Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Fr 23. Mai 2014, 16:37

Spacerat hat geschrieben: Das Interferenzmuster ist von diesem Wind aber anscheinend alles andere als beeindruckt. Steht da, wie 'ne Eins.


Natürlich, er macht den gleichen Fehler wie er seit >100 J gemacht wird.
Mit diesen Fehlern ist so ein mikriger Wind, wie er auf der Erdoberfläche auftreten kann, nicht zu erkennen.


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Fr 23. Mai 2014, 17:24

Spacerat hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Natürlich, er macht den gleichen Fehler wie er seit >100 J gemacht wird.
Mit diesen Fehlern ist so ein mikriger Wind, wie er auf der Erdoberfläche auftreten kann, nicht zu erkennen.
Kurt

:lol: Welche Windstärke darfs denn sein? c? v? -v?


Such dir eine aus.

Spacerat hat geschrieben:Egal. c ist die Lichtgeschwindigkeit und v ist die Eigengeschwindigkeit des MMIs.


Worauf gründen beide Aussagen?
(wie können beide Geschwindigkeiten nachgemessen werden?)

Spacerat hat geschrieben: Ausser der Armlänge gibt es weder in der einen noch in der anderen Rechnung eine Variable, die den Wind symbolisiert.


(die Armlängen sind doch gleich, oder nicht?)

Ohne Wind wirst du auch nichts an Laufzeitänderung der beiden Arme zueinander ausgespuckt bekommen.
Ein MMI ist aber gerade darauf aus denn das ergibt die Strichwanderung.

Spacerat hat geschrieben:Willst du etwa sagen, das der Wind dafür sorgt, dass der jeweils horizontale Arm kürzer wird?


Will ich nicht.

Spacerat hat geschrieben: Willst du weiterhin sagen, dass der Wind durch "hypothetisch" kleinere Eigengeschwindigkeiten des MMIs stärker wird?


Will ich nicht.

Spacerat hat geschrieben:Rein zufällig würde der Arm nämlich mehr kontrahiert, wenn man die offizielle Rechnung mit kleineren Werten rechnet.
Was solls. Plausibilitätsprüfungen sind Landesverrat. Hatte ich vollkommen vergessen. Hauptsache ihr habt recht. :lol:


Der Arm, beide Arme, sind selbstverständlich als konstant lang, bzw. als unverändert lang, anzumehmen.


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Fr 23. Mai 2014, 17:53

Spacerat hat geschrieben:Es wandert erst, wenn man das MMI vertikal rotieren lässt. Dabei wechselt es bei einem Winkel von ca. 45° und bei einem Winkel von ca. 225° die Richtung. Der Richtungswechsel ist jetzt aber gar nicht so dramatisch. Die Tatsache, dass die Rotationsgeschwindigkeit diesmal ausreicht, um den Ätherwind zu beeinflussen, aber schon.

So'ne Art Ätherventilator. :lol:

Martin Grusenick mißt Mist. Erst hat er den Wahnsinnswert von 11,5 shifts gemessen. Dann später "nur noch" 1,5 shifts. Zwischenzeitlich hatte er die Steifigkeit der Vorrichtung verändert. Der "Meßwert" wurde nämlich durch Verbiegen seiner Einrichtung bei Rotation verursacht. Sein jetztiger Wert zeigt lediglich, daß die Steifigkeit der Einrichtung immer noch zu klein ist. Bei absolutem starrern Aufbau erhält er Null.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Fr 23. Mai 2014, 17:55

Spacerat hat geschrieben:Ist das hier 'ne Comedyshow oder was?
Also nu mal ehlich...
@Kurt: das Muster beim MM-Experiment wandert nicht!

Ich weiss, die Gründe dafür hab ich dir ja gesagt.

Spacerat hat geschrieben:Es wandert erst, wenn man das MMI vertikal rotieren lässt. Dabei wechselt es bei einem Winkel von ca. 45° und bei einem Winkel von ca. 225° die Richtung. Der Richtungswechsel ist jetzt aber gar nicht so dramatisch. Die Tatsache, dass die Rotationsgeschwindigkeit diesmal ausreicht, um den Ätherwind zu beeinflussen, aber schon.


