Jondalar hat geschrieben:Naja, genau da sehe ich halt physikalisch durchaus einen Unterschied.
Der Regen fällt ja, unabhängig vom Bezugssystem, senkrecht zum Erdmittelpunkt gemäss Gravitationsgesetz. Im Zug sieht es zwar so aus als fiele er schräg, das würde aber dann im Zug auch bedeuten, dass das Gravitationsgesetz geändert wäre. Dort ist immer noch die Erde unter dem Zug. Würde da jetzt real der Regen schräg fallen, müsste man neue Formeln "erfinden" um zu erklären, dass der Regen nun plötzlich nicht mehr senkrecht zur Erde fällt.
Der Regen fällt ja auch beim fahrenden Zug senkrecht auf die Erde. Aber auf den Zug fällt er real schräg. Leicht daran zu erkennen, daß die vordere Scheibe beim Fahrer naß wird und die hintere Scheibe am Bremserhäuschen trocken bleibt. Das ist doch kein Schein, sondern harte Realität, der Fahrer muß den Scheibenwischer einschalten.
Noch ein Beispiel dazu. Du sitzt in einem geräuschlos fahrenden Zug und schläfst ein. Als du aufwachst, weißt du nicht, ob der Zug gerade fährt oder irgendwo steht. Es ist dunkel und du siehst nur die Regentropfen dicht an deinem Fenster schräge vorbeiziehen. Der Regen fällt im Zugsystem schräge. Wie er auf der Erde fällt, kannst du nicht sagen. Stände der Zug, fiele er auch auf der Erde auch schräg (weil es windig ist); wäre er in Fahrt, fiele der Regen auf die Erde senkrecht. Aber du weißt ja nicht, ob der Zug fährt/steht. Also ist deine einzig wahre Aussage, der Regen fällt relativ zum Zug schräg.
Das ganze ergibt sich übrigens nach dem Gesetz der Gesc hwindigkeitsaddition nach Newton, neudeutsch auch Galileitransformation.
.
.

, 
