = 9*10^9 [Vm/As] * 35,0*10^10 [As*As] / 3,1*10^21 [m²] =
F_em = 3,2*10^21 / 3,1*10^21 [VAs/m] =
F_em = 1 [N]

EDIT:
Die Berechnung der Ladung von Erde und Mars, bei der die Coulomb- und Gravitationskraft gleich stark sind, überlasse ich dem Leser als Übungsaufgabe...
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon fallili » Fr 1. Aug 2014, 00:59

@Mc Daniel
Ich versuch nur herauszufinden auf welcher Basis Ihr da eine Berechnung durchführen wollt?

Der Sonnenwind verursacht also eine Überschussladung auf der Erde von 0,6 MC.

Erste Möglichkeit:
Wenn das von der Sonne kommt und verursacht wird, könnte also auch die selbe Menge an Ladung der Sonne fehlen. Anders kriegen wir ja keine Anziehung zwischen Erde und Sonne zustande.
Da die Sonne ja nicht nur Richtung Erde strahlt, muss man die Oberfläche eines Radiuses vom 150 Mio. km mit der Kreisfläche der Erde vergleichen.
Um dieses Verhältnis mehr müsste die Sonne mindestens an "Ladung verlieren". Dies dann konstant über Jahrmilliarden fortgesetzt und so könnte man also eine Ladung der Sonne "berechnen".
Aus den beiden Ladungen (Sonne - Erde) könnte man dann in der Folge die Kraft auf die Erde berechnen. Diese wird enorm sein (wenn die Sonne wirklich stetig Ladung verliert / verloren hat) und die Erde müsste längst in die Sonne gestürzt sein.

Zweite und besser passende Möglichkeit:
Der Sonnenwind besteht aus positiv und negativ geladenen Teilchen (und noch einiges Anderes) und die Ladung der Sonne bleibt neutral.
Dann aber kann die Erde Ladung haben so viel sie will - es gibt keine zusätzliche Kraft neben der Gravitation.

Um es also ganz einfach auszudrücken: Die Ladung der Erde ist schei....egal, wenn da nicht eine Ladung der Sonne postuliert wird.
Das kann man zwar machen - und eine Ladung für die Sonne ausrechnen, bei der für den Umlauf der Erde um die Sonne alles passt (also die Kräfte entsprechend vorhanden sind - das wäre auch rechnerisch kein Problem) - ich wäre aber mehr als überrascht, wenn es gelingt mit diesem "Sonnenladungswert" auch die Bahnen der anderen Planeten zu bestätigen/begründen. Da müssen dann auch alle "Planetenüberschussladungen" der anderen 7 Planeten genauestens passen!

Also mit "Gravitation" kann man die Planetenbahnen erklären, ich wünsche viel Spaß dabei, dies mit "Planetenüberschussladungen" zu versuchen.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Fr 1. Aug 2014, 01:22

In dem Zitat Yukterez,

wird ja behauptet, dass die magnetische Kraft mit zunehmender Geschwindigkeit gegen null geht und die elektrische Kraft weiter bestehen bleibt. Gibt es dafür auch nur den geringsten experimentellen Befund?

Das würde bedeuten, dass die Coulomb-Wirkung instantan verläuft, was mit meiner Idee zur unendlichen Ausdehnung der Elementarladung kongruent wäre.

Magnetismus erzeugt aber auch Anziehung und Abstoßung ohne Veränderung der relativen Lokationen. Ein Magnetfeld kann genauso statisch wie ein elektrisches Feld sein.

Abgesehen davon war in deinem Zitat auch die Rede von "Intertialsystemen", das gibt es in der Realität nicht.

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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Fr 1. Aug 2014, 01:34

Ich befürchte so ist das nicht gemeint contravariant,

es ergibt keinen Sinn, warum der Mars die gleiche Ladung wie die Erde haben sollte. Die Erde ist wesentlich größer und besitzt eine Atmosphäre welche sich durch die größere Nähe zur Sonne und dem dichteren Sonnenwind stärker auflädt bzw. ionisiert als das beim Mars möglich ist. Es ist anzunehmen, dass der Mars eine geringere Ladung aufweist.

Insgesamt gesehen dürfte aber nur das elektrische Potential zwischen der Sonne und dem jeweiligen Planeten wichtig sein, da die Planeten sehr klein sind und die Sonne der dominierende Faktor bleibt. Anders sieht es bei Planeten mit Monden aus, dort ist es anders.

Die Erde hat eine Atmosphäre, der Mond nicht. Das kann bedeuten, dass sich die Erde elektrisch völlig anders auflädt als er Mond. Sobald es zu einer Ladungsdiffernz zwischen Erde und Mond kommt, beginnt der Mond in eine Umlaufbahn um die Erde herum einzutreten.

Es gibt so viele Faktoren die für die EM-WW von Bedeutung sind. Es ist z.B. eminent wichtig, wie schnell sich ein geladener Körper relativ zum Partner bewegt. Auch die Rotation spielt dabei eine Rolle. Unsere Erde besitzt die Van-Allen-Gürtel, darin bewegen sich Elementarladungen und Ionen mit fast Lichtgeschwindigkeit. Dieser Ringstrom erzeugt ein Magnetfeld, welches unser Erdmagnetfeld ist. Freilich kann es auch noch sein, dass die Erde aufgrund ihrer Rotation und dem Plasma im Erdinneren auch ein Magnetfeld erzeugt. Der Running-Gag der Geologen, von wegen eines Stabmagneten aus Eisen und Nickel im Erdkern, hat Kindergartenniveau. Jeder Physiker weiß, dass der Ferromagnetismus bei Temperaturen oberhalb der Curie-Temperatur verschwindet. Die Erde kann keinen Ferromagnetismus haben.

Grüße

McDaniel-77
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