Welchen Ätherwind denn?
Den der von oben her in die Erde weht?
Da ist bestimmt was dran.

Das ist aber nicht die Ursache für die Strichwanderung, sondern die mechanische Stabilität der Konstruktion.
Die Eigengravitation des Armes, also seine Masse, verändert die Position der Überlagerungsfläche, darum die Musterwanderung.

Spacerat hat geschrieben:Was solls. Verschaukelt euch doch selber.


Warum/wieso?


Kurt


Dabei wechselt es bei einem Winkel von ca. 45° und bei einem Winkel von ca. 225° die Richtung

Wenn du die Strichlage vorher anders eingestellt hast dann wechselt die Richtung bei ungleich 45/225°
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Fr 23. Mai 2014, 18:47

Kurt hat geschrieben:Das ist aber nicht die Ursache für die Strichwanderung, sondern die mechanische Stabilität der Konstruktion.

Richtig. Und deshalb ist die Messung für die Katz.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 26. Mai 2014, 11:45

Spacerat hat geschrieben:
Die offizielle MMI-Rechnung gibt weder diese Vorstellung preis, noch eignet sie sich für die Berechnung der Laufzeiten auf den Wegen ungleich der Vielfachen von 90°, deshalb verwende ich meine Rechnung,

Kannst du dir sparen. Das MMI wird mit einer vernachlässigenbaren langsamen Drehgeschwindigkeit kontinuierlich gedreht und dabei werden die shift-Wanderungen gezählt.

Der einzige Unterschied hier ist, dass die Lichtlaufzeiten zwar in jedem Arm identisch sind, ein unausgeglichenes Sinus-Cosinus-Verhältnis jedoch für stete Phasenverschiebungen und damit für eine Musterwanderung sorgt.

Was dann Zauberei wäre, denn die Phasenschiebung kann einzig duch Laufzeitdifferenzen erfolgen.

Alles für die Katz.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 26. Mai 2014, 12:28

Spacerat hat geschrieben:Irrtum... Das Verhältnis der Laufzeit ist zwar gleich nur aber die Geschwindigkeiten und Längen nicht.

Das Verhältnis der Laufzeiten ändert sich beim Drehen. Daher ändert sich die Phasendifferenz.
Die Längen bleiben im MMI konstant.[/quote]

Dadurch verschieben sich auf dem Hinweg zu den Spiegeln die Phasen. Folglich werden an den Spiegeln verschiedene Phasen als Stehwelle reflektiert, die sich auf dem Rückweg nicht mehr ändert.

Auf dem Hinweg ist die Phasengeschwindigkeit größer. Und bei der rücklaufenden Welle ist die Phasengeschwindigkeit kleiner.
Die stehende Welle ist nicht die rücklaufende Welle. :!:
Die stehende Welle ist die Summe der hin- und rücklaufenden Welle. Die muß hier nicht explizit betrachte werden, weil sie am Ziel-Meßpunkt gar nicht mehr vorhanden ist.

Betrache die Situation so einfach wie sie ist:
In Ätherwindrichtung ist die Phasengeschwindigkeit vergrößert. Entgegen ist sie verringert. Die durchschnittlichen Phasengeschwindigkeiten sind auf beiden Wegen dadurch gegenüber dem Zustand bei fehlendem Ätherwind verändert. Und zwar auf beiden Wegen unterschiedlich verändert. Das ergibt dann die Phasendifferenz am Ziel.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 26. Mai 2014, 13:48

Spacerat hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Betrache die Situation so einfach wie sie ist:
Ohne Beweise bringt das gar nichts. Wenn jeder immer alles so hin nimmt, wie es sein soll, Soll aber ungleich Ist ist, bilden sich Äste von Fehlern, die keiner mehr vermag abzusägen.

Der Äther ist ja ein hypothetisches Gebilde. Er soll der Träger von Lichtwellen sein und mit gewissen Eigenschaften ausgerüstet sein, wie man sie von Trägermedien für andere Wellenarten kennt (Luft für Schall). Solche hypothetischen Eigenschaften sind die Konstanz der Wellengeschwindigkeit im Medium (c), infolge davon die arithmetische Summenbildung aus dieser konstanten Geschwindigkeit und der Mediengeschwindigkeit (c+v), der Fähigkeit zur Interferenzbildung der Wellen etc.
Einen Ätherwind mit solchen Eigenschaften könnte man im MMI messen.

Hat man aber nicht. Das kann dadurch erklärt werden, daß
a) die Ätherwindgeschwindigkeit kleiner ist, als die Empfindlichkeit des MMI
b) der Äther andere Eigenschaften besitzt, als angenommen. (Mitführung durch Massen, etwa der Erde)
c) es gar keinen Äther gibt.

Das Nullergebnis ist kompatibel zur Korpuskeltheorie, welche ich favorisiere. Allerdings gibt es dabei Probleme zum Sagnacexperiment.

Das Nullergebnis ist auch kompatibel zur SRT, die aber wegen der sich ergebenden haarsträubenden Paradoxa ausscheidet, nach meiner Meinung.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Trigemina » Mo 26. Mai 2014, 15:37

Spacerat hat geschrieben:Die offizielle MMI-Rechnung gibt weder diese Vorstellung preis, noch eignet sie sich für die Berechnung der Laufzeiten auf den Wegen ungleich der Vielfachen von 90°...


Mit dem Kosinussatz und einer quadratischen Gleichung 2. Grades lassen sich die Strömungseffekte (Strecken,Zeiten und Geschwindigkeiten) für beliebige Winkel berechnen. Auch die parallelen und orthogonalen Spezialfälle mit phi=0 und phi=Pi/2 sind darin enthalten. Unten ein Beispiel mit phi=Pi/4:

c:=1;v:=0.3;L:=1;
t:=solve(-c^2*t^2+v^2*t^2+L^2+2*v*t*L*cos(Pi/4),t);
t := -.8407790988, 1.307003350
-t[1]+t[2] = 2.147782449
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 26. Mai 2014, 16:38

Spacerat hat geschrieben:Ich bin mir fast sicher, dass mein Experiment die Invarianz der LG (und damit auch die ZD, die LK und somit die komplette LT) zerlegt,

Das MMExperiment kann die Invarianz der LG weder bestätigen noch beweisen. Dazu ist es nicht fähig, nicht gedacht und nicht verwendet.
Es dient einzig dem Zweck, einen Äther nachzuweisen, sofern er existiert.

Diese Paradoxa können aber nicht verschwinden, solange in der offiziellen MMI-Rechnung mit LG-Konstant gerechnet wird, was, ob du es glaubst oder nicht, dort eine Lorentz-Transformation einimpft. Das fällt auch nicht wirklich bei unserem Streitpunkt (dem Längsarm) auf, sondern eindeutig im Querarm, wo auf der Diagonalen nicht blos c sondern wurzel(c²+v²) herrschen müsste. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass klassische Geschwindigkeitsadditionen für Lichtgeschwindigkeit und drüber nicht gelten sollten.

Natürlich nicht. Und daher wird in der "offiziellen Rechnung", die ganz klassisch ausgeführt ist und mit der SRT überhaupt nichts zu tun hat, auch nicht im MMI c=const angenommen. Es wird klassisch c=konst im BS Äther angenommen, analog klassisch Schallgeschwindigkeit im BS Luft = konstant. Im Querarm ist daher natürlich w=wurzel(c²-v²), da steht ein Minus :!: . Das wird doch in allen Rechnungen benutzt.

BTW.: Ich folge da eigentlich nur der Logik, dass diese Absurditäten nur daher kommen, weil man mit einem Tempolimit rechnet, welches zwangsläufig das Weg-Zeit-Gesetz aushebelt. Wer also ZD und LK (und all die damit zusammenhängenden Paradoxa) ablehnt, muss Gleichzeitig die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit ablehnen.

Natürlich. Die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit ist illusionär.
Das hat aber mit dem MMExperiment nichts zu tun. Das MME wurde theoretisch und praktisch ausgearbeitet und ausgeführt, 30 Jahre bevor überhaupt die SRT erfunden wurde.
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